Nebenwirkungen: Diätpille erhöht Selbstmord-Risiko

Diätpille unter Verdacht
Diätpille unter Verdacht

Eine in Europa bereits zugelassene Abspeckpille kommt in den USA vielleicht gar nicht erst auf den Markt

Die Abspeckpille Acomplia wird möglicherweise in den USA nicht zugelassen, weil Testpersonen laut einer Studie vermehrt Selbstmordpläne hegen oder verfolgen.

In ihrer Studie berichtet die amerikanische Gesundheitsbehörde, dass 0,63 Prozent aller Testpersonen Selbstmordwünsche äußerten, aber nur 0,38 Prozent der Placebo-Patienten. Und immerhin 26 Prozent berichteten von psychischen Problemen – bei den Placebo-Patienten lediglich 14 Prozent.

Die Gesundheitsbehörde wie auch der Hersteller, der französische Pharma-Konzern Sanofi-Aventis, sprechen aber von einer eindeutigen Wirkung beim Abnehmen. Bei einer ohnehin schon kalorienreduzierten Ernährung verliere man fünf Prozent mehr an Gewicht im Jahr, als wenn man ohne Pille abnehme. Außerdem, so ein Sprecher vonSanofi-Aventis, litten alle Testpersonen, die von Selbstmordabsichten berichteten, an Depressionen oder psychische Störungen. Deswegen solle die Pille solchen Patienten gar nicht erst nicht verschrieben werden.

Das entscheidende US-Gremium will am kommenden Mittwoch, 12. Juni, entscheiden, ob es die Diätpille mit dem amerikanischen Namen Zimulti zulassen wird. Diese Entscheidung wurde offenbar bereits schon mehrfach vertagt. In Europa ist Acomplia bereits zugelassen.

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