Arbeitszeugnis: Der Ton macht das Einser-Zeugnis

Unfreundliche Kollegen: Das darf ins Arbeitszeugnis
Wenn Kollegen unsozial sind, darf das ins Arbeitszeugnis

Top-Leistung ist nicht alles: Ein Chef darf im Arbeitszeugnis schreiben, wie sich sein Mitarbeiter verhalten hat

Bringt ein Arbeitnehmer zwar Top-Leistung, verhält sich seinen Kollegen gegenüber aber unfreundlich, so darf das der Chef im Arbeitszeugnis auch vermerken. Das urteilte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz am Montag in Mainz.

Das Gericht wies damit die Klage eines Mannes zurück, der seine durchschnittliche Bewertung im Arbeitszeugnis nicht akzeptieren wollte. Zwar sei die überdurchschnittliche Leistung erwähnt, allerdings wurde diese zugleich im nächsten Absatz mit seinem unfreundlichen Umgang zu seinen Kollegen und Vorgesetzten abgewertet. Der Kläger argumentierte, dass überdurchschnittliche Leistungen auch ein überdurchschnittliches Zeugnis rechtfertigten.

Das LGA jedoch verkündete, dass gute Leistungen nichts mit dem persönlichen Verhalten zu tun hätten. Mitarbeiter, die eine sehr gute Beurteilung wünschen, müssten demnach auch entsprechende Voraussetzungen erfüllen. So müsse der Kläger zukünftig nachweisen, dass eine bessere Beurteilung im Bezug auf das Sozialverhalten gerechtfertigt sei.

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