Gesundes Abendessen: Biobrot kann Allergien mindern

Von Hand gebackenes Brot ist Maßarbeit
Der Aufwand lohnt sich: Von Hand gebackenes Brot schmeckt meist besser

Roggenbrot aus Sauerteig ohne Hefe und Malz verbessert bei vielen Allergikern das Krankheitsbild

Vielerorts wird Brotteig mit chemischen Hilfsmitteln aufgemotzt und die Teigführung auf weniger als ein Viertel der Zeit verkürzt – im Extremfall bis auf etwa 30 Minuten.

Liegt darin vielleicht der Grund für immer wieder zu hörende Geschichten über Krankheiten wie Neurodermitis oder Asthma, die verschwunden sind, nachdem der Betroffene auf Biobrot umgestiegen ist? Günter Unbehend, Fachgebietsleiter Backwaren beim Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, glaubt nicht daran, dass ein mit Hilfsmitteln gebackenes Brot grundsätzlich anders ist als eines ohne. "Dabei findet man keine messbaren Unterschiede", meint er.

Im Fachkrankenhaus für Dermatologie Schloss Friedensburg in Thüringen ist es dagegen ein bekanntes Phänomen, dass traditionell gebackenes Biobrot bei chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis mitunter vertragen wird, herkömmliches jedoch nicht. "Dahinter können echte Allergien gegen Zusatzstoffe stecken, was aber schwer zu testen ist, da das Allergen häufig erst im Körper entsteht", sagt Oberärztin Silke Herold. "Oft ist einfach das Immunsystem im Darm überlastet, und die Kraft, die der Umgang mit Zusatzstoffen oder gar Pestizidrückständen kostet, fehlt ihm für die Haut oder die Lunge."

Bei Allergien und Ekzemen sei es einen Versuch wert, einige Monate nur Brot zu essen, das frei von Zusatzstoffen ist. "Am besten Roggenbrot aus Sauerteig, ohne Hefe oder Malz – auch darauf reagieren viele Menschen."

Auch Brot kann Allergikern zum Verhängnis werden
Und nach dem Essen: Brotreste am besten in Stoffbeuteln aufbewahren

Richtig gelagertes Brot bleibt länger saftig

Doch auch wer gesund ist, profitiert von den handwerklichen Spitzenbroten ohne chemischen Firlefanz. Sie sind besonders saftig und bleiben es auch längere Zeit, ohne zu schimmeln. Bei richtiger Lagerung wird nur der Anschnitt trocken.

Am besten wird Brot im Tontopf oder Stoffbeutel aufbewahrt (zur Not reicht auch Papiertüte innen plus Plastiktüte außen), niemals im Kühlschrank. Vor allem aber sind diese Brote einfach köstlich. Wer an vorgeschnittenes Tütenbrot gewöhnt ist, sei gewarnt: Haben Sie einmal gekostet, wie lecker Brot schmecken kann, werden Sie sich mit weniger nicht mehr zufriedengeben.

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