Seelischer Tiefstand: Depression bei Männern

Was hilft Ihnen gegen die üblicher Winterdepression?

Die Zahl der Betroffenen Männer wächst seit Jahren

Dies beobachten Experten seit langem, über die Ursachen herrscht weniger Einigkeit. Ist der Druck auf die Männer so viel größer geworden? Haben sie weniger Halt als früher? Oder sind sie nur eher bereit, ihre Schwächen zuzugeben? Die Wahrheit ist vermutlich eine Mischung aus all diesen Aspekten.

Was hilft Ihnen gegen die üblicher Winterdepression?
Bei Depressionen wird man lustlos

"Der Anteil der Männer an behandlungsbedürftigen Depressionen macht in Deutschland zwar nur zirka ein Drittel aus, doch das liegt auch daran, dass das Leiden bei Frauen öfter diagnostiziert wird", sagt Professor Ulrich Hegerl von der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians- -Universität in München. "Es ist eben verpönt, als Mann zu sagen: Ich bin depressiv. Denn der Mann von heute soll erfolgreich, sportlich und rundherum glücklich sein, sagt Expertin Just. Doch Partnerschaftsprobleme, Frust im Job, Stress und Zukunftssorgen belasten auch Männer.

Typische Symptome sind allgemeine Lustlosigkeit (auch sexuell), Schlafstörungen, Selbstvorwürfe und tiefe Verzweiflung. Die seelische Qual kann sich auch körperlich äußern – durch Herzbeschwerden, Panikattacken oder Magenschmerzen. "In meine Praxis kommen Personalchefs, die sich jeden Morgen übergeben, weil sie die ständigen Entlassungen nicht ertragen", erzählt Just. Doch wenn man dem Arzt gegenüber Supermann spielt, leitet der womöglich eine falsche Behandlung ein.

Den Ladykiller besiegen
"Verlusterlebnisse und negative Ereignisse führen nicht bei allen Menschen zu Depressionen", erklärt Hegerl. "Genetische Faktoren und wahrscheinlich frühe Kindheitserlebnisse spielen eine wichtige Rolle bei der Erklärung, warum manche trotz schwerer Schicksalsschläge nicht erkranken, andere schon."

Auf Schicksalsschläge, Genetik und Kindheitstraumata haben Sie wenig Einfluss, aber eines können Sie tun: Suchen Sie Hilfe! Wenn Sie sich zutiefst unglücklich fühlen, sprechen Sie mit jemandem darüber: mit Freunden, Familienmitgliedern, professionellen Beratern oder Hausarzt. Üben Sie am besten, bevor Ihnen ein Problem wirklich an die Nieren geht, und antworten Sie auf das nächste "Wie geht's, Kumpel?" mal ehrlich.

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