BIZZ-Tipp für perfekte Redner: Reden halten leicht gemacht

Reden halten leicht gemacht
Der Erfolg einer Rede hängt nur zu etwa einem Drittel davon ab, was Sie sagen. Der Rest ist nonverbale Sprache

Eine Rede halten – für viele der Albtraum schlechthin! Doch ein paar kleine Tricks genügen, schon ist Mann der perfekte Redner

"Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo Du aufstehst, um eine Rede zu halten." (Mark Twain). Eine Erkenntnis, die viele auf dem Weg nach oben fast in den Wahnsinn getrieben hätte. Denn egal ob beim Referat in der Schule, bei der Präsentation im Uni-Seminar oder in der Konferenz mit Kollegen: Reden muss jeder – und richtig reden will gelernt sein.

Unspontan total spontan!

Um gleich zu Anfang mit einem Mythos aufzuräumen: Fast niemand ist so spontan, wie er klingt. Das gilt für den Top-Manager genauso wie für uns Menschen beim Fernsehen. Das A und O ist eine gründliche Vorbereitung! Aber: Nur "Fakten – Fakten – Fakten" zu lernen, die anschließend ungeordnet durchs Hirn wabern, ist Unsinn. Eine gute Vorbereitung heißt ganz einfach: Struktur in die Gedanken bringen! Was ist wichtig? Vor wem spreche ich? Was ist mein Ziel?

Ordnung muss sein!

Erster Schritt: brainstormen! Ich schreibe auf, was mir spontan zum Thema einfällt. Zweiter Schritt: zusammenfassen! Diese Gedanken packe ich in Kategorien, in denen Ihre Argumente logisch aufeinanderfolgen. Und schließlich: starten und landen! Ich weiss, dass vor allem der Anfang und das Ende meiner Rede beim Zuhörer hängen bleibt. Deshalb versuche ich, mit einer kurzen Anekdote oder einem lockeren Spruch beginnen und am Schluss meine Kernaussage knackig zur Punktlandung zu bringen.

Nicht nur was, sondern wie!

Natürlich ist der Inhalt Ihrer Rede wichtig – aber nur zum Teil. Untersuchungen zeigen, dass der Erfolg einer Rede nur zu etwa einem Drittel (!) davon abhängt, was Sie sagen. Viel wichtiger ist, wie Sie es sagen! Zu diesem "Wie" gehören Stimme, Betonung, Pausen und alle nonverbalen Signale der Körpersprache. Das heißt also: Sprechen Sie deutlich, ohne zu hetzen! Stehen Sie sicher auf beiden Beinen und halten Sie Blickkontakt! Und: Greifen Sie sich niemals ans Ohr! Psychologen deuten das nervöse Zupfen am Ohrläppchen als Geste der Selbstbestrafung. Ich persönlich kann mich auch an keinen Ohr zupfenden Redner erinnern, dem je ein Publikum Beifall geklatscht hätte ...

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BIZZModerator Stefan Göddeverrät seine Erfolgsrezepteexklusiv für MensHealth.de-Leser

Das Lächeln und die Unterwäsche!

Zum Schluss noch zwei Tipps, mit denen ich jede noch so schwierige Rede gemeistert habe:

1. Rat: Immer innerlich lächeln! Eine positive Grundhaltung wirkt sympathisch auf die Zuhörer.

2. Rat: Stellen Sie sich vor, Ihre Zuhörer wären lediglich mit Unterhosen bekleidet. Menschen in labberigen, hässlichen Feinripp-Unterhosen wirken weniger bedrohlich.

Ihr Lampenfieber ist weg. Garantiert. Aber beim geistigen Entkleiden des Publikums bitte nur innerlich lächeln – und nicht lauthals losprusten.

Und wenn Sie noch einen klugen Spruch suchen, der zu Ihrem Thema passt, sollten Sie unbedingt noch hier vorbeisurfen: www.zitate.de

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