So kommen Sie auch mal zum Zug: Der beste Platz beim Umzug

Karneval ist die Grippe-Ansteckungsgefahr sehr groß
Überraschung: Ganz vorn sieht man am besten

Die besten Plätze bei den Straßenumzügen sind vorn

Ganz vorne sieht man am meisten, kann am besten die Süßigkeiten (Kamelle) einsammeln und entgeht der Gefahr, von einer fliegenden Pralinenschachtel umgemäht zu werden. „Die werden meist mit viel Schwung weiter nach hinten geworfen“, sagt Thomas Brauckmann, der 1997 Karnevalsprinz in Köln war.

Halten Sie sich von Leuten fern, die einen Schirm dabei haben: Manche versuchen, ihn umgedreht aufgespannt zum Fangen von Süßigkeiten zu benutzen. Höchste Gefahr für alle Augen im Umkreis von zwei Metern! Um ein Plätzchen in der ersten Reihe zu ergattern, muss man mindestens zwei, besser drei Stunden vor Ankunft des Zuges da sein.

Auf einer der Tribünen zu sitzen, wird schwer: Der Vorverkauf für die Plätze beginnt schon im Herbst des Vorjahres (Tel. 0221/2580404). Begehrt sind auch die Fensterplätze in den Häusern am Zugweg: die beste Sicht bei vollem Komfort. Keine Beziehungen? Keine Chance! Sie wollen am liebsten selber Bonbons werfen? „Viele Karnevalsgesellschaften nehmen schon Gäste mit, aber eigentlich keine Fremden“, so Thomas Brauckmann. „Eine Spende kann da manchmal helfen.“

Falls Sie es noch nicht wussten: Das sind die Veranstaltungen, bei denen Büttenredner auftauchen. Karten sind ab Herbst erhältlich. Achten Sie unbedingt darauf, welche Garderobe gewünscht wird – das steht auf der Eintrittskarte! Wenn Sie mit Ihrer Partnerin im Neandertaler-Kostüm bei einer Gala- oder Prunksitzung aufkreuzen, auf der alle anderen Anzug und Abendgarderobe tragen, dann werden Sie das Ende dieses Abends wohl kaum erleben. Oder allenfalls mit ausgekratzten Augen.

Glauben Sie nicht, das Thema ginge Sie gar nichts an: Ihr japanischer Geschäftsfreund könnte Sie mit Karten für eine Sitzung überraschen. Was Ihnen übrigens schon ab November passieren kann. Will er Sie ohne Vorwarnung auf eine Kostümsitzung schleifen, disqualifiziert ihn dies eigentlich als Geschäftspartner – doch woher soll ein Japaner das wissen? Also Augen zu und durch: Es gibt Läden, die von der roten Nase zum kompletten Kostüm alles haben (siehe Gelbe Seiten unter „Festartikel“).

Überlassen Sie aber den Cowboy-Dress den Zehnjährigen, auch wenn Sie die Gelegenheit, mal wieder mit stinkenden Platzpatronen zu schießen, noch so reizt. Zorro dagegen kommt bei den Frauen gut an – es sei denn, Sie haben eine Figur wie Dirk Bach. Und das Programm? Kopf hoch: Es ist gar nicht so schlimm, wie’s im Fernsehen oft rüberkommt.

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