Eishockeyregeln: Die Begriffe

Besser brav sein, sonst setzt es Strafen
Eishockey ist gar nicht so kompliziert – so lange man nicht selbst auf dem Eis steht

Sie wissen nicht, was Bully, Icing oder Power-Play beim Eishockey bedeuten? Wir helfen

  • Bully (Face-Off): Zum Start eines Drittels oder nach Unterbrechungen wird das Spiel an einem der fünf Bully-Punkte angepfiffen. Dabei stehen sich zwei Spieler gegenüber (jeweils einer pro Mannschaft), um zu versuchen, den Puck bei Einwurf durch einen Linienrichter (Linesman) für sich zu gewinnen.
  • Abseits (Offside): Beim Spiel auf das gegnerische Tor muss der Puck als erstes oder gleichzeitig mit dem ersten angreifenden Spieler die blaue Linie zwischen neutraler- und Angriffszone überschreiten. Zwischen dem Spieler, der den Puck führt, und dem gegnerischem Tor darf sich also kein weiterer angreifender Spieler befinden. Das Abseits kann aufgehoben werden, wenn alle Angreifer das Angriffsdrittel verlassen, ohne den Puck berührt zu haben.
  • Torraumabseits: Der halbkreisförmige Raum vor dem Tor darf beim Erzielen eines Treffers von den Angreifern nicht betreten werden. Ansonsten ist das Tor ungültig. Ausnahme: Der Angreifer wurde von einem Verteidiger in den Torraum gedrängt oder am Verlassen gehindert.
  • Unerlaubter Weitschuss (Icing): Wird der Punkt über die Mittellinie und die gegnerrische Torlinie gespielt, wird abgepfiffen. Anschließend gibt es einen Bully in der gegenüberliegenden Endzone. Ausnahme: bei Spiel in Unterzahl oder wenn ein Verteidiger bzw. der Torwart den Puck vorher annimmt.
  • Überzahl-Spiel (Power-Play): Tritt ein, sobald eine Mannschaft durch eine Strafe einen Spieler weniger auf dem Feld hat und die nicht bestrafte Mannschaft folglich eine 5:4-Überzahl hat. Mehr als zwei Spieler (5:3-Überzahl) können jedoch nicht vom Feld geholt werden. Werden also mehr als zwei Strafen für eine Mannschaft ausgesprochen, müssen diese nacheinander abgesessen werden.
  • Überzahl-Tor (Power-Play-Tor): Erzielt eine Mannschaft in Überzahl ein Tor, wird die erste ausgesprochene kleine Strafe oder eine Bankstrafe aufgehoben und der bestrafte Spieler kann zurück aufs Eis.
  • Unterzahl-Tor (Short-Hander): Bezeichnung für ein Tor, das in Unterzahl gemacht wurde.
  • Empty-Net-Goal: Schießt ein Spieler ein Tor, vor dem sich kein Torhüter befindet, da er für einen zusätzlichen Feldspieler ausgewechselt wurde, nennt man das ein Empty-Net-Goal.
  • Auszeit (Timeout): Jede Mannschaft hat pro Spiel das Recht, eine Auszeit von 30 Sekunden zu nehmen.
  • Strafschuss (Penalty Shot): Der ausführende Spieler darf sich von der Mittellinie aus allein auf den gegnerischen Torwart zubewegen und versuchen, ein Tor zu erzielen. Ein Nachschuss ist nicht erlaubt. Auch das Rückwärtsbewegen ist untersagt. Die Spielzeit läuft während des Strafschusses nicht weiter.
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