Jojo-Gefahr: Diäten machen dick

Übergewicht kann ansteckend sein
Der Jo-Jo-Effekt in seiner extremen Art

Man kennt sie in allen möglichen Varianten, von der Ananas-Diät über die Kohlsuppen-Diät bis hin zu Blitz-Diäten. Vergessen Sie Schlagworter wie "Schlank in zwei Wochen". Denn die meisten Diäten ziehen den berüchtigten Jo-Jo-Effekt nach sich.

Diäten sind an sich etwas paradoxes, denn sie bedeutet für den Körper nichts anderes als eine Hungersnot - und so reagiert er darauf auch: Er bunkert. Bei einer Diät dürfen Sie meist nicht mehr als 1000 bis 1500 Kalorien zu sich nehmen. Das liegt deutlich unter dem Energiebedarf eines erwachsenen Menschen. Doch wenn der Körper nicht die benötigten Kalorien bekommt, schraubt er als Erstes seinen Bedarf zurück - der Grundumsatz sinkt. Und mit ihm die Lebensfreude - Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und miese Laune treten auf, dafür wachsen Appetit und Gier.

Sie verlieren Wasser, statt Fett
Und auch wenn zunächst die Pfunde purzeln, ist es leider nicht der Rettungsring der verschwindet. Denn Ihr Körper greift in der Hungersnot zuerst auf seine Kohlenhydratdepots zurück, und diese sind mit viel Wasser im Körper gespeichert. Statt Fett zu verringern, verlieren Sie zunächst nur Wasser. Und damit noch nicht genug - Sie verbrauchen während einer Diät viel körpereigenes Eiweiß, das heißt Muskelmasse wird abgebaut. So können Sie tatsächlich Gewicht verlieren und dabei trotzdem noch Fett ansetzen.

Der Jo-Jo-Effekt
Nach der Diät kehren die meisten zu Ihrem alten und falschen Essverhalten zurück. Dabei bunkert der Körper alles für die nächste Hungersnot und Ihre Fettzellen füllen sich praller denn je. Außerdem ist Ihr Grundumsatz nach einer Diät gesunken und die Lust auf leckeres Essen ist mächtiger als je zuvor. Der Körper möchte seine Massen wieder haben und reagiert mit Hunger. Sie nehmen also wieder zu, probieren die nächste Diät. Doch das Ergebnis bleibt das Gleiche: Ihr Gewicht geht rauf und runter - der Jo-Jo-Effekt.

Kuchen, Süßigkeiten und Gezuckertes  sollten Sie meiden
Süßigkeiten sollten Sie meiden

Der Ernährungsplan nach der South-Beach-Diät

Davon dürfen Sie sich satt essen: Gemüse (Vorsicht nur bei Mais!), Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Hülsenfrüchte (außer Saubohnen) , Nüsse, Käse

Ebenfalls häufiger erlaubt: frisches Obst, Milchprodukte ohne zugesetzten Zucker (Fruchtjoghurt lieber selber machen: Früchte zerkleinern oder pürieren, wenig oder gar nicht zuckern und Naturjoghurt dazu)

Hier müssen Sie aufpassen: Getreideprodukte (Brot, Nudeln, Reis) und Kartoffeln sind reich an Kohlenhydraten. Ihr Einfluss auf den Blutzucker wächst mit dem Verarbeitungsgrad und sinkt mit dem Ballaststoffgehalt. Wählen Sie Pellkartoffeln statt Püree, grobes Vollkorn- oder Hartweizennudeln, Vollkorn- oder Basmati-Reis. Fruchtsäfte als etwas Besonderes genießen.

Das sollten Sie weitgehend meiden: Kuchen, Süßigkeiten, Knabberzeug, gezuckerte Limonade, Dosenfrüchte in Sirup, Frühstücksflocken

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