Warum Sie keine Videotheken mehr brauchen: Das können die Video-on-Demand-Dienste

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Für den Filmabend werden Sie Ihr Haus nicht mehr verlassen, weder um ins Kino noch in die Videothek zu gehen. Noch mögen Video-on-Demand-Dienste optimierungsbedürftig sein, in einigen Jahren sind sie der Standard. Wir haben uns die Dienste angeschaut. Plus: Das brauchen Sie dafür

Was sind die Vorteile von Online-Videotheken?
Ganz klar: Sie müssen dafür nicht einmal das Haus verlassen. Entweder kommen die Filme (einzeln oder als Abo) per Post als DVD oder Blu-ray direkt nach Hause. Bei Video-on-Demand (VoD)-Diensten laden Sie Filme direkt aus dem Internet auf Fernseher, Computer oder Tablet. VoD ist häufig günstiger als die Videothek um die Ecke – zumindest wenn Sie als Vielgucker Abo-Angebote nutzen.

Wie kann ich einen Film ausleihen und was brauche ich dafür?
1. Option: eine am Fernseher angeschlossene Set-Top-Box der einzelnen Anbieter (Kosten: ab zirka 100 Euro). Die Set-Top-Box wird wie ein herrkömmlicher Receiver an den TV gekoppelt. Hierüber können Sie Ihre Lieblingsfilme leihen, herunterladen und kaufen.

2. Option: ein internetfähiger PC. Filme werden über den Browser geordert. Den Rechner können Sie dann über ein HDMI-/DVI- oder VGA-Kabel mit dem Fernseher verbinden und der Filmabend kann beginnen.

3. Option: Internetfähige Smart-TVs machen den direkten Zugriff auf Online-Videotheken möglich. Jeder Hersteller hat allerdings meist einen speziellen Dienstleister im Programm. Tipp: Entscheiden Sie sich für ein Smart-Fernsehgerät, das den Dienst Ihrer Wahl auch unterstützt.

4. Option: Sie können Ihre Lieblingsserie oder -film auch auf dem Tablet oder Smartphone abspielen, da einige Dienstleister spezielle Apps dafür anbieten.

Voraussetzung fürs Streaming der Filme: Sie brauchen einen schnellen Internetanschluss. Für Filme in Standardqualität sind mindestens 2 MB pro Sekunde erforderlich. "Für Filme in HD-Qualität sollten es schon 6 Mbit/s sein", rät CHIP-Redakteur Dominik Hoferer. Es kann aber gut sein, dass sie mit weniger Bandbreite problemlos schauen können. Tipp: Bevor Sie bei einem Anbieter ein langfristiges Abo abschließen, sollten Sie prüfen, ob es Gratisfilme gibt. Die sind ideal zum Testen, ob Sie die technischen Voraussetzungen erfüllen, so der Experte.

Einmal auf "Play" gedrückt ist die Leihdauer in der Regel auf 24 bis 48 Stunden (je nach Anbieter) begrenzt. Innerhalb dieses Zeitraums können Sie den Film so oft schauen wie Sie möchten – danach erlischt die Lizenz. Bei vielen Diensten können Sie heruntergeladene, noch nicht gesehene Filme bis zu 30 Tage auf Rechner oder Tablet speichern.

Was kostet die Filmausleihe mit Video-on-Demand?
Ein Film kostet zwischen 99 Cent und 6 Euro. Es gibt außerdem verschiedene Abonnements, die bei etwa 7 Euro im Monat anfangen. Experte Hoferer: „Wer VoD über Smart-TV, Rechner oder App verwendet, sollte mehr als nur einen Anbieter nutzen. Denn die Preise der Filme können bei den Online-Videotheken variieren. Vergleichen kann sich also durchaus lohnen.“

Bekomme ich dieselbe Qualität wie auf DVD/Blu-Ray?

Nach Angaben von Stiftung Warentest ist die Bildqualität beim Streamen eines Filmes schlechter als bei Filmen auf DVD oder Blu-Ray. Der Unterschied zu einer DVD ist zwar gering, dieselbe Qualität wie auf Blu-Ray kann meist jedoch nicht erreicht werden.

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