Tumorfrüherkennung: Neuer Bluttest entlarvt Lungenkrebs

Früherkennung: Ein Bluttest macht Tumore in der Lunge schneller erkennbar
Bisher war Lungenkrebs in frühen Stadien kaum erkennbar. Mit Hilfe eines neuen Bluttests können Ärzte die Tumore schneller entdecken

Lungentumore lassen sich durch einen neuen Test schnell erkennen. Dadurch steigen die Heilungschancen

Mit Hilfe eines neuen Bluttests ist es Ärzten offenbar möglich, Lungenkrebs früher zu diagnostizieren, so eine Bonner Studie. Für Betroffene bedeute dies: erfolgreichere Behandlungs- und Heilungschancen. Denn je früher man Lungentumore erkenne, desto größer sei die Chance den Krebs zu überleben, so die Forscher der Universität Bonn und des Kölner Uniklinikums.

Da im ersten Stadium einer Lungenkrebserkrankung kaum Symptome auftreten, erkenne man den Krebs in nur 15 Prozent aller Fälle so früh, dass eine Heilung noch möglich sei, so Studienleiter Joachim Schultze. Erst in späteren Stadien, wenn die Tumore an den Bronchien anlägen, würde sich der Krebs durch blutigen Reizhusten bemerkbar machen. Bei späten Diagnosen stehen die Prognosen für den Patienten schlecht. Selbst mit modernsten Therapien könne man lediglich den Zeitpunkt des Todes noch hinauszögern, so Schultze.

Durch den neuen Bluttest könne man die Früherkennungsrate allerdings steigern, so das Forscherteam um Schultze. Von rund 200 Lungenkrebspatienten analysierten die Mediziner das Blut und verglichen es mit dem von gesunden Menschen. Ergebnis: Sie fanden mehr als 480 genetisch abgewandelte Moleküle, deren Konzentration sich verändert, wenn man an Lungenkrebs erkrankt. Aufgrund der veränderten Konzentrationen ließe sich ein Lungentumor erkennen, auch wenn keine Symptome vorlägen, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Clinical Cancer Research".

Zur Zeit plant das Forscherteam eine größere Studie mit rund 2000 Patienten, welche die bisherigen Ergebnisse bestätigen soll. Erst dann wird es den Test auf dem Markt geben.

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