Blut im Stuhl: Darmkrebsvorsorge ist Pflicht

Ein Turmor im Darm wächst meist langsam und unbemerkt
Darmkrebs: Wenn man ihn erst spät bemerkt, ist es meistens schon zu spät

Etwa jede siebte Krebserkrankung in Deutschland betrifft den Darm, wobei wiederum zwei Drittel davon den Dickdarm betreffen. Darmkrebsvorsorge ist also Pflicht, Männer!

Im Jahr 2011 erkrankten 34276 Männer und 28695 Frauen neu an Darmkrebs, rund 14000 Männer starben im selben Jahr an Darmkrebs „Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für Darmkrebs allerdings deutlich an“, sagt der Münchner Gastroenterologe Dr. Martin Strauch. Wer auf Blut im Stuhl positiv getestet wurde oder von einem Darmkrebsfall in der Familie weiß, ist deshalb ein Kandidat für eine Darmspiegelung. Interessant zu wissen, dass eine ungesunde Ernährung für 90 Prozent aller Darmtumore verantwortlich ist, der Rest ist genetisch bedingt. Verwandte ersten Grades von Patienten mit Darmkrebs erkranken häufig ebenfalls.

Ernährung beeinflusst Dickdarmkrebsrisiko

Übergewicht und Bewegungsmangel in Kombination sowie eine fettreiche und ballaststoffarme Ernährung erhöhen die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken. Auch Rauchen und Alkohol können Einfluss auf die Entstehung von Darmkrebs haben. 

Für die Umstellung auf eine gesunde Ernährung ist es dabei nie zu spät. Dazu gehören in erster Linie ein hoher Anteil an Obst und Gemüse sowie einfach ungesättigte Fette (z. B. Olivenöl, Avocado) und mehrfach ungesättigte Fette (Fisch, Rapsöl).

Symptome
Ein Tumor im Darmbereich verursacht lange Zeit meist keine Beschwerden, und bleibt daher oft viel zu lange unentdeckt. Die ersten Symptome sind daher auch eher unspezifisch und könnten auch Ursache von anderen Darmerkrankungen sein. Daher immer ab zum Arzt, wenn eines der Symptome länger anhält.  

Diese Symptome könnten Anzeichen für eine Darmkrebserkrankung sein: 

  • drastischer Gewichtsverlust ohne eine plausible Erklärung
  • eine plötzliche Veränderung der Stuhlganggewohnheiten
  • unspezifische Bauchschmerzen
  • Auffälliger Stuhl (Blut im Stuhl - färbt den Stuhl rot bis schwarz)
  • häufig gleichzeitiger Abgang von Darmwind und Stuhlgang
  • Schmerzen beim Stuhlgang

Darmkrebsvorsorge
Wer gesetzlich oder privat versichert ist, hat die besten Vorraussetzungen für eine Darmkrebsfrüherkennung. Ab dem 50. Lebensjahr steht Ihnen zu, einmal jährlich Ihren Stuhl auf verstecktes Blut hin testen zu lassen. Ab 55 steht dann eine Darmspiegelung als Vorsorgeleistung an. 

Mehr zum Thema Darmkrebs gibt es auf den Seiten des "Deutschen Krebsforschungszentrums" (dkfz) unter www.krebsinformationsdienst.de

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