Fit wie Sam Fisher: Das geheime Workout der Top-Agenten

So werden Sie fit wie der Geheimagent Sam Fisher
So werden Sie fit wie der Geheimagent Sam Fisher 10 Bilder

Wie hält sich eigentlich ein Top-Spion wie Sam Fisher in Form? Wie verraten, welche Fähigkeiten Sie brauchen und wie Sie dafür trainieren müssen

Ein persönliches Interview mit Sam Fisher zu bekommen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Denn der beste Geheimagent der Welt ist wie ein Phantom: Nur wenige kennen sein wahres Gesicht – und die Umstände, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist. Einer dieser wenigen heißt Maxime. Er ist unser Informant für diesen Bericht. Wir wählen eine 17-stellige Telefonnummer. Ein abruptes Knacken, weit entferntes Rauschen, drei oder vier Pieptöne, dann beginnt unser Telefonat.

Das geheime Informanten-Gespräch mit Men's Health

Men's Health: Wie lange kennen Sie Fisher schon?

Informant: Das erste Mal von ihm gehört habe ich vor etwa zehn Jahren. Freunde von mir waren damals in seine Missionen involviert. Seit Anfang 2008 arbeite ich selbst mit ihm.

Men's Health: Wie würden Sie ihn beschreiben?

Informant: Er ist der Mann, den Sie nicht kommen sehen. Wenn er neben Ihnen steht, würden Sie es wahrscheinlich gar nicht merken.

MH: Warum nicht?

I: Es ist seine Spezialität, nicht aufzufallen. Darauf wurde er jahrelang programmiert.

Die Operationsstruktur - "Third Echelon"
Fisher ist Kriegsveteran, er diente in der US-Army und in der Navy. Als Agent arbeitete er zunächst für den Nachrichtendienst CIA, bevor er der Nationalen Sicherheitsbehörde NSA beitrat. Dort wurde Fisher das erste Mitglied einer Operationsstruktur zur Terrorabwehr, die sich Third Echelon nennt. Diese Einheit gilt als "streng geheim", ihre Existenz wird von der US-Regierung bis heute bestritten.

MH: Was sieht ein typischer Einsatz für Third Echelon aus?

I: In der Regel geht’s darum, in ein Gebäude einzudringen, sensible Informationen zu beschaffen und wieder zu verschwinden, ohne dass jemand Notiz davon nimmt.

MH: Warum ist Sam Fisher die erste Wahl bei solchen Missionen?

I: Keiner versteht es wie er, die Schwachstellen eines Objektes zu finden. Wachen, Kameras, Lichtschranken – nichts kann ihn stoppen. Meist nutzt er den Schutz der Nacht. Er versteckt sich im Schatten und in dunklen Ecken, bis er loslegt.

Sam Fisher: Als Top-Spion muss man immer unentdeckt bleiben

Top-Spion Sam Fisher ist immer auf der Hut, nicht entdeckt zu werden

MH: Werden die Orte, an denen Fisher eingesetzt wird, vorab inspiziert?

I: Einige schon. Ich war kürzlich selbst bei so einem Location-Scouting dabei. Wir hatten zwei Tage für 25 Orte. Das lief ab wie im Film: Ein schwarzer Geländewagen mit komplett verdunkelten Scheiben fährt vor, wir steigen mit fünf Mann ein. Der Fahrer hält, wir springen raus, treffen eine Kontaktperson, bekommen im Zeitraffer haufenweise Insider-Informationen, schießen 500 Fotos und sitzen wieder im Auto.

Die Missionen für Third Echelon führten Fisher um die ganze Welt – in den Kongo, nach China, Russland, Korea, Frankreich. Er hat Milizen-Festungen in Indonesien infiltriert, verdächtige Frachter im Pazifik, den Palast des georgischen Präsidenten und das 400 Meter hohe Jin-Mao-Gebäude in Schanghai. Im Einsatz macht Fisher oft den Eindruck einer perfekten Maschine. Scheinbar mühelos springt er über Zäune und Mauern, hangelt sich an Fenstersimsen und Mauervorsprüngen entlang und schaltet Gegner mit nur einem Griff aus – kopfüber an einem Balken hängend und in Sekundenbruchteilen. Derartige Aktionen scheinen bei ihm absolut fehlerfrei zu sein, auch nach der hundertsten Wiederholung.

MH: Was zeichnet Sam Fishers Verhalten während eines Einsatzes aus?

I: Er ist im Grunde wie ein Raubtier. Am ehesten lässt er sich mit einem Panter vergleichen: Fisher ist extrem schnell, wendig, leise – und im Ernstfall tödlich.

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