Überzeugungskraft: Das Sprechtempo macht den Erfolg

Auf die richtige Sprechweise kommt´s an
Durchschnittliches Sprechtempo kommt gut beim Zuhörer an

Ein zu langsames Sprechtempo überzeugt nicht, sondern lässt den Sprecher einfach dumm erscheinen

Wer andere nicht nur inhaltlich, sondern auch mit dem geeigneten Tempo überzeugen will, sollte am besten eine durchschnittliche Sprechgeschwindigkeit benutzen. Alles andere kann sich schnell ins Gegenteil wenden, so eine Studie an der US-Universität Michigan. Danach vermitteln schnell sprechende Menschen den Eindruck, dass sie jemanden über den Tisch ziehen wollen, und langsame Sprecher eher ein Bild von Übergenauigkeit oder sogar Dümmlichkeit .

Das Forscherteam um Sprachwissenschaftler Jose Benki hatte untersucht, wie das Sprechverhalten Einfluss auf die Teilnehmer von Telefonumfragen nimmt. Sie analysierten dafür Sprechgeschwindigkeit, Stimmlage und Pausen im Redefluss der Telefoninterviewer und bezogen diese Faktoren auf den erzielten Erfolg.

Variation in Stimmlage wenig effektiv
Entgegen der Annahme der Forscher hatte ein Wechsel im Tonfall der Interviewer kaum Einfluss. Allerdings gebe es aber einen geschlechtsspezifischen Unterschied im Hinblick auf Stimmlage und Erfolg, erklärt Benki. Männliche Interviewer mit höheren Stimmen seien weniger erfolgreich als Kollegen mit tiefen Stimmen. Bei Frauen war hingegen kein Unterschied erkennbar.

Kein Erfolg mit Redefluss ohne Pausen
Vier bis fünf Mal pro Minute sollte der Sprecher eine Pause einlegen, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Grund: Wer ununterbrochen redet, wirkt gehetzt und vermittelt den Eindruck, er würde das Gesagte ablesen, so Benki.

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