Sicherheit im Netz: Deutsche ändern E-Mail-Passwort zu selten

Deutsche ändern E-Mail-Passwort zu selten
Ein sicheres Passwort sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern bestehen

Trotz massivem Datenklau und Hacker-Angriffe: Nur jeder zweite Deutsche ändert das Passwort für sein E-Mail-Konto häufiger als einmal im Jahr

Nur 50 Prozent aller deutschen Internet-User ändern das Passwort für ihren E-Mail-Zugang mindestens einmal im Jahr. Ein Fünftel gab sogar an, die Zugangsdaten nie zu wechseln, so eine Forsa-Umfrage im Auftrag der CosmosDirekt-Versicherung. Demnach ändert selbst nach Medienberichten über Hacker-Angriffe und Datenklau nur acht Prozent der Befragten ihr Passwort.

Die Auswertung der Umfrage:

Ich wechsel mein Passwort...

Anteil
seltener als jährlich30%
nie20%
jährlich12%
etwa halbjährlich9%
alle zwei bis drei Monate8%
nur nach Medienberichten8%
jeden Monat

5%

(An 100 Prozent fehlende Angaben = "weiß nicht")

Ein E-Mail-Postfach kann für Kriminelle besonders attraktiv sein, warnen Experten. Über Mails können Hacker an sensible Daten und Passwörter für Online-Banking, Internetshops und andere persönliche Informationen kommen. Und zwar selbst wenn Login-Daten nicht im Posteingang zu finden sind. Die Funktion "Passwort vergessen" bei vielen Online-Diensten reiche schon aus.

So wählen Sie ein sicheres Passwort:

  • Ein Passwort sollte mindestens zehn bis zwölf Zeichen lang sein
  • Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern (?$%&…) bestehen. Diese nicht am Anfang oder Ende positionieren, sondern am besten innerhalb des Passwörter.
  • Ihr Passwort sollte keinen persönlichen Bezug auf echte Namen und Geburtsdaten haben
  • Verwenden Sie keine Wörterbücher oder existierende Wörter
  • Verwenden Sie keine gängigen Tastaturmuster wie „qwertz“ oder „1234abcd“
  • Bilden Sie komplizierte Passwörter mit Hilfe von Merksätzen: „Die Men’s Health lese Ich schon seit zehn Jahren.“ – Das Passwort ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben: „DMHlisszJ“ Gehen Sie noch einen Schritt weiter und ersetzen Buchstaben mit Ziffern und ähnlich aussehenden Sonderzeichen: „DMH1i§s10J“

Keine einheitlichen Passwörter verwenden: Auch wenn Sie ein vermeintlich kompliziertes Passwort erstellt haben: Erstellen Sie für jeden Ihrer Internetzugänge ein separates Passwort. Ansonsten hätte ein Hacker mit einem geknackten Passwort direkt Ihre sämtlichen Login-Daten.

Passwörter nur gesichert hinterlegen: Speichern Sie Passwörter nur mit speziellen Tools (wie etwa keepass oder Steganos). Über ein zentrales Masterpasswort können Sie dann Ihre Daten verwalten. Passwörter, die im Browser gespeichert werden, können leicht in die Hände Dritter gelangen, sobald jemand anderes an Ihrem Rechner sitzt. Absolutes Tabu: Notizzettel am Rechner!

Voreingestellte Passwörter nicht übernehmen: Automatisch generierte Passwörter sollten Sie umgehend ändern.

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