Ausgebrannt: Burnout im Schlaf

Wann kommt der Schlaf?
"Eines Tages wachen Sie auf und können einfach nicht mehr aufstehen."

Von wegen "zu viel Stress": Das Burnout-Syndrom wird durch veränderte Schlafgewohnheiten hervorgerufen

Einen Burnout bekommt man nicht durch viel Stress, vielmehr spiele das Schalfverhalten bei diesem andauernden Erschöpfungszustand eine wichtige Rolle, glauben Forscher aus Schweden. Sie haben deshalb eine Behandlungsmethode entwickelt, die sich hauptsächlich um das richtige Schlafen dreht.

Torbjörn Åkerstedt vom Karolinska Institut: „Burnout befällt hauptsächlich Leute, die sehr hart arbeiten. Eines Tages wachen sie auf und können einfach nicht mehr aufstehen.“ Bis jetzt würden immer viel Stress dafür verantwortlich gemacht. Åkerstedt glaubt aber, dass Menschen im allgemeinen gut mit Stress umgehen können. Vielmehr würden sie ausbrennen, wenn in dieser Situation ihre Schlafgewohnheiten gestört würden.

Gute Nacht ist Gold wert

35 Patienten hatte er mit seinem Team untersucht. Dabei stellte er fest, dass die Getesteten komplett zerstückelte Schlafschemata hatten. Åkerstedt glaubt, dass Stress und Sorgen die Schlafrhythmen durcheinander gebracht hätten. Und die sorgten dann dafür, dass sich die Gestressten nicht mehr erholen könnten.

Dann brauche es mehr als ein Wellness-Wochenende, damit die Ausgebrannten wieder auf die Füße kämen. Zuerst müsse der Schlafrhythmus wieder in Ordnung gebracht werden, bis sich der Patient wieder erholen könne, so der Forscher.

Stress-Klinik

In seiner Klinik setzt der Forscher deshalb auf eine Kombinationstherapie von strikter Schaf-Hygiene und Verhaltenstherapie, um dem Burnout einhalt zu gebieten. Dabei bringt er den Patienten eine neue Sichtweise auf ihre Leistungen bei und reduziert damit deren Stresslevel.

Sponsored SectionAnzeige