Manneskraft: Das hilft bei Erektionsstörungen

Erektionsstörungen in den Griff bekommen
Sie leiden an Erektionsstörungen? Wir haben Tipps, wie Sie diese in den Griff bekommen.

Lässt die Standkraft nach, verringert sich auch der Spaß im Bett. Rund 6 Millionen Männer in Deutschland leiden an einer erektilen Dysfunktion – also an Erektionsstörungen.

Eine Studie der Universitá Vita-Salute San Raffaele in Italien hat ergeben, dass demnach einer von vier Männern bereits vor dem vierzigsten Lebensjahr von dieser Sexualstörung betroffen ist. Ein Mangel an Manneskraft ist jedoch erst ab 40 natürlich, als Folge des Alterungsprozesses. Gründe für den frühzeitigen Verlust der Standkraft können laut den Forschern etwa Rauchen und regelmäßiger Drogenkonsum sein. Die Ursachen sind ihnen zufolge oft physischer und psychischer Natur. Aber auch blutdrucksenkende Medikamente können die Erektion beeinträchtigen.

Doch was ist eine erektile Dysfunktion?

Die erektile Dysfunktion (ED) ist eine Erektionsstörung, bei dem der Mann nicht in der Lage ist eine Erektion des Penis zu bekommen beziehungsweise diese aufrecht zu erhalten. Umgangssprachlich wird die erektile Dysfunktion auch als Impotenz oder erektile Impotenz bezeichnet. Dennoch sollte hierbei zwischen der Erektionsstörung und der Unfruchtbarkeit unterschieden werden, denn die Impotenz umfasst beide Sexualstörungen. Die Ursachen für die Erektionsstörung sind häufig altersbedingt, dennoch kann immer öfter nachgewiesen werden, dass auch junge Männer an Erektionsbeschwerden leiden. Dies kann häufig auf psychischem Stress oder Leistungsdruck basieren. Rauchen und regelmäßiger Drogen- und Alkoholkonsum zählen allerdings zu den größten Ursachen von Erektionsstörungen bei Männern. Ebenso können Erektionsstörungen als Folge anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes oder Bluthochdruck, auftreten und auch Verletzungen (zum Beispiel eine Beckenfraktur) oder Operationen – beispielweise des Enddarms – können Potenzprobleme verursachen. Zu weiteren Ursachen gehören Testosteronmangel oder Depressionen.

Schlafforschung: Schnarcher leiden öfters an Erektionsstörungen

Eine schlechte Durchblutung kann zu Schnarchen und Impotenz führen. Wer schnarcht, leidet auch oft an Erektionsstörungen. Denn beide Vorgänge werden offenbar vom selben Durchblutungsmechanismus gesteuert, so eine Erkenntnis, die Wissenschaftler für Schlafforschung und Schlafmedizin in Kassel präsentierten.

Ströme das Blut nicht richtig, könnten die Atemwege nicht freigehalten werden, so der Leiter der Tagung, Martin Konermann. Der Mensch beginne zu schnarchen – und die Erektion bleibe aus.
Eine weitere Erkenntnis: Zwar leiden insgesamt rund 16 Prozent aller Männer an einer erektilen Dysfunktion. Wenn aber trotzdem eine (Morgen-)Erektion im Schlaf stattfindet, wisse der Betroffene, dass sein Problem psychisch und nicht körperlich bedingt sei. In solchen Fällen können Medikamente wie Viagra helfen. Männer die das Medikament vor dem Schlafengehen nahmen, hatten nach einem Jahr deutlich weniger Probleme, so eine auf der Tagung vorgestellte Studie.

Ansonsten sei eine Erektion nach dem Aufwachen aber völlig normal und nur ein Zeichen einer gesunden Durchblutung. Da nicht jeder Mensch täglich sexuell aktiv sei, prüfe unser Körper alle Funktionen mithilfe regelmäßiger Durchblutung. Dieser Vorgang würde durch Träume gesteuert, so Konermann. Allerdings sei der Inhalt des Traums – sexuell oder nicht, unwichtig für die Erektion.

Nächtliches Atemaussetzen bedingt Erektionsprobleme. Grund: Sauerstoffmangel

Starkes Schnarchen kann zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen. Dieser Sauerstoffmangel hat bei manchen Männern Erektionsstörungen zur Folge, fanden Regensburger und Münchener Forscher heraus. Laut deren im Journal of Sexual Health veröffentlichten Studie sind bei 69 Prozent der Männer, die unter Schlafapnoe leiden, auch Erektionsstörungen aufgetreten. Schlafapnoe äußert sich durch Atemaussetzer in der Nacht und lautes Schnarchen. Der damit verbundene Sauerstoffmangel könne dann zu einer so genannten erektilen Dysfunktion führen, so die Studie.

Das Risiko, Erektionsstörungen zu bekommen, steige zwar ohnehin mit zunehmendem Alter und Erkrankungen wie Herzproblemen oder Bluthochdruck. Doch "stellt nächtlicher Sauerstoffmangel aufgrund einer Schlafapnoe allerdings dabei einen eigenen zusätzlichen Risikofaktor dar, der auch allein genommen eine erektile Dysfunktion verursachen kann", erklärt der Forschungsleiter Stephan Budweiser in der Studie.
Gegen Schlafapnoe hilft Abnehmen und Verzichten auf Alkohol und Schlafmittel, empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Werne. Außerdem raten die Experten zur Atemwegs-Überdruckbehandlung, bei der man nachts eine Maske trägt, die mit Überdruck gegen die Atemaussetzer arbeitet.

Viagra©, Therapie & Co. – 7 Tipps, wie es mit der Erektion klappt

  1. Medikamente
    Auch wenn Erektionsstörungen der Albtraum eines jeden Mannes sind: Sie sollten sich niemals scheuen einen Arzt um Hilfe zu fragen. Denn es gibt mehrere Methoden und Behandlungen, die Ihnen helfen können. Der Arzt kann eine Diagnose stellen und Ihnen beispielsweise Medikamente verschreiben. Sogenannte PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer) verbessern die Durchblutung und Sauerstoffzufuhr des Penis. Dadurch soll die Erektionsfähigkeit des Penis verbessert werden und die Schwellkörper können wieder funktionieren. Viagra©, Levitra© und Cialis© sind die bekanntesten PDE-5-Hemmer, die sich jeweils in ihrer Wirkungsdauer unterscheiden.

  2. Hausmittel 
    Bevor Sie zu Medikamenten greifen, können Sie versuchen auf Hausmittel zurückzugreifen: Ingwertee beispielsweise regt die Durchblutung der Becken-Organge an.

  3. Gesünder Leben
    Es gibt eine ganze Reihe von Risikofaktoren, die zu Erektionsstörungen führen. Durch einen gesünderen Lebensstil können Sie diese schon vorbeugend ausschalten: So sollten Sie unter anderem auf das Rauchen verzichten und vorhandenes Übergewicht abbauen. Wenig Bewegung, psychischer Stress sowie übermäßiger Konsum von Alkohol können ebenfalls Gründe für Erektionsstörungen sein.

  4. Partnerschaftlicher Umgang
    Eine Erektionsstörung hat natürlich Auswirkungen auf eine Beziehung und beeinflusst das sexuelle Zusammenleben maßgeblich. Betroffene Männer sollten deshalb nicht davor zurückschrecken, ihre Partnerin zu informieren, damit das Problem gemeinsam gelöst werden kann. Denn ohne Gespräche sind beide Partner auf Vermutungen und Fantasien angewiesen, die gegenseitiges Misstrauen schaffen können.

  5. Beim Sport nicht übertreiben!
    Wer sich im Training total verausgabt, drosselt die Produktion der Sexualhormone. Die ausgeschütteten Endorphine erzeugen zwar ein rauschartiges Gefühl, hemmen aber die Erregung.

  6. Beckenbodenmuskeltraining
    Diese Trainingsübung kann wahre Wunder bewirken.  Sie soll nicht nur den vorzeitigen Orgasmus vorbeugen, sondern auch gegen Erektionsstörungen helfen. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie die sogenannten Kegelübungen durchführen und somit den besagten PC-Muskel trainieren.

  7. Therapie
    Falls Trainingsübungen, Hausmittel, Medikamente & Co. nicht helfen, sollten Sie überlegen beispielsweise eine Therapie bei einem Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen. Der Therapeut gibt Ihnen beispielsweise gute Tipps und hilft Ihnen, wie Sie Ihre Erektion wieder in den Griff bekommen. 

Wir zeigen Ihnen hier außerdem 36 Regeln, wie Sie Ihre Potenz steigern können, welche Tipps gegen Erektionprobleme helfen und wie Sie so Ihre Männerkraft bewahren können.

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