Holzkohle, Smoker & Co: Der richtige Grill für jeden Typ

 Welcher Grill für welchen Typ: Die beliebtesten Grill-Typen sind Holzkohle-, Gas-, und Elektrogrills
Egal für welchen Grill Sie sich entscheiden: die Temperatur entscheidet über den Geschmack, nicht das Modell

Mit unseren Tipps findet jeder genau den Grill, der zu ihm passt: ob Smoker, Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, wie viel Sie im Durchschnitt grillen. Davon sollte die Größe des Grills abhängen. In den meisten Baumärkten sind viele Modelle als Austellungsobjekte schon vorher aufgebaut. Probieren Sie ein paar Modelle einfach mal aus.

Achten Sie auf die Qualität: Achten Sie bei Ihrem Grill auf ausreichende Materialstärke, solide Verarbeitung ohne scharfe Kanten, isolierte Griffe und nicht rostende Materialien. Prüfen Sie beim Kauf das gewünschte Modell auf seine Standsicherheit. Eine vorhandene TÜV-, DIN- oder GS-Plakette gibt Aufschluss über die Qualität. Das "Q" als TÜV-Gütezeichen kennzeichnet Grillgeräte, die über eine gute Hitzeverteilung verfügen, gesundheitlich unbedenklich und einfach zu handhaben sind. Eine Garantiezusage des Herstellers trennt die Spreu vom Weizen.

Welcher Grill für welchen Typ:
Die beliebtesten Grill-Typen sind Holzkohle-, Gas-, und Elektrogrills. Aber auch die neuen Smoker werden immer beliebter. Eingefleischte Grillfans und Liebhaber des gewissen Lagerfeuer-Flairs schwören auf den altbewährten Holzkohlegrill. Doch welche Vor- und Nachteile bieten die einzelnen Grill-Typen? Wir verraten's Ihnen:

Holzkohlegrills sind praktisch und günstig in der Anschaffung

Holzkohlegrill

Pro: Ein Holzkohlegrill ist meist günstig in der Anschaffung und fast idiotensicher zu bedienen. Außerdem lässt sich ein Holzkohlegrill fast überall aufstellen. Perfektes Grillaroma und ein echtes Grillerlebnis ist mit Holzkohlegrill garantiert – mit jeder Menge Rauch, Ruß und Qualm.
Kontra: Herumfliegende Glut und rußige Hände. Außerdem erfordert die Vor- und Nachbereitung (Kohle anheizen etc.) mehr Zeit als bei Elektro- oder Gasgrills. Auch die Holzkohle und Grillanzünder müssen extra besorgt und mitgeschleppt werden. Des Weiteren muss bei längeren Grill-Sessions immer wieder Kohle nachgelegt werden. Und: die Verwendung auf Balkonen ist ein echtes No Go.

Bei Gasgrills kann man die Hitze gut regulieren

Gasgrill

Pro: Gasgrills haben den Vorteil, dass sie schneller aufheizen und so spontan nutzbar sind. Bei längeren Grillabenden entfällt auch das Nachlegen neuer Kohle. Außerdem werden weniger Gerüche und Rauch freigesetzt, was wiederum die Nachbarn belästigen könnten. Die Temperatur lässt sich exakt einstellen und einfach regulieren.
Kontra: Ein Gasgrill benötigt – wie der Name schon sagt – Gas (Gasflaschen). Die Flaschen müssen extra gekauft und natürlich auch irgendwo gelagert werden. Den Platz hat nicht jeder. Der Grill selbst benötigt ebenfalls einiges an Platz und ist meist groß und sperrig. Außerdem ist der Anschaffungspreis für qualitativ hochwertige Produkte ziemlich hoch.

Ein Elektrogrill kann gut auf kleinstem Raum genutzt werden

Elektrogrill

Pro: Ein Elektrogrill kann gut auf kleinstem Raum genutzt werden und eignet sich hervorragend für die Grillparty auf dem Balkon oder im Wohnzimmer (Tisch-Elektrogrill). Er lässt sich leicht reinigen, ist kostengünstig und nicht so geruchsintensiv wie zum Beispiel ein Holzkohlegrill. Außerdem lässt sich die Temperatur gut einstellen.Je nach Modell kann übrigens auch mit dem Elektrogrill indirekt gegrillt werden.Und: Den Elektrogrill brauchen Sie nur einzuschalten, dann kann es losgehen.
Kontra:
Ein Elektrogrill benötigt Strom – das begrenzt das Einsatzgebiet. Heißt: Kein Grillen in Park & Co. Leider ist meist auch die Auflagefläche also der Rost kleiner als bei Gas- oder Holzkohlegrills.

Beim Smoker erhält das Grillgut einen typisch rauchigen Geschmack

Smoker

Pro: Der typisch rauchige Geschmack des Smoker-Grillguts ist auf jeden Fall ein Pluspunkt. Und: Durch das gleichmäßige Umströmen von Fleisch & Co mit dem heißem Rauch, ist eine gleichmäßige Garung gewährleistet. Außerdem spart das "smoken" Zeit, da Sie das Fleisch nicht ständig wenden müssen.
Kontra: Spontane Grillparty? Fehlanzeige! Die langen Garzeiten (7h sind keine Seltenheit) sind defintiv ein dickes Minus. Da die Temperatur beim Smoker konstant gehalten werden muss, benötigt der Grillmeister ein geschicktes Händchen im Umgang mit dem Grill. Weitere Abstriche muss man beim Thema Platz machen: Ein Smoker ist ziemlich groß und ist daher allein aufgrund von Platzmangel nicht für jeden geeignet.

Und welcher Grill grillt am leckersten? Der besondere Grillgeschmack entsteht, wenn etwa 180 Grad an der Oberfläche des Grillgutes herrschen. Die Temperatur wird von fast allen Grills erreicht – egal, ob sie mit Kohle, Gas oder elektrisch arbeiten.

Sie schwören auf den typischen "Holzkohlegeschmack"? Tja, diesen "Geschmack" gibt es allerdings gar nicht. Oder haben Sie schon mal in ein Stück Kohle gebissen? Folgende Faktoren sorgen für den speziellen Geschmack beim Grillen:
1. Fleischsaft verdampft und setzt sich dann auf dem Grillgut fest. Welche Hitzequelle den Fleischsaft zum Verdampfen bringt, ist egal
2. Die enorme Saftigkeit des Fleisches. Die Poren schließen sich bei den hohen Grilltemperaturen sofort, der Saft wird eingeschlossen, und das Fleisch gart schonend.
3. Mit Rosmarin, Thymian oder Lorbeer, aber auch mit der Rinde von Eiche, Apfel- oder Kirschbaum, die in die Glut gegeben werden, kann man Fleisch zusätzlich eine feine Note verleihen
4. Grillen Sie mit Gas, wickeln Sie die Aromabringer in durchlöcherte Alufolie.

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