Hormone binden: Das Geheimnis ewiger Liebe

Erotik im Alltag

Weniger Sex bedeutet nicht das Ende einer Beziehung: Der Übergang von purer Leidenschaft zu wahrer Liebe ist ein hormonelles Muss

Die körperliche Leidenschaft innerhalb einer Liebesbeziehung lässt bereits nach zwölf Monaten nach. Sex steht nicht mehr im Fokus der Partner, was oft als Todesurteil für die Liebe gedeutet wird. „Viele Paare denken, dass die Anfangszeit ihrer Beziehung die beste gewesen sei. Das ist falsch", betont Dr. Petra Boynton von der British Psychological Society. Selbst Phasen völliger sexueller Abstinenz sind in langjährigen Beziehungen normal, weil hormonell gesteuert.

Neutrophin, das Lusthormon der Liebenden! Wissenschaftler der Universität Pisa (Italien) fanden heraus, dass Paare, die länger als ein Jahr in einer festen Beziehung leben, deutlich geringere Mengen Neutrophin im Blut haben, als frisch Verliebte. Denn spätestens nach zwei Jahren tritt ein bekannter Stoff der Libido entgegen – das Oxytocin, von den Forschern auch „Bindungshormon“ genannt.

Dieses Hormon macht langjährige und glückliche Beziehungen erst möglich. Es wird sowohl beim Orgasmus ausgeschüttet, als auch bei einfachen Zärtlichkeiten und sanften Berührungen. Erotik beginnt schließlich mit alltäglichen Streicheleinheiten. Seien Sie zärtlich zueinander, dann stellt sich bald auch die Sexualität wieder ein. Wenn Ihre Liebste morgens zerzaust am Frühstückstisch sitzt, küssen Sie ihren Nacken und bringen Sie ihr Kaffee. Denn wahre Liebe ist doch schließlich viel mehr als „nur“ Sex.

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