Restaurant-Guide: Mehlspeisen-Mekka Österreich

Die Höhenluft-Fettverbrennungs-Taktik
Hier wird Saftgulasch mit Rahm verbrannt...

Auch in der Austria-Küche geht der Trend zur leichteren Kost. Trotzdem locken leckere Sünden

LEICHTE ÖSTERREICHISCHE KÜCHE
Die alpenländische Küche ist nicht gerade für diätische Leichtigkeit bekannt. Trotzdem geht "der Trend zu leichterer Kost", so Anton Fercher, Chef vom Restaurant "Tirol" in Hamburg. "Die Semmelknödel machen wir mit weniger Butter. Und beim Saftgulasch verzichten wir auf Wunsch auf den Rahm."

Zugreifen:

Steirischer Röhrlsalat: Löwenzahnsalat mit Ei, Tomaten und Kürbiskernöl. Das grün-braune Kernöl aus der Steiermark schmeckt nussig. Seine ungesättigten Fettsäuren und sein Vitamin E schützen das Herz, die B-Vitamine sind für Nerven und Stoffwechsel wichtig. Löwenzahn ist eine echte Vitamin-A-Bombe (1300 Mikrogramm pro 100 Gramm) und enthält viel Kalium.

Bewertung:
+: vitaminreich
+: viele ungesättigte Fettsäuren

Wiener Schnitzel: "Ein Wiener Schnitzel ohne Panade ist nicht möglich", sagt Anton Fercher. "Aber wenn das Schnitzel bei der richtigen Temperatur gebraten wurde, kann sich die Panade nicht so mit dem Bratfett voll saugen." Worauf muss der Gast achten? "Die ideale Panade haftet nicht am Kalbsfleisch, ist kross und wellig." Und was gibt es dazu: im "Tirol" Kartoffelsalat, der ohne Mayonnaise angemacht wird.

Bewertung:
+: Fleisch und Beilage fettarm
+: Panade

Vorsicht: Gebackenes Kalbshirn: Schon wegen der BSE-Gefahr sollte man die Finger davonlassen. Außerdem ist es Cholesterin in konzentriertester Form: Kalbshirn hat 2000 Milligramm pro 100 Gramm (zum Vergleich: ein Ei hat nur 300 Milligramm). Sachertorte: Ein halbes Pfund Butter und 12 Eier sind die Grundlage dieser Torte.

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