Gesundheitsrisiko Übergewicht: Darum sollten Sie jetzt abnehmen

Darum sollten Sie jetzt abnehmen
Übergewicht ist auf Dauer lebensgefährlich

Zu viel Körperfett ist mehr als ein Anzeichen für überschüssige Kalorien. Es kann Krankheiten auslösen und so Ihren Organismus schädigen. Warum Sie am besten heute schon den Kampf gegen die Kilos starten sollten

Lange Jahre galt Fettgewebe als riesiger Speicher für überschüssigen Brennstoff – eine wabbelige Masse, gefüllt mit Kalorien. Doch inzwischen wissen Mediziner, dass Fettzellen zu viel mehr und Schlimmerem im Stande sind:

Übergewicht ist auf Dauer lebensgefährlich
Nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten, sobald der Blutzuckerspiegel steigt, produziert die Bauchspeicheldrüse in stärkerem Maße das Sättigungshormon Insulin. Die Körperzellen reagieren normalerweise auf Insulin, indem sie den Zucker aus dem Blut in die Zellen aufnehmen und dann entweder verbrennen oder speichern. „Übergewicht führt zu einer Unempfindlichkeit gegenüber Insulin, wodurch der Zuckerspiegel dauerhaft erhöht ist“, so Privatdozent Dr. Erhard Siegel, Gastroenterologe aus Heidelberg und Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Das klingt zunächst mal harmlos, ist aber auf Dauer lebensgefährlich, weil zu viel Zucker im Blut die Gefäße schädigt. Die Folgen davon sind Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und ein erhöhtes Herzinfarktrisiko.

Übergewicht stört Hungergefühl
Fettgewebe bringt nicht nur den Hormonhaushalt anderer Organe durcheinander, es produziert auch selbst solche Botenstoffe. Bei genauer Betrachtung stellt die Wampe eines Übergewichtigen sogar das größte hormonproduzierende Organ im Körper dar. Eines der Hormone ist Leptin. Es hemmt die Entstehung von Hungergefühlen. Ohne Leptin könnte man theoretisch essen, bis der Magen platzt. Je höher der Fettanteil im Körper, desto mehr Leptin zirkuliert im Blut. Das heißt, Sie werden von verhältnismäßig wenig Essen rasch satt. Doch während dieses Signal von schlanken Menschen verlässlich wahrgenommen wird, stumpfen Übergewichtige ab, der Alarm hat bei ihnen kaum noch einen Effekt. Ein dicker Mensch futtert lange Zeit weiter, ohne dass die Leptin-Signale im Hirn registriert werden. Leptin ist nur eine von rund 300 Substanzen, die im Fettgewebe hergestellt werden. Andere können den Appetit sogar anregen, den Fettspeicher-Mechanismus verändern, zu Krankheiten wie etwa Arthritis beitragen und den Triglyceridspiegel in lebensgefährliche Höhen treiben. Am höchsten steigt die Produktion gesundheitsschädlicher Verbindungen, wenn Entzündungen wie eine Fettleber-Hepatitis hinzukommen. Einer der wichtigsten Anzeichen für eine solche Entzündung ist das Creaktive Protein, dessen Wert Ihr Arzt bei Bedarf im Rahmen eines Blutbildes bestimmen kann.

Auf den Rat des Arztes hören
Der beste Weg, solche Entzündungsprozesse zu hemmen: Ernährung umstellen und sich jeden Tag körperlich betätigen. US-Forscher  an der Appalachian State University in Boone (North Carolina) haben herausgefunden, dass fitte Menschen, die regelmäßig schwimmen, laufen oder Rad fahren, annähernd 50 Prozent weniger C-reaktives Protein in ihrem Blut aufweisen als nicht fitte Übergewichtige. Worauf warten Sie noch? Kommen Sie in Bewegung!

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