Kampfsimulation: Capoeira

Capoeira ist sehr akrobatisch
Bei der Kampfsportart Capoeira dreht sich alles um Rhythmus und Körperbeherrschung

Bei der brasilianischen, sehr rhythmischen Kampfsportart werden Angriffe lediglich angedeutet

Worum geht’s bei Capoeira? Capoeira ist ein simulierter Kampf, auch Spiel genannt, mit Musikbegleitung. Zwei Akteure stehen sich im Kreis der Mitspieler gegenüber. "Zwischen den beiden findet ein körperlicher Dialog statt", so Tobias Groß, Capoeira-Dozent an der Uni Hannover. Dieser erfordert viel Akrobatik: "Oft gehen die Schläge und Tritte nur um Haaresbreite am anderen vorbei."

Woher kommt Capoeira? Aus Brasilien. Dort schufen afrikanische Sklaven den Kampftanz in der Kolonialzeit, vermutlich als getarntes Selbstverteidigungs-Training. Im Lauf der Zeit gab es viele Verbote, offiziell erlaubt ist Capoeira seit 1937. Die ersten europäischen Gruppen formierten sich in den 1980ern ( www.capoeuropa.com). Heute gibt es zwei Arten: die klassische Angola- und die von anderen Kampfstilen beeinflusste Regional-Variante.

Fitnessprofil Capoeira
Das Fitnessprofil zeigt wie bedeutend Beweglichkeit beim Capoeira ist

Wie sieht das Capoeira-Training aus? Normalerweise dauert es ein bis
zwei Stunden. Erst werden Grundbewegungen wie Handstand und Radschlag geübt, es folgen Partner-Kombinationen, und zum Schluss gibt es freie Spiele.

Was brauche ich für Capoeira? Tonangebend sind die Instrumente der Mitspieler (gebogene Holzstöcke mit Drahtsaiten, Rasseln und Trommeln). Traditionelles Outfit: schwarze Hose, gelbes Shirt – oder ganz in Weiß.

Was habe ich vonCapoeira? Sie schulen nicht nur Ihr Körper-, sondern auch Ihr Rhythmusgefühl.

Wo erfahre ich mehr über Capoeira? Über www.capoeirabrasil.de gelangen Sie zum Capoeira-Verband Grupo Capoeira Brasil. Hier gibt's eine Vielzahl von Informationen sowie ein Online-Shop. Unter www.capoeiraschule.com finden Sie eine Liste ausgewählter Capoeira-Schulen. Den Deutschen Capoeira Bund fiden Sie unter www.decb.de

Schrittfolge beim Capoeira
Schrittkombination beim Capoeira

Beim Handstand-Kick soll der Fuß den Gegner knapp verfehlen

HANDSTAND-KICK

A Starten Sie aus dem Grundschritt „Ginga“: linker Fuß zurück, linken Arm vor der Brust nach rechts führen.
B Arme nach links schwingen, Hüfte eindrehen, Oberkörper immer weiter vornüberbeugen. Dabei vorderen Fuß auf der Ferse drehen, anderes Bein heben.
C Beide Hände auf den Boden, einen halbkreisförmigen Fußtritt machen.

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