Pornosperre: Briten führen Pornofilter ein

Briten führen Pornofilter ein
Ab 2014 soll eine Pornosperre in Großbritannien eingeführt werden

2014 wird in Großbritannien ein Pornofilter eingeführt. Betroffen sind alle Kunden von Internet Service Providern und Nutzer öffentlicher WLAN-Netze

Ab 2014 wird den Briten der Saft abgedreht. Die Mehrheit der Internet-Zugänge und öffentliche WLAN-Netze in Großbritannien werden laut Regierung mit einem Pornofilter versehen, der pornographische Inhalte blockiert, die auf so genannten Sperrlisten verzeichnet sind. Freunde frivoler Filmchen dürften nicht allzu sehr von der Entscheidung unter Premierminister David Cameron begeistert sein, allerdings kann die Sperre, die nur aktiv ausgeschaltet werden kann, zumindest zu Anfang noch umgangen werden.

Wie? Das weiß Claire Perry, Beraterin Camerons: "Die Filter sind automatisch aktiv. Wenn man sie gegen 21 Uhr am Abend ausschaltet, werden sie automatisch um 7 Uhr morgens wieder aktiv." Beteiligte Provider des Abkommens sind Sky, BT, Talktalk und Virgin, die zusammen im Jahr 2011 17,6 der insgesamt 19,2 Millionen Breitbandnutzer des Landes versorgt haben. 

Da der Pornofilter lediglich Inhalte einer Sperrliste blockiert, die kaum alle Pornoseiten im Netz abdecken dürfte, wird es aber dennoch weiterhin möglich sein, Schmuddelbildchen und Videos zu konsumieren. Außerdem werden soziale Netzwerke, Bilderdienste oder auch Blogs durch dieses Raster fallen.

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