Beschwerden, die Ärzte gerne übersehen: Brustkrebs und andere Frauenkrankheiten bei Männern

Unentdeckte Leiden: Krankheiten, die Ärzte gerne übersehen
Frauenkrankheiten bei Männern: Wir haben Ladykiller unter die Lupe genommen

Brustkrebs und andere Frauenkrankheiten bedrohen auch Männer. Wir sagen Ihnen welche, und was Sie tun sollten

Heimtückisch: Nicht nur Betroffene, auch ihre Ärzte übersehen die Krankheiten oft. Men's Health hat die Ladykiller genauer unter die Lupe genommen. Wir zeigen wie man den Frauenkrankheiten vorbeugen und sie besiegen kann.

Brustkrebs: Jährlich erkranken 400 Männer an einem dieser gefährlichen Tumore. Natürlich sind die Brüste Ihrer Liebsten hübscher als Ihre, doch sonst gibt es keinen großen Unterschied. Auch Sie haben Nippel und Drüsengewebe – und können Brustkrebs bekommen. Die Wahrscheinlichkeit ist zum Glück gering, aber nicht gleich null. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland im Jahr 400 Männer an Brustkrebs, während die Diagnose 50000 Frauen trifft. "Doch die Zahl der jüngeren Männer mit Beschwerden steigt“, sagt Allgemeinmedizinerin Dr. Dagmar Just aus Karlstadt. "Probleme treten vor allem bei Sportlern auf, die Anabolika einnehmen."

Den Ladykiller besiegen: Wenn Brustkrebs in Ihrer Familie gehäuft auftritt, sollten Sie das bei der Krebsvorsorge erwähnen und auf einer Untersuchung bestehen. Bester Schutz ist aber das regelmäßige Abtasten – das gilt für Sie wie für Frauen. Einmal im Monat sollten Sie das Gewebe um die Brustwarze sowie die Lymphknoten der Achselhöhlen mit den Fingern auf Knoten und Verhärtungen untersuchen.

Machen Sie sich aber nicht gleich verrückt, wenn Sie tatsächlich welche finden: Oft handelt es sich nur um ein harmloses Lipom, also um einen Fettknubbel. Lassen Sie das aber unbedingt klären! Ernst zu nehmen sind auch Veränderungen der Brustwarze. Wenn sie sich zurückzieht, Sekrete oder Blut austreten, müssen Sie zum Arzt. Besteht begründeter Verdacht auf Brustkrebs, führt der ein Ultraschall oder eine Mammographie durch. Häufig wird auch eine Gewebeprobe entnommen und zur Untersuchung eingeschickt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird bei Männern die gleiche Therapie angewandt wie bei Frauen: Operation und Chemotherapie.

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