Stunt-Manöver für den Alltag: Der Einparkdrift

Ein ungleiches Paar
Mit dem einen kriegen Sie Parkplätze, mit dem anderen schaffen Sie sich welche

Supermarkt, Samstag Nachmittag, seit 30 Minuten streiten Sie mit gestressten Familienpapas um die letzten Parkplätze: da tut sich eine Lücke auf!

Ausführung
Der Experte erklärt: "Genau genommen ist es kein 100-prozentiger Drift, der den Wagen in die Lücke bewegt. Das Auto wird vielmehr in die Lücke ge­lenkt. Der eigentliche Drift ­fin­det erst in letzter Sekunde statt, wenn das Heck durch Ziehen der Handbremse die Front über­holen möchte." Würde man nur durch einen Drift einparken wollen, bräuchte man eine rie­si­ge Lücke und einen noch viel größeren Anlauf.

Faustregel:
Eine 180-Drehung bedeutet mindestens eine Spur­breite Versatz. "Und je schneller der Wagen, desto länger befindet er sich in der Quer­bewe­gung", erklärt mir Ausbilder Ronnie, wäh­rend wir uns bei zirka 30 Kilo­me­tern pro Stunde in der Quer­bewegung befinden. "Egal bei welchem Stunt, ich habe immer nur den Punkt im Auge, zu dem ich hin will. Diesen Punkt steuere ich dann auto­matisch an", erzählt Ronnie.

  1. Beim Lenken nur Impulse geben. Eine Bewegung von zirka 20 Zentimetern genügt. Den Rest macht das Heck, das dich irgendwann überholt, weil du ...
  2. ... die Handbremse anziehst.
  3. Die Hand­bremse kurz loslassen, die Front schiebt sich in die Lücke.
  4. Hand­bremse wieder anziehen, zusätzlich Fußbremse betätigen. Den Erfolg bestimmt zur Hälfte die richtige Technik, zum anderen das Gefühl, also Übung.
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