Lebensstil: Deutsche Männer leben ungesund

Lebenstil: Männer in Deutschland leben ungesünder als Frauen
Männer greifen offenbar deutlich seltener zu Obst als Frauen

Im Geschlechtervergleich ernähren sich Männer wesentlich ungesünder und trinken mehr Alkohol als Frauen

Männer führen einen deutlich ungesünderen Lebensstil als Frauen, so eine Studie der Deutschen Krankenversicherung (DVK), in der etwa 2500 Menschen in Deutschland zu Essverhalten, Bewegung sowie Alkohol- und Nikotinkonsum befragt wurden. Nur knapp zehn Prozent der Männer leben danach rundum gesund, während es bei den Frauen immerhin fast 18 Prozent sind. Offenbar liegt das an einem exessiveren Lebensstil: Männer ernähren sich unausgewogener (essen beispielsweise weniger Obst), rauchen und trinken mehr und leiden auch öfter unter Stress. Allerdings liegen sie nicht in allen lebensverlängernden Disziplinen zurück: Männer leben aktiver als Frauen, bewegen sich häufiger und intensiver sowie üben eher anstrengende Sportarten aus.

Auch innerhalb der verschiedenen Altersgruppen gibt es klare Unterschiede im Lebensstil. So leben jüngere insgesamt ungesünder als ältere Menschen. Laut Studie essen Unter-30-Jährige deutlich ungesünder und rauchen auch häufiger. Nur sieben Prozent von ihnen leben rundum gesund. Ältere Menschen gehören hingegen zu den am gesündesten lebenden Menschen in Deutschland. Zwar bewegen sie sich weniger intensiv, dafür aber länger und häufiger – indem sie zum Beispiel öfter Fahrrad fahren.

Wer zudem erwartet hat, dass ein höherer Bildungsstand auf einen gesünderen Lebensstil hindeutet, irrt. Nur 14 Prozent der Akademiker leben gänzlich gesund, während es bei den Menschen mit Hauptschulabschluss 16,5 Prozent sind. Grund dafür ist, dass Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss sich insgesamt mehr bewegen, da sie unter anderem doppelt so viel intensive körperliche Aktivität leisten wie Abiturienten oder Hochschulabsolventen.

Insgesamt leben nur 14 Prozent aller Deutschen gesund. Den gesündesten Lebensstil führen die Menschen in Mecklenburg Vorpommern, Niedersachsen und Bremen. Da die Deutschen in Sachen Bewegung nicht besonders gut abschneiden, haben die Studienverfasser auch gleich gefragt, was die Befragten zu mehr Sport motvieren könnte. Ergebnis: das liebe Geld. Fast die Hälfte (44 Prozent) würden sich für niedrigere Krankenversicherungsbeiträge mehr bewegen.

Keine Bewegung!

Einen speziellen Blick auf diese Studie wirft Men's-Health-Chefautor Jens Clasen in seinem BlogJensHealth.de.

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