Körperbilder: Der Weg zum ersten Tattoo

Knöchel und Handgelenk sind besonders schmerzempfindlich
Gute Tätowierer tragen immer Handschuhe

Sie tragen sich mit dem Gedanken, ein Tattoo stechen zu lassen? Dann lesen Sie hier, worauf Sie achten müssen

Sie wollen ein Tattoo? Das erwartet Sie:

  1. Die Hautstelle, die Sie für Ihr Wunschmotiv gewählt haben, wird gründlich desinfiziert und auch rasiert, da schon kleinste Härchen beim Aufbringen des Motivs stören können. Der Tätowierer sollte stets Handschuhe tragen, denn immerhin arbeitet er an einer offenen Wunde. Nachdem die Hautfläche zur Vermeidung von Schorf mit Melkfett eingerieben wurde, wird die Vorlage auf die Haut gebracht: Entweder mittels einer Art "Abziehbildchen" oder auch frei Hand. In diesem Prozess kann man durchaus noch Änderungen vereinbaren.
  2. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, Farbe in die Haut zu bekommen: Entweder ist die Tätowiermaschine selbst mit Farbe gefüllt oder aber die Nadel wird während des Tätowiervorgangs immer wieder in Farbe getaucht. Je nach Körperstelle und eigener Schmerzempfindlichkeit schmerzt die Prozedur mehr oder weniger. Vor allem Knöchel und Handgelenk sind dabei besonders schmerzempfindlich. Zuerst werden Außenlinien tätowiert. Später folgen dann Füllung und Schattenbereiche. Für die Umrandung setzt man in der Regel nur eine, für die Füllung mehrere Nadeln in die Maschine ein.
  3. Zum Abschluss muss die Tätowierung noch einmal desinfiziert, mit Melkfett eingerieben und schließlich überklebt werden (mit einem Verband oder Klarsichtfolie), damit kein Dreck an die frische Wunde gelangen kann.

Tipps vonMarcel Feige, Autor des Buches "Tattoo & Piercing" (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag):

  • Die frische Tätowierung muss regelmäßig eingecremt werden. Langes Duschen und Baden in chlorhaltigem Wasser sollte komplett vermieden werden.
  • Für Sonnenanbeter sind Tätowierungen im Sommer ein absolutes "No-Go", denn die Sonne bleicht Tattoos aus, so dass die Farbintensität verringert wird.
  • Vor dem Termin sollte die zu tätowierende Stelle nicht mit UV-Strahlung in Berührung kommen. Die Strahlung nämlich erweitert die Poren, sodass beim Tätowieren mehr Blut fließen wird.
  • Viele Medikamente wie Aspirin verdünnen das Blut und führen zur verstärkten Blutung.
  • Ebenso Alkohol: Durch alkoholische Getränke werden die Blutgefäße erweitert.
Seite 2 von 12

Sponsored SectionAnzeige