Die Zersetzungskammer: Der Magen

Magenschmerzen lassen sich mit Akupunktur schnell beheben
Die Nahrung nimmt einen langen Weg auf sich, um dann zersetzt zu werden

Ist Ihnen mal wieder etwas auf den Magen geschlagen? Was Ihr Magen nicht mag, erfahren Sie hier

Ihr Magen ist stinksauer. Die Salzsäure in seinem Inneren wäre außerhalb des Körpers als ätzender Gefahrenstoff gekennzeichnet. Sie löst feste Nahrungsbestandteile, spaltet Proteine und tötet Bakterien. Probleme bereitet der Magen, wenn sein Saft die eigenen Schleimhäute attackiert.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder fließt Säure in die falsche Richtung und verätzt die Speiseröhre – dann haben Sie Sodbrennen. Weil die Beschwerden zumeist gegen Abend auftreten, sollten Sie die letzte Mahlzeit um 18 Uhr einnehmen. Die zweite, schlimmere Gefahr: Magensäure greift die Magen- oder Darmwand an. Dann droht ein Geschwür – und langfristig Krebs.

Testen Sie Ihr Magengeschwür-Risiko

  • Leiden Sie häufig unter Schmerzen in der Magengegend oder im Oberbauch?
  • Verstärken sich die Schmerzen nach dem Essen?
  • Treten diese Schmerzen besonders bei nüchternem Magen auf (etwa nachts) und verschwinden, sobald Sie essen?
  • Leiden Sie an Übelkeit und verspüren Sie plötzlich Abneigung gegen Nahrungsmittel wie Fruchtsaft oder Kaffee?

Ergebnis: Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit ja beantwortet haben, dann besteht der Verdacht auf ein Geschwür im Magen (Schmerzen nach der Nahrungsaufnahme) oder im Zwölffingerdarm (Schmerzen bei Nüchternheit). Auslöser ist in den meisten Fällen das Bakterium Helicobacter pylori, das sich in der Schleimhaut einnistet. Der Körper reagiert darauf mit einer Entzündung und übermäßiger Produktion von Säure. Lassen Sie beim Arzt unbedingt einen Atemtest durchführen.

Magen-Tuning: Erster Schritt gegen Magengeschwüre: Neutralisierung der Säure und Verringerung ihrer Produktion. Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin sowie auf bestimmte (zum Beispiel Acetylsalicylsäure enthaltende) Schmerzmittel. Meiden Sie darüber hinaus Nahrungsmittel, die Schmerzen und Völlegefühl nur verschlimmern. Reicht das nicht aus, verschreibt der Arzt Medikamente (etwa Antazida).

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