Jobfrust: Der Besserwisser

Gut gestützt
Er war so ein großer Besserwisser, dass er manche Dinge sogar besser wusste, als er selbst

Standardsatz: „Das hätte ich dir auch gleich sagen können.“

Strategie: „Diese Menschen können anderen nicht zuhören und bremsen Mitarbeiter aus“, erklärt der Experte. Ideen ersticken sie auf diese Weise im Keim – und zwar in erster Linie, weil sie nicht von ihnen selbst sind.

Nachteil: Besonders als Vorgesetzter ist dieser Mensch sehr schwierig, weil ihm ein Instrument der Mitarbeiterführung fehlt: die Fähigkeit zu motivieren. Er fordert alles, gibt aber kein positives Feedback. Die Folge: Seine Umgebung fühlt sich schnell ausgepowert und verliert den Spaß an der Arbeit.

Vorteil: Ein kleiner Teil im Grunddenken des Besserwissers ist sehr gut: ständig etwas verbessern zu wollen. „Aber die praktische Umsetzung ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt, weil der Besserwisser prinzipiell mit dem Erreichten niemals zufrieden ist“, sagt Mackenthun. Die Anmerkungen des Nörglers haben zwar häufig Substanz, setzen sich jedoch über höfliche Umgangsformen hinweg.

So werden Sie den Besserwisser los: Kein Scherz: Loben Sie ihn! „Die natürliche Reaktion auf den Besserwisser ist häufig Abwehr. Kollegen sind genervt und meiden diese Person“, weiß Mackenthun. Er empfiehlt die gegenteilige Strategie, um die anstrengenden Züge des Kollegen oder Chefs zu mildern: „Fragen Sie den Besserwisser um Rat und erkennen Sie seine Hilfe an – auch wenn die Gefahr besteht, dass er sich dadurch in seinem Verhalten bestätigt fühlt. Damit leben Sie aber ein positives Bild vor, das die Person adaptieren kann.“ Nicht selten steckt hinter der Besserwisserei der Wunsch nach Anerkennung. Spürt der Besserwisser die Akzeptanz, wird er zumeist verträglicher.

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