Wie bitte?: Bleibt mein Ohr nach einem Hörsturz taub?

Frage: Seit einem Hörsturz vor ein paar Jahren ist mein linkes Ohr taub. Kann ich es wieder beleben oder bleibt das so?
Norbert Postler, per E-Mail
Taubheit nach Hörsturz
Nach einem Hörsturz sollte schnellstmöglich ein HNO-Arzt aufgesucht werden

Unsere Antwort:

Das hört sich nicht gut an. "Eine Schwerhörigkeit, die aus einem Hörsturz entstand, ist nach so langer Zeit meist irreversibel", sagt Sabine Broweleit, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen und Schwerhörigen. Sie rät, bei einem Hörsturz sofort einen HNO-Arzt aufzusuchen.

Hörstürze sind stressbedingte Durchblutungsstörungen im Gehör. "Wenn die Störung nicht so schnell wie möglich behoben wird, sterben die Härchen in der Ohrschnecke ab." Ohrgeräusche wie unangenehmes Piepen und Pfeifen, Druck auf den Ohren und Gleichgewichtsprobleme sind die typischen Zeichen eines Hörsturzes.

Ist seit dem Hörsturz schon viel Zeit vergangen, haben Sie nur noch die Möglichkeit, die Probleme mit einem Hörgerät auszugleichen. "Es gibt beispielsweise das so genannte Cochlea-Implantat, das Ihnen operativ eingesetzt wird. Die 20.000 Härchen in der Schnecke werden durch zwölf Elektroden ersetzt. Sie müssen aber das Hören neu erlernen und immer einen kleinen Sprachprozessor mit sich herumtragen."

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