Hemd auf, Regler rauf: Die besten CD-Tipps für den Juli

Unser Soundtrack für Ihren Sommer: 10 Songs aus 10 neuen Alben. Und dann ab an den Pool!

Die Sommerfrische-Top-Ten

Men´s Health hat für Sie die besten Sommer-Alben zusammengestellt. Holen Sie sich die Musik einfach im Laden oder in einem Online-Musikshop. Und dann ab an den (Bagger)See

1. Nana: Gilles Peterson
2. Graduation Day: Head Automatica
3. The Boom Boom Bap: Scritti Politti
4. Maneater: Nelly Furtado
5. Is It Any Wonder?: Keane
6. If I Only Were A Child Again: Four Tet
7. No Tomorrow: Orson
8. Everybody’s Darling: Soffy O.
9. Colossal: Wolfmother
10. Where The Boys Are: The Czars

Auf den folgenden Seiten finden Sie die CD-Besprechungen zu unserer Sommer-Top-Ten

1. Gilles Peterson: "Nana"

Vom Album Back In Brazil

Mit den Zehen im Sand wühlen, in der Hand ’nen Caipi, und die Hüften lässig schwingen – der britische DJ liefert Animationen per Doppel-CD: „Das Velhas“ umgarnt mit Bigband-Brasil-Grooves der 60er und 70er, „Novas“ tischt Sounds von Hip-Hop zu Drum ’n’ Bass bis Jazz auf. Der Sommer kann kommen!

2. Head Automatica: "Graduation Day"

Vom Album Popaganda

Daryl Palumbo, der Frontmann der fünf New Yorker, gibt vor, Pop-Musik zu machen. Dass er der wilden Jugend längst nicht entwachsen ist, hört man in jedem zweiten Takt: schwere Gitarren, Trommelsalven, hingerotzte Lyrics. Nett melodisch, geht auch als Pop durch – wenn Sie sich ein "Power-" davor denken.

3. Scritti Politti: "The Boom Boom Bap"

Vom Album White Bread Black Beer

Green Gartside stand in den 80ern ganz oben auf dem Pop-Olymp – und verschwand für Jahre in der Versenkung. Jetzt, mit 50, schreibt der Waliser wieder berückend schöne Pop-Songs – feinfühliger als Air. Bescheiden im Alleingang aufgenommen, aber mitunter großzügiger als die Queen Mary II.

4. Nelly Furtado: "Maneater"

Vom Album Loose

Bei ihren früheren Alben ("Folklore", "Whoa! Nelly") lag der Akzent auf Pop. Nun favorisiert die quirlige Kanadierin mit portugiesischen Wurzeln urbanen R&B und Hip-Hop. Nellys drittes Album, das Timbaland primär in Miami produzierte, strotzt vor Energie und liefert nicht nur im Duett mit dem Coldplay-Sänger Chris Martin einen Hit-Kandidaten.

5. Keane: "Is It Any Wonder?"

Vom Album Under The Iron Sea

Der Sänger ist ein bleicher Pummel-Nerd, und einen Gitarristen haben die Briten auch nicht. Ihr Debüt „Hopes And Fears“ verkaufte sich trotzdem mehr als drei Millionen Mal. Jetzt präsentieren die drei wiederum ein Album randvoll mit schön melancholischen Britpop-Hits. Übrigens: Was wie Gitarren-Geschrammel klingt, sind wirklich Synthesizer!

6. Four Tet „If I Only Were ...“

Vom Album DJ-Kicks

Kieran Hebden aka Four Tet experimentiert gerne. Auf dieser DJ-Kicks-Compilation streift er in 20 Tracks zirka 30 verschiedene Stile: ein wahnwitziger Parforce-Ritt durch Hip-Hop, House, Jazz, Electronica, 2-Step und Soul sowie allerhand andere Eigentümlichkeiten von Autechre, Madvillain, Model 500 oder Cabaret Voltaire. Eine Lehrstunde.

7. Orson: „No Tomorrow“

Vom Album Bright Idea

Die Debüt-Single „No Tomorrow“ der Combo aus Hollywood führte drei Wochen lang die UK-Charts an. Trick der fünf Kalifornier: Ihr schlank-melodiöser Rock hat (auch) britische Retro-Bezüge (Stones-Riffs in „Happiness“), überreizt das allerdings niemals und findet zwischen Intensiv-Pop und Uptempo-Power seinen Stil. Auf Erfolg programmiert.

8. Soffy O.: "Everybody‘s Darling"

Vom Album The Beauty Of It

Für Tok Tok zwitscherte die Schwedin vor vier Jahren den Dancefloor-Smasher "Missy Queen's Gonna Die". 2006 lässt es die Wahl-Berlinerin ein wenig ruhiger angehen. Ihr musikalischer Sparringspartner, der Produzent Mocky, beschreibt ihr Solo-Debüt als "Sweet Music": sonnig, poppig, verspielt, verschachtelt, funky und zu 100 Prozent Soffy.

9. Wolfmother: "Colossal"

Vom Album Dimensions

Derart rumpeliger Heavy Rock mit Retro-Inspiration erfordert Chuzpe – zumal Wolfmother Vergleiche zu Black Sabbath, Led Zeppelin und den White Stripes provozieren. Die drei Aussies aber gießen mit Produzent Dave Sardy (Oasis, Dandy Warhols) die raue Dynamik packend in Form und lassen die Einflüsse vergessen. Ein Fest für Headbanger.

10. The Czars: "Where The Boys Are"

Vom Album Sorry I Made You Cry

Die Indie-Truppe aus Denver kam nie über den Geheimtipp-Status hinaus und strich 2004 die Segel. Als Nachlese gibt’s Coverversionen von ABBA bis Simon & Garfunkel, Tim Buckley bis Nina Simone. Toller Harmony-Pop, mal folky, mal bluesy, getragen von John Grants warmer, schmeichelnder Stimme

 
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