Wenig Kohlenhydrate: So vermeiden Sie die 3 größten Low Carb-Fehler

Immer nur Salat? Bitte nicht, denn Low Carb heißt nicht No Carb!
Salat auf Dauer macht weder glücklich noch schlank

Auf Kohlenhydrate zu verzichten lässt überschüssige Kilos purzeln. Um mit einer Low Carb-Diät aber auch Erfolge zu verbuchen, sollten Sie diese 3 Fehler unbedingt vermeiden

Kohlenhydrate vom Speiseplan zu streichen, ist weder einfach, noch sonderlich witzig. Denn meist sind es besonders die Carbs (in Pizza, Pasta, Brot & Co.), an denen wir so sehr hängen und deren Verzicht das Abnehmen besonders schwierig macht. Doch das Prinzip der Low Carb-Diät funktioniert und Erfolge sind schnell sichtbar. Wollen auch Sie Ihre Ernährung auf Low Carb umstellen oder ernähren sich schon Low Carb, sehen aber immer noch keine Erfolge? Dann versuchen Sie die folgenden 3 Fehler bei Ihrer Low-Carb-Diät zu vermeiden, dann klappt's auch endlich mit dem Abnehmen: 

1. Fehler: Sie essen gar keine Kohlenhydrate

Keine Carbs mehr? Unsinn! Schließlich heißt es Low Carb und nicht NO Carb © eugenio marongiu / Shutterstock.com

Low Carb bedeutet übersetzt "wenig Kohlenhydrate". Das Problem: Viele verwechseln Low Carb mit No Carb und streichen Kohlenhydrate gänzlich aus ihrem Ernährungsplan. Und hier liegt schon der erste, große Fehler. Denn eine gewisse Menge an Kohlenhydraten ist auch bei der Low-Carb-Diät erlaubt, ganz ohne Carbs könnte Ihr Körper gar nicht funktionieren. Er braucht sie nicht zwingend in großen Mengen zur Energiegewinnung, die sichert man sich bei Low Carb auf einem anderen Weg: Nimmt der Körper nur wenig Kohlenhydrate auf, stellt sich der Stoffwechsel mit der Zeit um und die Energie wird nicht mehr aus Kohlenhydraten gewonnen, sondern aus den Fettreserven. Das nennt sich dann Ketose.

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Trotzdem ist es nicht so, dass Low Carb erst richtig etwas bringt, wenn die Ketose erreicht wird, die posi­tiven Effekte setzen schon viel früher ein. Low Carb muss nicht extrem sein. Auch wenn es keine einheitliche Definition für eine Low-Carb-Menge an täglichen Kohlenhydraten gibt, lässt sich sagen, dass 50 bis 120 g Kohlenhydrate am Tag – je nachdem ob Sie ihr Gewicht halten oder noch abnehmen wollen – vollkommen moderat sind. Da 50 g schon wirklich sehr wenig sind, bewegen Sie sich daher eher zwischen 100 und 120 g.

2. Fehler: Sie essen die falschen Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind nicht per se schlecht, auf die richtige Wahl der Carbs kommt es an © sydaproductions / Shutterstock.com

Da Sie bei Low Carb pro Tag nur eine begrenzte Menge an Kohlenhydraten essen dürfen, sollten Sie die Carbs schlau wählen. Vielleicht denken Sie jetzt: Och ja, dann gönne ich mir einen Schokoriegel und ein Croissant und verzichte den restlichen Tag komplett auf Kohlenhydrate. Klar, das könnten Sie machen, nur ob Sie langfristig damit Erfolg haben und Ihr Gewicht später auch halten, ist eine andere Sache. Viel cleverer ist es, wenn Sie sich von Anfang an bewusst mit der Low-Carb-Ernährungsumstellung auseinandersetzen und Ihre Mahlzeiten vernünftig planen. Es gibt nämlich "gute" als auch "böse" Kohlenhydrate. In welche Kategorie Schokoriegel und Croissant gehören, können Sie sich sicherlich schon denken. Versuchen Sie sich von stark verarbeiteten sowie "einfachen" Kohlenhydraten, wie in Weißbrot, normaler Pasta, Süßigkeiten, Fertigprodukten, zuckerhaltigen Getränken und Gebäck, fernzuhalten. Diese Kohlenhydrate gehen schnell ins Blut und sorgen dafür, dass Ihr Blutzuckerspiegel Achterbahn fährt. Die nächste Heißhungerattacke kommt bestimmt.

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Stattdessen sollten Sie lieber zu Carbs greifen, die reich an Ballastoffen sind, denn diese gehen nicht nur langsamer ins Blut, sie machen auch länger satt und liefern zusätzlich Vitamine und Mineralien. Gesunde Carbs stecken zum Beispiel in Pseudogetreide wie Quinoa, aber auch in Hülsenfrüchten (Linsen, Kichererbsen & Co.), Obst, Gemüse, Vollkornprodukten (Nudeln, Brot, brauner Reis) oder Haferflocken. Mit diesen Lebensmitteln halten Sie Ihre Kohlenhydrat-Bilanz – bei einer moderaten Einnahme – trotzdem so gering, dass Sie an Gewicht verlieren und Ihr Körper dennoch genug Energie hat, um reibungslos zu funktionieren. 

3. Fehler: Sie achten nicht auf Ihre Portionsgröße

Weniger Carbs = größere Portionen zum Ausgleich? Die Rechnung geht nicht auf © g-stockstudio / Shutterstock.com

Low Carb heißt nicht automatisch, dass Sie weniger Kalorien zu sich nehmen. Und nur weil Sie jetzt weniger Nudeln und Reis essen, gibt Ihnen das noch lange nicht die Erlaubnis, sich an anderen Lebensmitteln zu überfressen. Schnell greift man automatisch zu größeren Portionen, weil die sättigenden Kohlenhydrate auf dem Speiseplan fehlen. Während einer Low-Carb-Diät darauf zu achten, wie groß die Portionen sind, die man sich zubereitet, ist sehr wichtig. Besonders, wenn Sie mit einem Low-Carb-Ernährungsplan an Körpergewicht verlieren wollen. Genau dann sollten Sie besonders darauf schauen, wie viele Kalorien Ihre Mahlzeiten und Snacks beinhalten und am Ende des Tages Bilanz ziehen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht die doppelte Menge an Essen auf Ihren Teller packen, ansonsten bringt der Verzicht auf Kohlenhydrate während einer Low Carb-Diät leider gar nichts und die Kilos fangen nicht an zu schwinden wie erhofft. Am Ende zählt beim Abnehmen mit Low Carb die Energiebilanz, also ob Sie mehr Kalorien zu sich nehmen, als Sie verbrauchen. 

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Fazit

Abnehmen mit Low Carb funktioniert – WENN man weiß wie es richtig geht. Stürzen Sie sich nicht kopflos in die "Diät", denn genau das ist Low Carb eigentlich nicht: Es handelt sich dabei vielmehr um eine langfristige Ernährungsumstellung. Um mit dem Low-Carb-Prinzip wirklich abzunehmen, müssen Sie die wichtigsten Ernährungs-Basics kennen, sprich: Welche Lebensmittel enthalten überhaupt Kohlenhydrate? Und welche Art – gute oder schlechte? Mit diesem Background-Wissen laufen Sie auch weniger Gefahr, die oben genannten Low-Carb-Fehler zu begehen. Setzen Sie sich bewusst mit Ihrer Ernährung auseinander. Sie werden sehen: Das macht Spaß und die ersten Erfolge werden sich so umso schneller einstellen, versprochen!

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