Industriestoffe: Chemiefasern – öfters mal waschen

Der große Wäsche-Guide für Männer
Der Ausgangsstoff für synthetische Fasern ist meistens Erdöl

Die Industrie hat eine Vielzahl von Chemiefasern entwickelt, die Wäsche beim Tragen funktioneller machen soll

Synthetische Fasern werden in einem aufwendigen Verfahren hergestellt. In der Regel aus dem Rohstoff Erdöl. Die zähe Spinnmasse wird durch eine Düse gedrückt. Fasern entstehen, und zwar so viele, wie die Düse Löcher hat. Wäsche aus Kunstfasern sitzt gut und fühlt sich angenehm leicht auf der Haut an. Körperschweiß wird schnell aufgenommen und an die Aussenseite abgegeben. Der Nachteil: es bilden sich schnell unangenehme Gerüche. Materialien wie (Poly-) Acryl und Polyamid vertragen allerdings keine allzu hohen Temperaturen in der Waschmaschine. Polyester darf heißer gewaschen werden.

Die Hersteller versuchen schlechte Gerüche mit antibakteriellen Beschichtungen oder speziellen Herstellungstechniken einzudämmen. Mikrofasern wie Meryl, Micro-Polyester oder Micro-Polyamid sind besonders atmungsaktiv. Hier werden viele superdünne Fädchen zu einem Faden versponnen. Polypropylen hat eine spezielle Wabenstruktur, die übermässiges Schwitzen verhindert. Tactel® wird auf der Basis von Polyamid hergestellt. Es ist pflegeleicht und atmungsaktiv, so dass die Wärme- und Feuchtigkeitsregulation erhalten bleibt. Elasthan – auch bekannt als Lycra ® von DuPont – ist hochelastisch. Die Faser lässt sich um das drei- bis siebenfache seiner Länge dehnen ohne zu reißen und nimmt hinterher seine Form wieder an. Wäsche mit Lycra®-Anteil sitzt daher nicht nur gut, sie hält auch besonders lange. Lycra® wird meistens in Verbindung mit einer anderen Faser verwendet. Zum Beispiel in einer Kombination aus Polyester und Polyamid, die besonders weich und hautverträglich ist.

Cellulosefasern – aus Holz aber nicht ganz natürlich
Fasern wie Acetat, Cupro, Modal oder Viskose bestehen aus Cellulose (Holz). Das hört sich natürlich an, reine Naturfasern sind sie aber nicht: für die Herstellung ist ein aufwendiges chemisch-technisches Verfahren nötig. Dafür sitzen sie sehr gut, sind hautfreundlich und weich.

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