Unkonventionell: Comme des Garcons

Die Designerin Rei Kawakubo
Die Designerin Rei Kawakubo

Kommerzielle Kleidung ist hier Fehlanzeige, Mode wird als künstlerisches Produkt gesehen

Wer steckt dahinter?
Rei Kawakubo, geboren 1942 in Tokio, ist Designerin und Eigentümerin der 1973 von ihr selbst gegründeten Gesellschaft. Die Designer Junya Watanabe und Tao Kurihara entwerfen die Comme des Garcons Hauptlinie.

Wie fing es an?
Kawakubo studierte Kunst in Tokio und gründete das Label Comme des Garcons (frz. "wie die Jungen") 1969. Die erste Herrenlinie wurde 1978 eingeführt. 2008 brachte das Label eine Kollektion für H&M auf den Markt - innerhalb von 15 Minuten war alles ausverkauft.

Was machte das Label berühmt?
Die erste große Modenschau 1981 in Paris war ein Schock für die gesamte Modewelt: Comme des Garcons präsentierte zerrissene Kleider. Rei Kawakubo selbst sagt über das Ziel ihrer Kollektionen: „Jede Saison radikal neue Kleidungsstücke schaffen, Formen, die noch nie jemand gesehen hat.“ Ihre Kleidung richtet sich klar gegen den Kommerz, sie fordert den Betrachter auf über die Mode nach zu denken.

Was ist typisch für das Label?
Ästhetik der Kargheit, ganz dem japanischen Verständnis entsprechend. Kawakubo legt Wert auf die Schönheit des Unvollkommenen und entwickelte ganze Kollektionen mit unversäuberten, nach außen gekehrten Nähten. Sie lässt zwei Sakkos, das eine kurz, das andere lang, übereinander tragen oder kreiert Hemden mit doppelten Kragen und asymmetrischen Verschlüssen. In ihren Anfängen beschränkte sie sich auf Schwarz, später kamen immer mehr Farbelemente in ihre Kollektionen.

Infos im Internet unter:
comme-des-garcons.com

 

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