Zirkumzision: Das müssen Sie bei einer Beschneidung beachten

Beschneidung
Bei einer Vorhautverengung muss die Vorhaut weg

Nicht immer ist eine Beschneidung notwendig. Und für besseren Sex schon gar nicht

Beschneidung, wozu?
Eine Beschneidung ist aus medizinischen wie ästhetischen Gründen denkbar. Liegt eine Vorhautverengung (eine so genannte Phimose) vor, ist eine Beschneidung fast unumgänglich, da sich durch die Verengung die Vorhaut nicht mehr optimal zurückziehen lässt. Dadurch kann es dann zu Komplikationen beim Sex und auch bei der Harnentleerung kommen. Außerdem führt da sogenannte Smegma, eine unter der Vorhaut angesammelte Mischung aus Haut-, Urin- und Spermaresten nicht selten zu einer Entzündung der Eichel und schließlich zur Bildung von Narben.

Bei "normaler" Form der Vorhaut, macht es keinen Unterschied, ob beschnitten oder nicht. Bleibt ein Penis aber unbeschnitten, muss sein Besitzer ihn entsprechend pflegen. Männerarzt Professor Sommer rät deshalb: "Die Vorhaut sollte regelmäßig zurückgestreift und zumindest mit Wasser gereinigt werden."

Welche Methoden der Beschneidung gibt es?

  • Inzision: Durch einen kleinen Schnitt in die Vorhaut lässt sich diese wieder zurückziehen. Die Vorhaut bleibt dabei erhalten.
  • Teilweise Zirkumzision: Es wird nur ein kleiner Hautlappen abgetrennt. Die Eichel bleibt (zumindest zum Teil noch) von der Vorhaut bedeckt.
  • Radikale Zirkumzision: Die Vorhaut wird komplett entfernt und die Eichel dabei vollständig freigelegt. Es ist die sicherste und zugleich hygienischste Methode der Beschneidung.

Wie sieht es beim Sex aus?
Für manche Männer ist das beschnittene Glied anfangs noch gewöhnungsbedürftig, da es sich nackt und ungeschützt anfühlt, berichtet Männerarzt Professor Sommer. Zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff kann man aber schon wieder sexuell aktiv werden, vorausgesetzt die Wunde ist vollständig verheilt.

Auf das sexuelle Empfinden wirkt sich eine Beschneidung aber nicht aus. Behauptungen, dass beschnittene Männer bei Frauen beliebter sind oder ein besseres Stehvermögen haben, konnte wissenschaftlich bisher noch NICHT nachgewiesen werden. Eine Tatsache ist jedoch, dass sich für Frauen die Gefahr einer Ansteckung mit dem HPV Virus (humane Papillonviren) deutlich verringert. Dieser Virus ist unter anderem für Schleimhautinfektionen und Feigwarzenbildung verantwortlich.

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