Kino & DVD-Tipps: Die besten 10 Männerfilme des Jahres 2013

Django Unchained
Django Unchained

Von schrillen Revolverhelden bis hin zu erfolglosen Folkmusikern: Diese zehn Filmhighlights aus 2013 sollten Männer unbedingt gesehen haben

Django Unchained

Western-Showdown am Mississippi

Wortkarge Revolverhelden, eingängige Musik, fiese Schurken und wilde Schießereien. Quentin Tarantino hat mit Django Unchained einen waschechten Italo-Western gedreht. Mit dem wohl schrillsten Revolverhelden-Duo der Filmgeschichte: Jamie Foxx als Rache suchender, schweigsamer Sklave und Christoph Waltz als verschmitzt höflicher Kopfgeldjäger aus Düsseldorf. Um seine Fans nicht zu enttäuschen, geht Tarantino gewohnt brutal und schräg zu Werke. Vor allem ist Django Unchained aber eine blutige Abrechnung mit Rassenhass und Sklaverei in den USA. Und davon zeigt der Film alle nur erdenklichen Grausamkeiten. Ein starker Magen ist daher eine Grundvoraussetzung, um diesen genialen und blutrünstigen Parforceritt durch die Südstaaten zu ertragen.

Django Unchained (USA 2012)
Regie: Quentin Tarantino
Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller:  Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Samuel L. Jackson
Länge: 165 Minuten


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Zero Dark Thirty
Zero Dark Thirty

Zero Dark Thirty

Auf der Jagd nach Bin Laden

Ermitteln, warten, verhören, foltern. Das ist der jahrelange Alltag von CIA-Agentin Maya (Jessica Chastain) und ihrer Kollegen bei der Suche nach Amerikas meist gesuchtem Terroristen. Der Film Zero Dark Thirty porträtiert diese langwierige Jagd auf Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden als hochspannenden Action-Thriller. Hier vermischt sich Fakt mit Fiktion, Action mit Anspruch. Ergebnis: Ein atemberaubendes Meisterwerk, das beindruckt und zugleich verstört.

Zero Dark Thirty (USA 2012)
Regie: Kathryn Bigelow
Drehbuch: Mark Boal
Darsteller: Jessica Chastain, Joel Edgerton, Chris Pratt
Länge: 157 Minuten

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Side Effects
Side Effects

Side Effects

Gefährliche Nebenwirkung: Mord

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Nebenwirkungen der Medikamente, die Sie schlucken? Das sollten Sie aber. In Side Effects ersticht eine Frau, die regelmäßig Antidepressiva nimmt, ihren Mann. Da sie sich an nichts erinnern kann, wird vermutet, dass die Pillen gefährliche Nebenwirkungen haben. Wer trägt jetzt die Schuld? Die Frau? Der Pharmakonzern? Oder der Arzt, der das Medikament verschrieben hat? Regisseur Steven Soderbergh vermischt in Side Effects geschickt unterschiedliche Genres, wie Psycho-Horror, Gerichtsdrama und Wirtschafts-Krimi. Ergebnis: ein hochspannender Thriller im Hitchcock-Stil mit vielen überraschenden Wendungen. Erstklassiger Nervenkitzel.

Side Effects (USA 2013)
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Scott Z. Burns
Darsteller: Rooney Mara, Channing Tatum, Jude Law, Catherine Zeta-Jones
Länge: 106 Minuten

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Star Trek: Into Darkness
Star Trek: Into Darkness

Star Trek: Into Darkness

Vier Fäuste für die Sternenflotte

Die Zeit der wohl bedachten Worte und wissenschaftlichen Streitgespräche an Bord der Enterprise ist vorbei. Nun regelt nicht nur Raufbold Captain Kirk, sondern auch Vernunftsvulkanier Spock seine Probleme gerne einmal mit den Fäusten. Die Neuauflage des Science-Fiction-Klassikers Star Trek setzt insgesamt auf durchschlagende Schauwerte: eine wackelnde und vibrierende Kamera sowie jede Menge rasante Action, bei der die gute alte Enterprise ordentlich verbeult wird. Die Frischzellenkur, die Regisseur J.J. Abrams dem Star Trek-Universum 2009 verpasste, verfehlt auch im jüngsten Abenteuer nicht seine Wirkung. Star Trek Into Darkness ist Sci-Fi-Action in Warp-Geschwindigkeit: spannend, sexy, humorvoll und vor allem zeitgemäß. Plus: Der rechte Haken von Spitzohr Spock würde sicherlich selbst Bud Spencer faszinieren.

Star Trek Into Darkness (USA 2013)
Regie: J.J. Abrams
Buch: Roberto Orci, Alex Kurtzman, Damon Lindelof
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Benedict Cumberbatch, Zoe Saldana, Karl Urban, Simon Pegg, John Cho, Anton Yelchin, Peter Weller
Länge: 132 Minuten

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Before Midnight
Before Midnight

Before Midnight

Wenn Romantik auf Alltag trifft

Eine Autofahrt, ein Essen, ein Spaziergang, eine Unterhaltung im Hotelzimmer. Mehr Szenen braucht der Film Before Midnight nicht, um zu überzeugen. Mehr Szenen gibt es auch gar nicht. Darin wird hauptsächlich geredet, diskutiert und gestritten. Was nach anstrengendem Kunstfilm klingt, ist erstaunlicherweise eines der Film-Highlights des Jahres. Die beiden Streitenden, dargestellt von Julie Delpy und Ethan Hawke, sind zudem alte Bekannte. Before Midnight ist bereits die zweite Fortsetzung der ungewöhnlichen Liebesgeschichte von Jesse und Celine, die vor fast 20 Jahren in einem Zug in Wien begann (Before Sunrise, 1994). 9 Jahre später haben sie sich in Paris wiedergetroffen (Before Sunset, 2004). Gegen alle Vorzeichen ist aus beiden inzwischen ein Paar geworden, das jetzt, weitere 9 Jahre später, in der Krise steckt. Und wir sind für etwas mehr als 100 Minuten Zeuge dieser Lebenskrise. Warum Sie sich das antun sollten? Before Midnight ist zum Glück keine kitschige Romanze mit abgedroschenen Klischees. Die schlagfertigen Wortwechsel sind derart glaubwürdig und lebensnah, dass der Beziehungskrach richtig packend ist. Plus: Es gibt neben den ernsten Momenten auch viel Amüsantes.

Before Midnight (USA 2013)
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Richard Linklater, Julie Delpy, Ethan Hawke
Darsteller Julie Delpy, Ethan Hawke
Länge: 108 Minuten

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Conjuring – Die Heimsuchung
Conjuring – Die Heimsuchung

Conjuring – Die Heimsuchung

Das wird Sie schocken!

Sie mögen Grusel- und Horrorfilme, die so richtig Angst einjagen? Da haben wir was für Sie. Denn bei der Vorführung hat der Schocker Conjuring – Die Heimsuchung selbst hartgesottenen Journalisten mehr als nur einen gehörigen Schrecken eingejagt. Dabei klingt die Geschichte auf den ersten Blick wie gewohnte Horror-Dutzendware: Eine Familie wird in einem einsamen Haus von Geistern und Dämonen geplagt, so dass nur noch berühmte Geisterjäger helfen können.  Doch Conjuring – Die Heimsuchung ist alles andere als durchschnittlich. Schauspieler, Spannung, Setting – hier passt eigentlich alles perfekt zusammen. Oberndrein gibt’s Schockmomente und Nervenkitzel satt. Und das völlig ohne blutiges Gemetzel und fiese Splatterszenen. Der atmosphärische Gruselschocker, der auf angeblich wahren Begebenheiten beruht, jagt Angst ein mit erfreulich altmodischen Methoden: klappenden Türen, unheimlichen Schatten und flüsternden Stimmen. Ergebnis: Das Gruseligste, was es dieses Jahr zu sehen gab.

Conjuring – Die Heimsuchung (USA 2013)
Regie: James Wan
Drehbuch: Chad Hayes, Carey Hayes
Darsteller: Patrick Wilson, Vera Farmiga, Lili Taylor, Ron Livingston
Länge: 112 Minuten

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Gravity
Gravity

Gravity

Ausweglos im Weltall

Es gibt Filme, die jeder gesehen haben sollte. Der Weltraum-Thriller Gravity gehört definitiv dazu. Denn was Regisseur Alfonso Cuarón mit nur 2 Schauspielern und einer relativ überschaubaren Astronauten-Story in 90 Minuten anstellt, ist schlichtweg meisterhaft. In ewig langen, atemberaubenden Kamerafahrten, die ohne sichtbare Schnitte auskommen, wird aus einer Routine-Weltraum-Mission ein nervenzerreißender Überlebenskampf im Orbit der Erde. Die schwerelose Kamera, die ständig um die gestrandeten Astronauten kreist oder ihre Perspektive einnimmt, gibt dem Zuschauer das Gefühl, mittendrin zu sein. Hinzu kommt eine bedrohliche Sound-Kulisse aus Stille und eindringlicher Musik. Das Ergebnis ist der wohl spannendste Film des Jahres.

Gravity (USA, Großbritannien 2013)
Regie: Alfonso Cuarón
Drehbuch: Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón
Darsteller: Sandra Bullock, George Clooney
Länge: 90 Minuten

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Captain Phillips
Captain Phillips

Captain Phillips

Tom Hanks unter Piraten

Mit Piratenromantik a la Fluch der Karibik hat das nichts zu tun. Die Seeräuber, die im Geiseldrama Captain Phillips ein Containerschiff vor der Küste Somalias entern, sind weder trinkfeste Raufbolde, noch fiese Schurken mit Holzbein. Es sind arme Fischer, die zur Freibeuterei gezwungen werden. Paul Greengrass’ Thriller ist auch kein beliebiges Seemannsgarn, sondern basiert auf dem autobiographischen Buch von US-Kapitän Richard Phillips, dessen Containerschiff 2009 tatsächlich von somalischen Piraten überfallen wurde. Das Ergebnis ist erstklassiger Nervenkitzel: Ein Thriller, der Sie – dank Wackelkamera und einem überragenden Tom Hanks in der Hauptrolle – nicht nur über 2 Stunden vor Spannung in Ihrem Sitz herumrutschen lässt, sondern auch noch zum Nachdenken anregen wird.

Captain Phillips (USA 2013)
Regie:
Paul Greengrass
Drehbuch: Billy Ray, Richard Phillips (Buchvorlage)
Darsteller: Tom Hanks, Barkhad Abdi
Länge: 134 Minuten

Seit Mitte November 2013 im Kino

Inside Llewyn Davis
Inside Llewyn Davis

Inside Llewyn Davis

Couch-Surfing in Manhattan

Ein Film über angestaubte Folkmusik? Über volkstümliche Kleinbürger mit Vollbärten und Gitarre auf dem Schoß? Zum Glück nicht. Es geht in Inside Llewyn Davis nicht einmal um Bob Dylan, der in den 60ern den Folk mit der Protestbewegung in den USA zum Massenphänomen machte. Die Gebrüder Joel und Ethan Coen (No Country For Old Men, 2007) schicken in ihrem neusten Film stattdessen einen talentierten aber erfolglosen Folksänger auf Schnorrtour durch die Wohnzimmer Manhattans, auf der Suche nach einem Schlafplatz auf der Couch, ein paar Dollar fürs Essen oder dem ersehnten Durchbruch in der Musik-Branche. Das Problem: Llewyn Davis’ Musik ist weder angepasst noch bahnbrechend – damit ist seine Karriere zum Scheitern verdammt. Das klingt zwar schön trist, ist aber auch urkomisch inszeniert – und ähnlich wie O Brother, Where Art Thou? (2000) eine grandiose Hommage an die Popmusik.

Inside Lllewyn Davis (USA, Frankreich 2013)
Regie:
Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch:
Ethan Coen, Joel Coen
Darsteller:
Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Justin Timberlake
Länge:
105 Minuten

Seit Dezember 2013 im Kino

Der Hobbit – Smaugs Einöde
Der Hobbit – Smaugs Einöde

Der Hobbit – Smaugs Einöde

Kleine Helden, große Action

Schluss mit flegelhaften Dinnergelagen, traurigen Zwergenliedern und spaßigen Troll-Prügelleien. Während Teil 1 der Hobbit-Trilogie mit ausholenden Einleitungen und Nebenhandlungen nur sehr langsam in Fahrt kam, geht’s in Der Hobbit – Smaugs Einöde gleich richtig zur Sache. Regisseur Peter Jackson schickt Hobbit Bilbo und seine 13 Zwerge auf eine pausenlose Hetzjagd quer durch Mittelerde. Zeit zum Durchatmen bleibt den kleinen Helden aus J. R. R. Tolkiens Kinderbuch dabei nicht. Stattdessen gibt’s atemberaubende Actionszenen, spektakuläre Verfolgungsjagden und beeindruckende Landschaftaufnahmen im Dauerfeuer. Ergebnis: temporeiches Abenteuerkino und ein Meisterstück der Actionunterhaltung. Sie werden das Finale der Trilogie, das Ende 2014 anlaufen soll, kaum erwarten können.

Der Hobbit – Smaugs Einöde (USA, Neuseeland 2013)
Regie:
Peter Jackson
Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro
Darsteller: Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage, Orlando Bloom, Lee Pace
Länge: 161 Minuten

Seit Dezember 2013 im Kino

 
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