6 Strategien: Daran erkennen Sie ein gutes Ergometer

Daran erkennen Sie ein gutes Ergometer
Kaufen Sie das falsche Gerät, haben Sie schon bald keine Lust mehr, sich darauf abzurackern

Reifenpannen riskieren Sie bei diesem Fitnessgerät nicht, doch wenn Sie beim Kauf daneben greifen, ist aus Ihrem Training schnell die Luft raus. So gehen Sie mit Ihrem Ergometer sicher auf große Fahrt

1. Sattel
Die Neigung muss verstellbar sein – am besten im Sitzen. Sonst beginnt Ihr tägliches Fitnessworkout mit zehnmaligem Auf- und Absteigen (falls mehrere Personen strampeln). Praktisch sind kleine Rädchen unterm Sattel. Achten Sie beim Kauf zudem auf die Bohrlöcher im Sattelrohr: je mehr es sind, desto genauer lässt sich die Höhe einstellen. Am schnellsten sind Sie mit einer Zahlenskala an den Löchern startklar. Für längere Touren: ein Sattel mit Geleinlage, der sich dem Gesäß optimal anpasst.

2. Rahmen
Ist der Rahmen aus massivem Rohr (Stahl) oder wackelt er schon bei der kleinen Probefahrt im Geschäft, sobald Sie einen Gang zulegen? Bei Problemen mit dem Hüft- oder Kniegelenk sollten Sie außerdem auf einen möglichst niedrigen Rahmeneinstieg achten.

3. Pedale
Breite Pedale mit Profil aus trittsicherem Material, zum Beispiel Gummi, sind wichtig, damit Sie nicht abrutschen. Bei schweren Programmen mit erhöhtem Kraftaufwand kriegen Sie besser die Kurve, wenn sich die Füße mit Riemen zusätzlich anschnallen lassen. Falls Sie sich auch dem Ergometer zuliebe nicht vom Tretgefühl Ihres Rennrades trennen können, fragen Sie beim Kauf, ob sich das Gewinde der Pedale in das Ergometer einbauen lässt.

4. Lenker
Hygienisch bei kraftvollen Strampelaktionen ist ein Lenker mit einem Bezug aus wasserabweisendem Material, etwa Polyurethan-Schaumstoff. Schweiß lässt sich einfach abwischen. Hartgummi liegt weniger angenehm in der Hand, man rutscht leichter ab, wenn man mal so richtig zupacken will. Der Lenker sollte außerdem verstellbar sein und unterschiedliche Griffpositionen ermöglichen – so kann man seine Haltung variieren, und das Training wird etwas abwechslungsreicher.

5. Antrieb
Fragen Sie den Verkäufer, welchen Antrieb das Ergometer hat. Rillen- oder Zahnriemen übertragen die Muskelkraft optimal aufs Schwungrad (das Gewicht, das Sie durchs Strampeln zum Rotieren bringen). Ein Keilriemen ist zu glatt – rutscht er durch, treten Sie ins Leere. Wichtig ist auch die Art der Bremse, die die Schwungmasse hemmt und so den Tretwiderstand erzeugt, gegen den Sie ankämpfen. Erste Wahl sind Magnet- oder Wirbelstrombremsen. Ihr Vorteil: geringer Verschleiß, man tritt gleichmäßig rund und schont so die Gelenke.

6. Pulsmesser
Von den Möglichkeiten, den Puls bzw. die Herzfrequenz zu messen, ist der Brustgurt klar die beste. Er wird so um den Körper gespannt, dass er auf der Haut direkt unterhalb des Brustansatzes anliegt. Per Funksignal werden die Herzfrequenzen dann an den Computer oder an eine Uhr am Handgelenk übertragen – EKG-genau. Anders der Ohrclip: Er versagt in 60 Prozent der Fälle (etwa bei schlechter Durchblutung der Ohrläppchen oder großen Ohrlöchern). Und: Man muss eine relativ ruhige Körperhaltung bewahren, damit er nicht verrutscht.

7. Computer
Auf diese Funktionen kommt es an: Neben der Wattanzeige (ohne ist es kein Ergometer, sondern nur ein Heimtrainer, der weniger exakt arbeiten muss) und dem Pulsmesser sollte der Bordcomputer die gefahrene Zeit, Ihre aktuelle Geschwindigkeit und die theoretisch zurückgelegte Entfernung anzeigen. Damit können Sie Ihre Trainingswerte vergleichen und Leistungssteigerungen bemerken.Die Berechnung des Kalorienverbrauchs ist zwar nicht unbedingt exakt, dafür aber motivierend. Auch Ihre Trittfrequenz sollten Sie ständig im Auge behalten können, weil schnelles Treten bei geringem Widerstand schonender für Muskeln und Bänder ist. Alternativprogramme sorgen zwar für Abwechslung, sind aber nicht zwingend, da man sich meist Wattzahl oder Pulsfrequenz vorgibt.

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