Sixpack-Team: „Meine Lauf-Dosis macht’s“

Rhein sportlich: Daniel promeniert im Laufschritt den Fluss entlang
Daniels Weg zum Waschbrettbauch: Nach drei Monaten gilt es die Bauchmuskeln zu definieren

Früher verlor Daniel durch das Joggen Muskelmasse, heute beschert ihm der Sport ein Sixpack. Hier verrät er, wie’s geht

Ausdauersport mache ich schon ewig. Ich laufe sehr gerne – dann vergesse ich alles, was mich im Alltag stresst, und anschließend fühle ich mich immer richtig ausgeglichen. Böse Zungen werden jetzt sagen: Ein Training, bei dem man entspannt, kann nicht effektiv sein. Mag sein. Aber ich halte dagegen: Ein entspanntes Training ist besser als gar kein Training. Und Coach Stephan gibt mir zusätzlich Rückendeckung – er sagt: Als begleitendes Training beim Muskelaufbau ist lockeres Tempo viel besser als zügiges.

Leider ist das Laufen mit ein Grund, dass ich früher keine Muskeln aufgebaut habe und immer ein wenig dünn dahergekommen bin. Nicht, dass Ausdauersportler keine Muskeln haben könnten. Aber man darf nun mal nicht vergessen, Hanteln zu stemmen. Und noch wichtiger: Man muss richtig viel essen, sonst wird man im Lauf der Zeit so wie ich: schlank, aber muskulär eher suboptimal trainiert. Das Tolle ist: Die richtige Kombination der drei Bausteine Ernährung, Kraft- und Ausdauertraining bringt relativ rasch optische Erfolge. Ich sehe schon Andeutungen eines Sixpacks. Meine Taille ist deutlich schmaler, die Brust breiter geworden – die Plackerei lohnt sich also, keine Frage. Und auch meine Freundin Ursula ist mächtig stolz auf mich: „Wie du das alles durchhältst.“ Na klar, diese sechs Trainingseinheiten pro Woche mache ich mit links!

Rhein sportlich: Daniel promeniert im Laufschritt den Fluss entlang

Rhein sportlich: Daniel promeniert im Laufschritt den Fluss entlang

Allerdings muss ich aufpassen, wie ich die Einheiten verteile. Ich habe mal den Fehler gemacht, an einem Abend joggen zu gehen und am nächsten Tag Beintraining im Studio zu machen. Das war echt hart! Und natürlich nicht so effektiv. Also, man muss unbedingt darauf achten, mindestens einen vollen Tag Pause zu haben zwischen zwei Einheiten, die ein und dieselbe Muskelgruppe ansprechen.

Wo ich gerade beim Thema Pausen bin: In der letzten Woche hat Stephan mit uns ein so genanntes De-Training durchgeführt. Auf gut Deutsch: sieben Tage Pause für die Muskeln. Damit wir trotzdem in Schwung bleiben, sind wir viermal locker laufen gewesen. Ein Supergefühl war das! Ich konnte meine Muskeln förmlich aufatmen hören. Tatsächlich hatte ich nach dieser Woche der Entspannung beinahe den Eindruck, dass sich meine Muskulatur wieder zurückbildet, was natürlich Quatsch ist. Dadurch war ich noch heißer auf kommende Krafttrainings-Einheiten – zur rechten Zeit ist eine Pause also auch ungeheuer motivierend. Kein Wunder, holt sich der Körper doch in der Phase der Regeneration all das, was er für das Wachstum der Muskulatur benötigt.

Nun muss ich noch von einem Phänomen erzählen, dass mir auch unser Coach nicht erklären konnte: Im Studio, das ich besuche, stehen zehn Laufbänder nebeneinander. Wieso stellt sich der nächste Trainierende jedes Mal genau auf das Gerät neben mir? Im Klo stellt sich doch auch niemand ans Nachbar-Pissoir! Am Anfang hat mich das auf dem Laufband immer rausgebracht. Ich habe mich erst mal innerlich darüber aufgeregt, bevor ich wieder laufen konnte. Inzwischen muss ich darüber schmunzeln. Zum Lachen ist mir auch, wenn ich auf meine Leistungsverbesserung schaue. Ich schaffe inzwischen 35 Sit-ups pro Minute, zu Beginn unseres Projektes waren es gerade mal zehn. Die Zahl der Klimmzüge habe ich von drei auf neun verdreifacht. In der Beinpresse schaffe ich mittlerweile 190 Kilo – darüber freue ich mich riesig. Und jetzt beginnt der Endspurt – nächsten Monat wird dann abgerechnet!

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