Health Bulletin

Das Neueste aus Gesundheit und Forschung im Juli 2003

Muskelschwund vermeiden
Durch eine Verletzung erzwungene Untätigkeit muss ebenso wenig zum Muskelabbau führen wie ein Flug zum Mars. Das ergab eine Studie, bei der Probanden acht Wochen im Bett liegen mussten, um Schwerelosigkeit zu simulieren. Ein Teil von ihnen wurde täglich 10 bis 15 Minuten mit einem Gerät behandelt, das die Muskeln vibrieren lässt (Galileo Space). 3 Minuten der Behandlung entsprechen einem 10000-Meter-Lauf. Die Trainierer legten sogar Muskelmasse zu, während die anderen 20 bis 30 Prozent verloren.
Quelle: Uni-Klinik Benjamin Franklin, Berlin

Sanftere Augen-Operation
Bei dem LASIK-Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit wird zuerst ein Stück der Hornhaut so eingeschnitten, dass sie sich wie ein Deckel zurückklappen lässt. Bislang geschieht dies mit einem Messerchen (Mikrokeratom), was in zirka fünf Prozent der Fälle zu Schnitt bedingten Komplikationen führt. Bei der neuen Methode wird das Hornhaut-Deckelchen mit einem Femtosekunden-Laser abgehobelt. Einer Studie zufolge entstehen auf diese Weise hochpräzise Schnitte, die seltener zu Komplikationen führen.
Quelle: Universität Michigan

Forschung im Winterschlaf
US-Forscher haben einige Mechanismen entdeckt, die Organe von Tieren im Winterschlaf trotz drastisch erniedrigter Körpertemperatur vor Schäden bewahren. Daraus sollen Verfahren entwickelt werden, mit denen man menschliche Spenderorgane länger aufbewahren kann. Bisher liegt die Grenze bei 36 Stunden, erste Schäden treten schon nach 24 Stunden auf.
Quelle: American Physiological Society

Weltmeister kriegen keine Infarkte
Eine französische Studie zu Todesursachen bei und nach der Fußball-WM 98 hat gezeigt: Am Tag des Finales lagen die InfarktRaten bei den siegreichen Franzosen deutlich unterm Durchschnitt. Das Ergebnis deckt sich mit Beobachtungen in anderen Ländern und bei anderen Fußball-Turnieren: Wichtige Siege der eigenen Nationalmannschaft senken, Niederlagen heben die Infarkt-Raten.
Quelle: Heart

Blaue Beifahrer in Gefahr
Betrunken in einem Auto mitzufahren, ist gefährlich. Wer zum Zeitpunkt eines Crashs Alkohol im Blut hat, erleidet öfter schwere Verletzungen als nüchterne Opfer vergleichbarer Unfälle. Der Verletzungsgrad ist 30 Prozent höher, und der Betroffene braucht außerdem länger, um wieder gesund zu werden. Warum der Alkohol einen Menschen verletzlicher macht, wissen die Forscher noch nicht.
Quelle: Universität Michigan

Abgase senken Fruchtbarkeit
Wer aus beruflichen Gründen den ganzen Tag Autoabgase einatmet, beispielsweise die Kassierer an den Mautstationen, der muss auch als junger Mann um seine Fruchtbarkeit fürchten. Lediglich die Zahl der Spermien war bei den Kassierern und der Kontrollgruppe gleich, alle anderen Spermien-Parameter, zum Beispiel Form und Beweglichkeit, waren dagegen deutlich verschlechtert.
Quelle: Universität Neapel

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