Blutpolka in der Waldhütte: Unser Filmtipp "Evil Dead"

Trailer zum Film
Trailer zum Horrorfilm "Evil Dead"

Im Horror-Remake "Evil Dead" fährt eine Gruppe Studenten in ein einsames Waldhaus. Mit dabei: Ein Dämon, viel Blut und jede Menge Splatterspaß

Über 30 Jahre ist es her, dass Regisseur Sam Raimi (Spider-Man 1-3) den Horrorfilmklassiker Tanz der Teufel drehte. Der No-Budget-Film von 1981 ist inzwischen Kult, das simple Storygerüst bis heute Vorlage für viele Horrorfilme: Eine Gruppe von Studenten verbringt ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte, beschwört versehentlich einen Dämon und wird darauf nacheinander dahingemetzelt. Für das diesjährige Remake verfügte Nachwuchsregisseur Fede Alvarez offenbar nicht nur über mehr Geld, sondern auch über mehr Kunstblut als Raimi. „Der schockierendste Film, den Sie jemals sehen werden“, lobt sich Evil Dead selbst. Tatsächlich setzt die Neuverfilmung, wie das Original, weniger auf indirekte Grusel- oder Schockeffekte, sondern auf brutale Splatterszenen. Das heißt im Klartext: Evil Dead ist eine nervenaufreibende Blutpolka, die vor allem Horrorfans einen Mordsspaß bereiten wird. Robuste Nerven und Mägen vorausgesetzt.

Evil Dead: Eine Gruppe von Studenten verbringt ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte, beschwört versehentlich einen Dämon und wird darauf nacheinander dahingemetzelt
Das klassische Storygerüst vieler Horrorfilme: Eine Gruppe von Studenten verbringt ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte und wird darauf nacheinander dahingemetzelt

Darum geht’s in Evil Dead: Mia (Jane Levy) soll endlich ihre Drogensucht besiegen. Dafür verfrachten ihr Bruder David (Shiloh Fernandez) und 3 ihrer besten Freunde Mia in eine abgelegene Waldhütte. Statt ihre eigenen Dämonen zu besiegen, findet Mia allerdings einen neuen. Der Grund: Ihre Freunde entdecken im Keller der Hütte ein in Stacheldraht gewickeltes mysteriöses Buch. Als sie es öffnen und daraus vorlesen, nimmt das Unheil seinen Lauf.

Evil Dead: ein kurzweiliger Horrorspaß für Genrefans mit viel Blut und Schrecken
"Evil Dead": kein Film für die Date-Night

Nur für harte Kerle
Alvarez zitiert in Evil Dead viele Elemente des Originals, dessen ungekürzte Fassung in Deutschland übrigens immer noch auf dem Index steht. Zum Beispiel Raimis legendäre, wacklige Kamerafahrten durch den Wald. Den humorigen Trash-Charme der Vorlage gibt es dagegen nicht mehr. Evil Dead ist ein professionell und gut gemachter, düsterer und sehr brutaler Horrorfilm. Daher auch eher nicht geeignet für die Date-Night. Denn es wird zwar erfreulicherweise an übertriebenen digitalen Effekten gespart, an Blut jedoch nicht. Einige Szenen sind in der Tat schwer zu ertragen. Immerhin ist Evil Dead damit eine perfekte Herausforderung für harte Kerle.      

Fazit: Der schockierendste Film, den Sie jemals sehen werden? Nicht ganz. Aber ein kurzweiliger Horrorspaß für Genrefans mit viel Blut und Schrecken.

Evil Dead (USA 2013)
Regie: Fede Alvarez
Drehbuch: Fede Alvarez, Rodo Sayagues           
Darsteller: Jane Levy, Shiloh Fernandez, Lou Taylor Pucci
Länge: 91 Minuten
Start: 16. Mai 2013

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