8 heiße Insider-Tipps: Das können Sie von Lesben noch alles lernen

Tipps & Tricks: Das können auch SIE noch von Lesben lernen
Ihnen kann niemand mehr was beibringen? Warten Sie es ab – von Lesben können Sie noch so einiges lernen

Frauen bei der Liebe zuzusehen ist mehr als Porno-Spaß. Da erfährt Mann viel Neues in Sachen weibliche Lust. Eine Lesbe verrät ihre Sex-Secrets

Das Erste, was Männer üblicherweise wissen wollen, wenn sie erfahren, dass ich Frauen liebe, ist: Habt ihr überhaupt richtigen Sex? Allein diese Frage ist Grund genug, hier mit Ihnen einen Ausflug in lesbische Betten zu machen. Ich nehme es Ihnen nicht übel, dass Sie nicht mal ahnen, was lesbische Frauen miteinander beim Liebesspiel tun. Ich sage allerdings, dass es Sex in seiner besten Form ist. Und ich verspreche Ihnen: Wenn Sie diese Geschichte gelesen haben, werden Sie mehr über Frauen und Sex wissen als je zuvor.

Tipp 1) Anmachen statt aufreißen

Ich gebe zu, viele Männer haben die Art der gekonnten Anmache schon ganz gut drauf. Sie trumpfen mit Komplimenten und Witzen auf, laden Ladys zu einem Drink ein, tanzen sie an. Aber schon diese einstudierte Variante unterscheidet sich von der Art und Weise, wie ich als Lesbe ein Mädel umgarne. Sicher, es gibt lesbische Frauen, die sehr schnell zum Punkt kommen, gleich mit der Tür ins Haus fallen. Ich persönlich habe von dieser Sorte Frau allerdings bisher nur wenige getroffen. Bis zwischen mir und meiner potenziellen Eroberung ein Wort gewechselt wird, vergeht einige Zeit. Davor werden erst mal viele Blicke getauscht, Gesten studiert und kopiert. Eine Frau liebt es, angesehen zu werden, Komplimente mit den Augen zu bekommen, wortlos verführt zu werden. Eine Bewegung, ein Blick, ein Lachen – all das kann die innere Begierde so weit steigern, dass ich mir später lächerliche Sprüche sparen kann. Ich nehme sie einfach zu mir mit. Verstehen Sie mich nicht falsch, Sie sollen die Dame der Begierde nicht angaffen, aber ihr mit Ihren Augen klar zu verstehen geben, dass sie Ihnen gefällt. Ihr Gegenüber fantasiert in diesen stillen Minuten so viel in Sie hinein, dass sie diese Vorstellungen unbedingt prüfen möchte. Ist die Frau in Ihrem Schlafzimmer gelandet, haben Sie zwar fast noch nichts getan, aber schon verdammt viel richtig gemacht. Auch dann sollten Sie Stress vermeiden. Die Atmosphäre ist für uns Frauen in jedem Fall  wichtig – ganz gleich, ob wir eher der Typ Reh, Diva oder Powerfrau sind. Wir wollen vertrauen und loslassen dürfen. Wenn Sie Kerzen anzünden oder einen Drink anbieten, liegen Sie richtig. Keine Sorge, Sie müssen nicht kitschig werden, aber Sie sollten eine entspannte Atmosphäre schaffen. Übereilen Sie nichts: Die Anmache hört nicht im Schlafzimmer auf – wir fangen da erst an.

Tipp 2) Berühren statt anfassen

Schauen Sie Ihr tief in die Augen und beobachten Sie sie genau – © sakkmesterke / Shutterstock.com

Ob die Stimmung passt, verrät Ihnen die Frau ganz von selbst, wenn Sie sich ihr zuwenden. Ich sehe einer Frau immer tief in die Augen, beobachte ihre Gesichtszüge und frage auch ganz direkt, ob es ihr gut geht. Nicht selten ertasten sich dann zuerst unsere Hände. Ich warte jedoch immer erst mal darauf, dass sie ihren Mund in meine Richtung bewegt, ganz egal, wie lange das dauert. Wenn ihre Lippen dann erst einmal an meinen hängen und ihre Hand meinen Hals oder mein Gesicht berührt, geht es entweder sehr schnell oder unendlich langsam weiter. In dieser Situation ist es sehr wichtig zu spüren, wie die Frau sich bewegt. Lassen Sie sich führen. Selbstverständlich kann es dann wild zugehen, aber auch dabei gilt die Regel: eher ein forderndes Antasten, kein unkontrolliertes Grapschen. Übrigens: Komplimente unter Frauen sind in der Regel ehrlicher, weil wir uns ständig miteinander vergleichen und aus diesem Grund objektiver sind. Berühren Sie die Frau deshalb eher bewundernd, statt ihr mit Worten Geschenke zu machen, die sie dann anzweifeln könnte. 

Tipp 3) Erforschen statt Überfallen

Was folgt, nenne ich das Freude-bereiten- Spiel. Ich weiß natürlich, welche Berührungen an welchen Stellen mich heiß machen: ein Kuss am Hals, das Züngeln um den Vorhof der Brustwarzen, ihre Hände in meinen Haaren, das sanfte Stupsen an meiner Klitt. Darum macht es mir großen Spaß zu testen, ob meiner Gespielin das ebenfalls gefällt. Okay, auch ein Mann, der Sex mit vielen Frauen hatte, mag die Hotspots einer Frau genau kennen. Dennoch machen auch diese Männer in der Regel einen Fehler: Sie fummeln ehrgeizig an diesen Stellen herum und lauern auf Effekte, saugen sich zum Beispiel an Brustwarzen fest, lecken das Ohr, bis es ganz sauber ist, oder rubbeln zwischen unseren Beinen, als gäbe es was zu gewinnen. Sie gehen direkt an diese Stellen und erwarten dann zu schnell die Reaktionen. Statt sich an einer der erogenen Zonen länger aufzuhalten, ziehen sie nach einem lustvollen Stöhnen der Frau gleich weiter – als gingen sie dabei nach einem Plan vor. Darum mein Rat: Keine Eile, sie läuft Ihnen nicht weg. Im Gegenteil: Genießen Sie ihre wachsende Lust, machen Sie sich mit ihr vertraut, schauen Sie sie an. 

Tipp 4) Mitdenken statt Nachdenken

Fragen Sie, was ihr gefällt, oder bitten Sie die Gute, Ihre Hand zu führen – © sakkmesterke / Shutterstock.com

Ja, wir Frauen machen uns normalerweise sehr viele Gedanken. Im Bett ist das anders. Beim Sex mit einer Frau lasse ich ganz los, zerbreche mir nicht den Kopf darüber, wie ich vorgehen sollte, sondern lasse einfach alles auf mich zukommen. Dafür muss ich auch mal die Kontrolle abgeben. Die Situation soll sich entwickeln dürfen – in eine unbekannte Richtung. Wenn Sie sich trotzdem Gedanken machen, sprechen Sie diese ruhig aus. Fragen Sie, was ihr gefällt, oder bitten Sie die Gute, Ihre Hand zu führen. Eine Ihrer Berührungen  hat nicht den gewünschten Effekt? Grübeln Sie nicht lange, haben Sie weiterhin Spaß – wichtig ist, dass Sie stets ganz bei ihr sind. 

Hände sind hervorragende Sex-Toys, das müssten Sie als Mann doch wissen. Ich spiele immer mit den Händen meiner Frauen. Das  ist für mich die erfolgreichste Art, Vertrauen aufzubauen. Verschränken Sie Ihre Finger in ihren, spielen Sie mit ihren Fingerkuppen. Und Finger können noch viel mehr, als nur einander festzuhalten – streicheln, reiben, massieren, kneifen und kitzeln. Sie können mit der Hand als einziges Spielzeug Klapse verteilen und ihr Innerstes ergründen. Bitte sehen Sie das nicht als Challenge! Nicht wer die meisten Finger einführt und sie so zum Orgasmus bringt, gewinnt den Liebhaber-Preis! Nutzen Sie die kleinen Werkzeuge lieber kreativ, indem Sie Fingerzahl und Druck variieren, eher sanft als zu fest hantieren.

Wir lesbischen Frauen lieben Vaginas – ein Punkt, in dem wir uns wohl erst auf den zweiten Blick von Männern unterscheiden. Es mag an der besonderen Intimität zwischen uns Frauen liegen, aber wir schauen uns das Objekt der Begierde in den meisten Fällen sehr genau an, bevor wir wild daran lecken oder darin umherreiben. Das lohnt sich, denn jede Vagina sieht anders aus, jede Frau weist anatomische Besonderheiten auf. Langweilen Sie die Liebste nicht, indem Sie tastend die richtige Reizstelle suchen. Mich persönlich macht es unheimlich an, die Gespielin dort unten mit den Augen zu erforschen, und ich genieße ihre leichte Unsicherheit oder ihren Stolz ob dem, was sich mir dort offenbart.

Tipp 5) Zungenspitzen statt Waschlappen

Wenn wir beim Oralsex angekommen sind, ist schon viel passiert. Das geht nie ratzfatz. Nur ein einziges Mal hatte ich eine Partnerin, die mich gleich zwischen den Beinen geküsst hat, bevor sie andere Stellen meines Körpers berührte. Das war auf der Toilette in einem Club. Auch in diesem Fall haben wir zuvor tausend Blicke gewechselt. Aber zur Sache: Bei den wenigen Malen, die ich mit einem Mann Sex hatte, habe ich erlebt, dass er seine Zunge nicht einzusetzen wusste. Zwar turnt es mich an, wenn man mich auch mal mit der ganzen Zunge leckt, aber das sollte nicht den gesamten Part des Cunnilingus ausmachen. Der fortgeschrittene Mann nutzt gekonnt die Zungenspitze. Leider endet dies sehr häufig  in wildem Kreisen oder zu festem Drücken.Merken Sie sich: Das ist kein Erdbeereis! Mein Tipp: Fahren Sie mit der Zungenspitze sachte ihre Konturen nach und lecken Sie genüsslich; lassen Sie keine Stelle aus, streifen Sie mit Ihren Lippen sanft über ihren Venushügel. Machen Sie alles sehr langsam. Saugen Sie nie unkontrolliert, das tut ihr womöglich weh. Seien Sie auf eine sanfte Weise gierig. 

Tipp 6) Bequem statt verbogen

Artistische Übungen können Sex zwar lustig machen; in der Regel verzichten wir aber auf Verrenkungen, die der Lust abträglich sein könnten, weil sie einfach anstrengend sind. Warum sollten wir uns in abstrusen Sexstellungen verknoten, wenn wir alle wichtigen Stellen auch im Sitzen, Stehen oder Liegen erreichen können? Niemand braucht wirklich Erfindungen wie etwa die Schere, bei der zwei Frauen halb sitzend, halb liegend mit gespreizten Beinen ihre Schambereiche aneinander reiben. Eines aber stimmt: Extreme Lust bereitet es, wenn wir uns gleichzeitig beglücken können, vor allem in Positionen, in denen wir einander zugewandt sind oder in denen wir die Köpfe gleichzeitig zwischen den Beinen versenken können. Generell versuchen wir (wohl etwas mehr als Männer), Nähe zu erzeugen. Wir liegen aufeinander, reiben uns aneinander und umarmen uns. 

Tipp 7) Rantasten statt Durchhechten

Sextoys können, müssen aber nicht. Ihre Hände ist eh das beste Spielzeug von allen © sakkmesterke / Shutterstock.com

Ein Orgasmus ist für mich keine Pflicht. Klar, es fühlt sich toll an, und meist habe ich beim Partnersex auch eher mehrere Höhepunkte als gar keinen. Lesbischer Sex zeichnet sich eben dadurch aus, dass er einfallsreich ist und keinen Rein-raus-Charakter hat. Es gab aber auch Momente, in denen wir uns nur intensiv geküsst und umarmt haben. Wenn ich dann, den Handballen auf ihrer Klitt, meinen Finger einführte, kam sie sofort. Unter uns: Auch ich gelange eher zum Höhepunkt, wenn die Partnerin es mir mit der Hand besorgt statt mit einem Umschnalldildo. Manche Lesben stehen ja darauf, ich halte sie mehr für eine Spielart des Porno. Aber natürlich hatte ich auch schon Frauen, die es genießen, mit so einem Strap-on den Rhythmus vorzugeben.

Tipp 8) Ohja statt Tabu

Ich hab’s schon angesprochen: Untereinander sind Frauen hemmungsloser. Wir müssen ja voreinander nicht die Cellulite verbergen, da wir wissen, dass jede von uns sie hat. Wir lieben genau diese Eigenarten, zelebrieren sie mit Blicken und Berührungen. Wir sprechen ganz offen an, was uns beim Sex nicht gefällt, weil wir uns nicht schämen, das revidieren zu müssen, was die andere im Porno gesehen hat und als Normalität annimmt. Und: Wir geben uns auch direkt Rückmeldung, indem wir stöhnen oder auch mal Pausen machen, in denen wir offen über Erlebtes sprechen.Haben Sie schon mal eine Frau im Bett gehabt, die nach dem Sex geheult hat? Bravo! Nach dem Sex kann es bei uns Mädels schon mal emotional werden. Warum? Weil der Sex so intensiv war! Dann nehmen wir uns in den Arm, sprechen miteinander, streicheln uns. Und weil wir nicht gleich aufspringen, kann nach einer kurzen Pause alles wieder von vorn losgehen, wenn wir mögen. Und dann sind die Augen wieder ein wichtiges Tool, um uns noch mal zu erregen. Nutzen auch Sie es!

Die kommen richtig gut: 4 lesbische Sex-Positionen zur Inspiration

  1. Die klassische 69: Beide versenken ihren Kopf zwischen den Beinen der Partnerin. Besonders beliebt an dieser Stellung  für Oralsex: das gleichzeitige Lusterlebnis. 
  2. Drunter & drüber: Die Frauen liegen mit dem Gesicht zur Decke aufeinander. Die obere reibt mit Hüfte und Po am Intimbereich der unteren, die diese mit den Fingern oder einem Vibrator befriedigen kann. 
  3. Face to face: Während sich die Liebenden mit gespreizten Beinen gegenübersitzen, können sie sich tief in die Augen schauen und sich überall berühren.
  4. Rodeo de luxe: Eine Partnerin ist im Vierfüßlerstand, die andere reibt ihre Hüfte an dem rausgestreckten Po. So wird die Klitoris stimuliert – und die Brüste der Liebsten sind nur eine Armlänge entfernt.

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