Krawatten-Guide: Knotenkunde

Binden vor dem Spiegel wird empfohlen
Aller Anfang ist schwer. Fingerfertigkeit ist reine Übungssache

Für einen guten Knoten müssen Sie kein Seemann sein. Mit ein wenig Fingerfertigkeit und unseren Anleitungen schaffen Sie es

Der britische Physiker Dr. Thomas Fink fand 1999 heraus, dass sich der textile Männerschmuck auf insgesamt 85 Arten binden lässt. Mit den meisten davon sollte man sich allerdings weder vor noch nach Anbruch der Dunkelheit nicht ins Freie wagen. Lediglich zehn Knoten sind brauchbar. Vier davon kennen Sie: Four-in-Hand, Albert, Windsor und doppelter Windsor. Sechs weitere Knottechniken sind ebenso tageslichttauglich

Für jeden Knoten gilt: Anfangs legen Sie den Schlips mit der Naht nach Innen und das breite Ende auf Ihre linke Brustseite. Am Schluss sollten beide Enden etwa gleich lang sein und über dem Hosenbund abschließen.

Beim Lulatsch wird das nicht hinhauen. Je nachdem wird sich die Breitseite des Binders in Bundhöhe einpendeln, das dünne Ende dagegen auf Brusttaschenniveau.
Sumo-Männer kämpfen dagegen meist mit zu langen Krawatten. Für sie gibt es aber auch Lösungen, z.B. den Albert oder den doppelten Windsor.

Außerdem soll der Knoten die beiden Schenkel des Hemdkragens bis in die oberste Ecke ausfüllen und darf nicht die Spitzen des Kragens von dem Hemd abheben.

Ob Sie am Schluss das schmale Ende durch die Schlaufe oder das Etikett stecken, bleibt Ihnen überlassen. Es ist reine Geschmacksache. Zwei frei baumelnde Enden erinnern an ein verwegenes geschlungenes Tuch, was Ihre Erscheinung auflockert.

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