Trekkingausrüstung: Daran erkennen Sie gute Wanderschuhe

Robustes Schuhwerk ist unverzichtbar
Besteht das Außenmaterial aus Leder, hält der Wanderschuh länger

Wanderschuhe sind für jede Trekkingtour ein Muss. Men's Health sagt Ihnen, worauf es beim Kauf ankommt

1: Schaft Er muss Halt bieten und angenehm sitzen. Die Polsterung schützt die Knöchel vor Stößen (hier: Patagonia Nomad). Ein hoher Schaft über Knöchelniveau mindert das Umknicken und hält Schmutz ab. Vorsicht: Bei zu festem Schaft leidet die Beweglichkeit.

2: Schnürung Achten Sie auf eine leichtgängige Schnürung. Die reißfesten Senkel sollten leicht rutschen. Bei einem festen, hohen Schaft bewährt sich eine Schnürung mit Klemmösen: Damit können Sie den Schuh unten fest und oben locker schnüren - das steigert den Gehkomfort.

3: Material Das Außenmaterial besteht idealerweise aus Leder (hält länger), Kunstfaser (ist leichter, etwa Nylon) oder einem Mix. Gut: Veredelung mit wasserdichten, atmungsaktiven Klima-Membranen wie Gore-Tex.

4: Passform Ihre Ferse muss genau sitzen – sie darf weder nach oben rutschen noch drücken. Wer dort auch nur leicht rutscht, wird mit Blasen bestraft. Der Mittelfuß sollte fixiert sein, am Schaft muss der Schuh den Knöchel wie eine zweite Haut umschließen und sich fest zuschnüren lassen, ohne dass es auf dem Fußrücken drückt. Sie neigen zu Druckstellen? Dann sollten Sie es mit extradicken Socken oder speziellen Einlegesohlen probieren. Die Zehen sollten nirgends anstoßen.

5: Sohle Sollte aus strapazierfähigem Gummi (wie beispielsweise Vibram) sein, stark profiliert und rutschfest für sicheren Halt im Gelände. Sie muss auf jedem Untergrund stabil, aber auch flexibel genug fürs Abrollen des Fußes sein.

Weitere 3 Dinge, die Sie beim Kauf von Wanderschuhen beachten sollten:

  • Probe Am besten gehen Sie nachmittags zum Wanderschuhkauf, denn der Fuß schwillt im Verlaufe des Tages an. Ziehen Sie unbedingt die Socken an, die Sie später auch auf der Tour tragen werden. Kaufen Sie nur in Geschäften, die den Fuß ausmessen können und die einen künstlichen Parcours mit einer schiefen Ebene fürs Bergauf- und ablaufen bieten.
  • Platz Besonders bergab schieben sich beim Abrollen die  Füße im Schuh nach vorne, und Sie stoßen mit den Zehen an. Sie brauchen also mindestens einen Fingerbreit Platz. Darüber hinaus sollten Sie feststellen, ob der Schuh flexibel abrollt  je geschmeidiger dies vor sich geht, desto besser. Dabei sollte der vordere Abrollpunkt unmittelbar unter dem Ballen liegen.
  • Preis Die Kosten für einen Wanderschuh hängen vor allem vom Terrain ab, auf dem sie getragen werden. Gute Leichtwanderstiefel und Multifunktions-Outdoor-Schuhe für eher flaches Gelände und gutes Wetter bekommen Sie bereits ab etwa 90 Euro. Für Bergstiefel mit Membran, mit denen Sie auch bei schlechter Witterung tagelang die Gipfel erklimmen können, dürften Sie mindestens 140 Euro im Laden lassen.
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