Lichteinfluss: Depressiv durch zu viel Sonne?

Depressionen werden mit dem Alter häufiger
Nicht jeder kommt mir soviel Sonne klar

Menschen, die auf den schönsten und sonnigsten Flecken Erde leben, sollen besonders häufig zu Depressionen neigen

Studien zeigen, dass Depressionen in wohlhabenden Küstenstädten in der westlichen Welt dort besonders häufig sind, wo allzeit gutes Wetter herrscht: etwa in Kalifornien, USA oder in Queensland, Australien. Solche Forschungsergebnisse scheinen jedoch jenen zu widersprechen, die in Sonne und Licht ein wirksames Mittel zur Behandlung des sogenannten Winter-Blues erkannten. Solcherart saisonal bedingte Gemütsstörungen werden vor allem in langen, dunklen nordischen Wintern beobachtet. Der Widerspruch lässt sich allerdings ganz einfach auflösen: "Die Sommerdepression wird durch Hitze verursacht, nicht durch den Effekt des Lichtes", sagt der britische Physiologie-Professor Bill Keatinge von der Universität London.

Weich gekocht
Die hohen Temperaturen führen zu Lethargie und die Monotonie der konstanten Hitze scheinen Körper und Geist zu schaden. So kann das Leben im vermeintlichen Paradies auf Erden gepaart mit künstlichen Umgebungen mit Klimaanlagen und elektrischer Beleuchtung die innere Uhr der Menschen stören und so zu einer erhöhten Reizbarkeit und Entfremdung führen.

Zu reich um glücklich zu sein?
Einige Experten stellen diese Beweiskette in Frage, indem sie sagen, dass die sonnigen Paradiese besonders viele wohlhabende Menschen im Ruhestand anlockten, die aus anderen Gründen vermehrt depressiv sein könnten und sich auf Grund ihres Wohlstands häufiger einen Besuch beim Psychiater leisten könnten.

WHO warnt vor UV-Strahlen
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine weitere Erklärung parat: Eine übermäßige Dosis an UV-Strahlen kann das Immunsystem unterdrücken. Das wiederum kann zu vermehrten Infektionen führen und den körperlichen Allgemeinzustand der Menschen verschlechtern. Auch daraus könnten Depressionen entstehen, meldet BBC News Online.

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