Camping Know how: Das richtige Zelt für Sie

Ein gutes Zelt schützt Sie nicht nur vor Regen oder Moskitos
Welches Zelt für Sie das geeignet ist, richtet sich auch nach dem Einsatzziel

Ein gutes Zelt schützt Sie nicht nur vor Regen oder Moskitos. Wir sagen, welche Zelttypen es gibt und worauf Sie beim Kauf achten sollten

Ein bisschen Stoff, einige Alu-Rohre, dazu ein paar Heringe, Leinen und Ösen. Als Zelt schützen sie vor Wind, Wetter oder lästigem Getier. Zelte gibt’s als einfache Schutzbehausung bis zum Luxus-Appartement. Sie unterscheiden sich unter anderem in Qualität und Preis. „Hochwertige Materialien, etwa definiertes Aluminium oder Silikon, machen ein Modell teurer, aber auch funktionaler und haltbarer“, so Frank Wacker, Experte vom Magazin „Outdoor“. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Form. Folgende Typen gibt es:

  1. Kuppelzelte sind bei harten Untergründen zu empfehlen, da sie auch stehen, ohne dass man viele Seile spannen muss (sie haben eine selbsttragende Konstruktion). Dafür sind die Apsiden (Vorräume) eher klein. Die relativ großen Flächen machen das Zelt windanfällig. Pluspunkt: Kuppelzelte sind einfach aufzubauen.
  2. Geodätische Zelte bestehen meist vier sich überkreuzender Stangen und kleineren Flächen. Folge: höhere Windstabilität. Bei Geodäten wird in der Regel das Innenzelt aufgebaut und das Außenzelt darüber geworfen. Vorteil: Sie können das Innenzelt bei Hitze auch ohne Überzelt verwenden.
  3. Bei Tunnelzelten bilden zwei oder mehr parallel angeordnete Gestängebögen eine Art Tunnel. Ergebnis: Sehr viel Platz, auch für sperriges Gepäck. Tunnelzelte sind nicht freistehend, aber bei guter Abspannung sturmsicher (wenn sie richtig zur Windrichtung stehen). Sie lassen sich sogar von einer Person im Sturm aufbauen. Das Gestänge verläuft meist im Außenzelt, das Innenzelt bleibt eingehängt.
  4. Pop-up- oder Wurfzelte müssen nicht umständlich zusammenbaut und aufgestellt werden. Dank flexibler, aufrollbarer Zeltstangen wirft man das Zelt auf den Boden und es errichtet sich ganz von alleine.

Welches Zelt letztlich das geeignetste für Sie ist, richtet sich auch nach dem Einsatzziel:

Familienzelte sind gut fürs Camping in großen Gruppen. Sie bieten viel Platz und Komfort – für alle, die das Zelterlebnis der stickigen Pension vorziehen. Es spielt dabei fast keine Rolle, wie schwer das Zelt ist, weil Sie es nur aus dem Auto hieven müssen und dann als Basislager nutzen.

Leichtgewichtszelte (unter 2 Kilo) sind etwas für Outdoor-Fans, die auf eher kurzen Touren alles selber tragen, die nachts nur geschützt irgendwo schlafen müssen, sonst aber eher auf den Beinen sind.

Trekkingzelte (maximal 4 Kilo) sind für Outdoorer, die lange Strecken zurück legen und jede Nacht ihr Zelt in einer neuen Umgebung aufbauen. Trekker brauchen zuverlässige Zelte, wollen aber ihr Geld lieber in ihre Reisen investieren.

Expeditionszelte sind für harte Touren, bei denen das (Über)leben an der Ausrüstung hängt. Sie sind zuverlässig, robust, noch tragbar (bis 5 Kilo) und schützen auch bei extremen Bedingungen.

Das richtige Zelt für jeden Typ
Das richtige Zelt für jeden Typ 14 Bilder

Daran erkennen Sie ein gutes Zelt:

  1. Gestänge: Hochwertige Gestänge sind aus eloxiertem Aluminium, einfache aus Fiberglas. Bei durchgehenden Stangenkanälen können Sie die Stange schneller durchschieben. Das Gestänge im Außenzelt ist besser für nasse Regionen. Das Gestänge im Innenzelt für heiße Gegenden.
  2. Außenzelt: Prüfen Sie die Nähte. Sie sollten geradlinig verlaufen. Das Außenzelt sollte aus Polyester, Polyamid mit Silikon (hochwertiger, reißt nicht so schnell ein) oder Polyurethan (PU, gut und günstiger) sein. Finger weg von angepriesenen alubeschichteten Zelten – die Beschichtung hält nicht lange!
  3. Innenzelt: Das Innenzelt sollte straff sitzen und genügend Platz bieten. Am besten: Probeliegen mit Matte! Bei Mehr-Personen-Zelten dürfen die Matten nicht überlappen, Kopf und Füße sollten nicht anstoßen. Vorsicht vor Innenzelten aus Moskitonetzstoff: Hier zieht es womöglich empfindlich durch.
  4. Zeltboden: Idealerweise ist er aus einem robusten Stück Nylon mit PU-Beschichtung. Hier auch auf sauber geklebte Nähte achten. Die Bodenwanne sollte sich an den Seiten mindestens acht Zentimeter hochziehen.
  5. Lüfter: Sie sorgen für Ventilation, wenn das Zelt geschlossen ist. Lüfter sollten sich verschließen lassen.

Sponsored SectionAnzeige