Minus 25 Kilo: Ciao Fritten, hallo fit

David wog vorher 105 Kilo und nachher 80 Kilo
David (24; 1,85 m) hat abgenommen: vorher wog er 105 Kilo und nachher 80 Kilo

Fast Food war sein Laster, Salat und Sport retteten ihn. Im Abspeck-Interview erzählt Leser David seine Geschichte und liefert eine kreative Lösung für ein Training (fast) ohne Studio

Sie haben insgesamt 25 Kilogramm abgenommen. Was war der Auslöser?
Ich hatte mal zu meiner Frau gesagt: Wenn die Zahl auf der Waage dreistellig wird, ziehe ich die Reißleine. Bei 105 Kilogramm wurde mir schließlich klar, dass ich in meinem Job als Erzieher den Kindern kein Vorbild mehr sein kann. Da machte es endgültig klick bei mir. Im Rahmen einer Umstellung zum Bewegungskindergarten, bei der wir einen Übungsleiterschein machen mussten, fand ich den Spaß am Sport wieder. Ganz klischeehaft zum neuen Jahr begann ich mit meinem Abnehm-Projekt. Das liegt mittlerweile mehr als 3 Jahre zurück.

Stichwort Spaß: Was genau gehörte denn zu Ihrem Sportprogramm?
Zunächst meldete ich mich im Fitness-Studio an und ging joggen. Doch mir fehlte die Zeit, und es nervte mich, abends im Studio auf freie Geräte zu warten. Also beschloss ich, zu Hause zu trainieren. In meiner Einzimmerwohnung nahm die Hantelbank recht viel Platz weg. Da kam mir die Idee, mein altes Gartenhäuschen in ein Mini-Fitness-Studio umzuwandeln. Auf den knapp 4 Quadratmetern installierte ich eine Hantelbank, einen Heimtrainer und einen Boxsack. Mindestens 4-mal in der Woche zog ich im Muckibüdchen mein Programm durch, damit ich in Form komme. Vorher ging ich entweder eine Runde joggen oder machte vor der Haustür Seilspringen, um mich aufzuwärmen.

Reichte allein der Sport oder mussten Sie auch Ihre Ernährung umstellen?
Ein Fan von Süßigkeiten bin ich zum Glück nie gewesen, mein Laster war eher Fast Food. Es gab eine Reihe von Dingen, die in meiner Ernährung nicht stimmten. Mein Ansatz war dann, so weit wie möglich auf Kohlenhydrate zu verzichten. Wenn ich mir heute zum Beispiel ein Steak gönne, lasse ich Pommes und Mayo weg und esse stattdessen einen leckeren Salat dazu. Hin und wieder mache ich aber auch eine Ausnahme: Wenn ich beispielsweise mal am Wochenende mit Freunden zum Fußball gehe, genehmige ich mir einen Cheat-Day in Sachen  Essen und Trinken. Das muss sein, sonst wär’s echt schwer, die gesunde Linie durchzuhalten.

Erhielten Sie von außen Unterstützung auf dem Weg zum Waschbrettbauch?
Meine Frau hat mich bei dem Projekt, das ich inzwischen wie ein Hobby betrachte, immer unterstützt. Sie kauft für mich gesunde Dinge ein, auch wenn sie selbst eher mal Lust auf was Süßes hat. Noch weiter abnehmen will ich aber nicht, ich habe mein Wunschgewicht erreicht. Dennoch verfolge ich weiter einen gesunden Lebensstil und versuche, noch ein bisschen mehr an Muskelmasse aufzubauen. Manchmal verliere ich auf meinem Weg das Selbstvertrauen. Dann holt mich meine Frau  auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigt mir zum Beispiel, dass ich früher nicht mal in die Hose gepasst habe, die ich gerade trage.

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