Sporternährung: Das Fettladen lernen

Der Ernährungs-Guide für Sportler
Käse ist für Sportler kein Tabu, im Gegenteil, sein Protein-Fett-Mix fördert die sportliche Leistung

Warum Sie in harten Trainingsphasen 160 Gramm Fett am Tag zu sich nehmen sollten, lesen Sie hier

An einem Tag mit 2 bis 3 Stunden Grundlagentraining verbrennen Sie rund 4000 Kalorien. Davon sind 1500 Kalorien trainingsbedingt. Die Hälfte davon wiederum stammt aus der Fettverbrennung. Da 1 Gramm Fett 9,3 Kalorien hat, heißt das, Sie verheizen ungefähr 80 Gramm Fett durch das Training.
Zusammen mit dem Grundfettbedarf von ebenfalls 80 Gramm sollten Sie also insgesamt 160 Gramm Fett am Tag zu sich nehmen, um den Verbrauch zu decken. Bei nur 20 bis 25 Prozent Fettanteil in der Nahrung – das ist die bisher gültige Sporternährungs-Empfehlung – würden Sie jedoch nur 86 bis 108 Gramm Fett aufnehmen, also viel zu wenig. Die Folge: Überschüssige Kohlenhydrate müssten in Fett umgewandelt werden. Eine kontinuierliche negative Energiebilanz mit langfristigen Auswirkungen wie Muskelabbau, Regenerationsdefiziten, Infektanfälligkeit und Leistungseinbrüchen wäre die Folge.

Leistungssportler verschiedenster Disziplinen bauen Körperfett auf, wenn sie zu viele Kohlenhydrate zu sich nehmen. Der erhöhte Verbrauch von Kohlenhydraten unter Belastung reicht nicht aus, um den fettaufbauenden Effekt zu neutralisieren. Darum muss ein Organismus, der jahrelang die leichte Verfügbarkeit von Kohlenhydraten gewohnt war, die Energiebereitstellung über Fette und
Eiweiße erst lernen. Die Symptome einer Umstellungsphase, wie Müdigkeit und Lustlosigkeit, treten zwischen der ersten und der achten Woche auf. Psychisch belastend wirkt insbesondere der Hunger auf süße Speisen.

Testen Sie das Fat-Loading deshalb lieber in einer wettkampffreien Phase. Nur Geduld, Ihr Stoffwechsel benötigt Zeit, um die neue Kost zu "verdauen", aber es lohnt sich!

Seite 5 von 16

Sponsored SectionAnzeige