Bestandsaufnahme: Das "Vorher-Shooting"

Lichttest
Alles in der richtigen Position? Akribische Genauigkeit beim Fotoshooting

Diese Woche soll ein Fotoshooting den Status Quo konservieren und dann steht da noch ein Termin mit meinem "Schleifer" an

Mittwoch, 26. August: Fotoshooting

Heute stand das Vorher-Shooting auf dem Programm, das erste professionelle Shooting in meinem Leben wohlgemerkt. Die ganze Zeit standen ich und mein Körper im Mittelpunkt. Zunächst ein ungewohntes Gefühl, beäugte ich mich doch meistens nur selbst. Unwohl fühlte ich mich schon, schließlich bin ich noch weit weg von meiner angestrebten Idealform. Naja, ich stehe ja noch am Anfang der Reise.

Das Studio wirkte ziemlich professionell und ich fühlte mich sofort wohl. Ganz nebenbei wurde ich darauf hingewiesen, doch bitte mein Shirt auszuziehen und mich in Position zu bringen. Still stehen, Anweisungen folgen, die Mimik beherrschen und immer in das Objektiv schauen, das war mein Job. Das war zwar zuerst recht nervig, doch als ich die Ergebnisse auf dem Schirm sah, ergab das ganze Posing Sinn.

Die Vorlagenfotos von anderen durchtrainierten Models machten mich ziemlich neidisch, motivierten mich aber gleichzeitig.

Vorbereitung fürs Shooting

Sascha bei der Vorbereitung fürs Vorher-Shooting

Selbst beim Men's-Health-Interview bleib ich oben ohne, wie es sich gehört, und auch dabei fühlte ich mich sichtlich unwohl.

In Aufbruchstimmung verabschiedete ich mich schließlich von dem sympathischen Fotografengespann. In zwei Monaten soll das Ganze hier natürlich ganz anders aussehen: Dann werde ich als ein vor Kraft strotzendes Covermodel durch die Türen kommen. Mit mehr Bizeps und besserer Definition. Bis dahin werde ich aber noch viel Muskelkater und Ausdauereinheiten ertragen müssen.

Doch ganz ehrlich, ich freu' mich schon drauf!

Euer Sascha

Was misst der Oberarm?

Die Vermessung des Körpers, jedes Maß wird dokumentiert

Freitag, 28. August: Sportwissenschaftliche Untersuchung

Bevor ich mich ans Training wagen kann, musste natürlich zunächst einmal der Schlachtplan besprochen werden. Im Studio traf ich deshalb Sportwissenschaftler Dr. Stefan Geisler von der Sporthochschule Köln. Mein Körper wurde von ihm den verschiedensten Messungen unterzogen: Bestimmung des Körperfettanteils, Vermessung von Brust-, Bein-, Bauch- und Armumfang und schließlich ein Maximalkrafttest.

"Bankdrücken!", forderte Geisler. Super, dachte ich, ein professioneller Maximalkrafttest in meiner persönlichen Lieblingsdisziplin. Großspurig legte ich die Gewichtsscheiben auf und wir näherten uns in kleinen Schritten meinem Limit.

Mein Übermut erdrückte mich aber beim letzten Versuch, Stillstand bei 110 Kilogramm. Ich war enttäuscht, doch Geisler relativierte meine Schmach: "Dann haben wir also ein Ziel nach den acht Wochen!" Recht hat er, und meine Motivation war wieder da, nach der Challenge werde ich die 110-Kilo-Grenze knacken!

Nach dem Krafttest unterhielten wir uns noch ausgiebig über meine Trainingsgewohnheiten. Alle Details wurden durchgesprochen, von der Ernährung bis hin zu den Ruhephasen. Geisler hatte auch schon eine genaue Vorstellung davon, wie der Fahrplan für die nächsten acht Wochen aussehen wird. Mit dem Versprechen, mir den Plan am Montag zuzusenden und den besten Erfolgswünschen fürs Training, verabschiedeten wir uns.

Ich war gespannt, was für ein Workout ich Montag in meinem Postfach vorfinden würde.

Euer Sascha

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