Surfbrett & Co: Das richtige Surf-Equipment: Neopren & Surfbrett

Krafttraining sollte man beim Surfen nicht vernachlässigen
Das richtige Board entscheidet über Lust oder Frust am Wellenreiten

Bevor wir uns auf die Suche nach der perfekten Welle machen, wird erst mal das Material ausgeteilt: Neoprenanzug und Surfbrett

Für jeden gibt’s einen Neoprenanzug (Wetsuit). Und selbstverständlich ein Surfbrett – auch Board genannt: Je größer sein Volumen, desto mehr Auftrieb, je länger, desto laufruhiger, je breiter, desto stabiler. "Das sind entscheidende Faktoren, sie machen den Unterschied zwischen Lust und Frust am Surfen aus", erklärt Dago.

Mein Surfbrett hat das Ausmaß eines Supertankers. An der Nose (Bug) könnte glatt ein Basketball-Korb hängen. Surfbretter werden übrigens immer in den amerikanischen Einheiten Feet (ein Fuß entspricht 30,48 Zentimeter) und Inches (ein Inch = zwei Komma fünf Zentimeter) gemessen. Mein Brett ist neun Fuß und zwei Inches lang, misst also knapp 2,80 Meter.

Surfen lernen heißt verstehen lernen. Wer sich nicht mit Wellen auskennt, kommt niemals aufs Brett. Nachdem die Boards auf den Dachgepäckträgern der portugisischen UMM-Jeeps verstaut sind, holpert unser Tross über Sandpisten zum Surfcheck nach Vila Depispo.

Beim Ausblick von der Riesenklippe entscheiden die Coaches auf Grund der Dünung (im Fachjargon: Swell), welcher Strand den besten Surf bietet. Zudem ist der Wind beim Surfen von entscheidender Bedeutung. Offshore, also ablandiger Wind, ist ideal, denn er baut die Wellen auf. Bei Onshore-Wind bleibt die Welle flach, fällt danach schlagartig auf ganzer Breite in sich zusammen (Close-out) – Surfen ist dann nicht mehr möglich.

„Wir fahren nach Amado, einer abgelegenen Bucht mit Beach-Break“, entscheidet Dago. Beach-Breaks sind die Surfreviere, bei denen der Untergrund aus Sand besteht.

Am besten eignen sich Strände mit vorgelagerten Sandbänken. Dann brechen die Wellen weiter draußen. Die größten Wellen brechen über Riffen (Reef-Breaks). Weil die Korallen- oder Steinformationen steil ansteigen, trifft die Welle mit voller Geschwindigkeit auf den Widerstand. Und baut sich dadurch schlagartig auf.

„Wo vorher kaum Dünung zu erkennen war, türmt sich auf einmal eine megagroße Welle auf“, sagt Marlon, Dagos Sohn und Deutscher Meister im Wellenreiten. „Die Brechungslinie der Welle lässt sich genau voraussagen, weil sich das Riff ja nicht verlagern kann wie eine Sandbank.“

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