Filmhighlights des Jahres: Die besten Filme 2016 für Männer

Die besten Filme 2016 für Männer: The Revenant – Der Rückkehrer
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Hollywood-Schnulzen oder stumpfe Actionkomödien gibt’s woanders. Diese 12 Filmhighlights aus 2016 sollten Männer unbedingt gesehen haben. Plus: Die besten Filme von 2011-2015

Die besten Männerfilme 2016: The Revenant – Der Rückkehrer

Rache wird eiskalt serviert

Über heutige Outdoor-Touristen mit Wurfzelt, Campingkocher und GPS-Uhr würde Hugh Glass sich wohl kaputt lachen. Der von Leonardo DiCaprio in The Revenant – Der Rückkehrer gespielte Trapper ist so etwas wie eine Legende der Pionierzeit Nordamerikas. Nach einem Kampf mit einem Bären und von seinen Kumpels zurückgelassen schleppt Glass sich durch die unbarmherzige Wildnis Nordamerikas, um mit seinen Peinigern abzurechnen. Dabei brennt er seine Wunden mit Schießpulver aus, schwimmt durch eisige Stromschnellen, übernachtet in Pferdekadavern und verspeist rohe Bisonleber.

Fazit: Wir binden Ihnen keinen Bären auf: The Revenant ist definitiv nichts für schwache Nerven. Aber ein grandioses Überlebensdrama mit beeindruckenden Naturaufnahmen – für wahrhaft harte Kerle.

The Revenant – Der Rückkehrer (USA 2015)

Regie:

Alejandro González Iñárritu

Drehbuch:

Mark L. Smith, Alejandro González Iñárritu

Darsteller:

Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Will Poulter

Länge: 

156 Minuten

Die besten Filme 2016 für Männer: Creed – Rocky’s Legacy
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Die besten Männerfilme 2016: Creed – Rocky’s Legacy

Rocky lässt boxen

Boxfilme gehen eigentlich immer. Denn seit Rocky (1976) hat die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines Underdog-Boxers viele sehenswerte und erfolgreiche Filme hervorgebracht. Funktioniert das immer noch? Schließlich ist Rocky-Darsteller Sylvester Stallone schon fast 70. Und nach etlichen Teilen der Reihe dachten wir, dass eigentlich alles erzählt ist. Falsch gedacht: Der uneheliche Sohn von Boxlegende Apollo Creed Adonis Johnson (Michael B. Jordan) entscheidet sich gegen den Rat seiner Familie Adonis Profiboxer zu werden und reist nach Philadelphia. Sein Ziel: Rocky Balboa (Sylvester Stallone), den einstigen Boxgegner und Freund seines Vaters, zu überreden ihn zu trainieren. Balboa will davon zunächst nichts hören, hat mit dem Boxsport nichts mehr am Hut. Doch dann erkennt er das Talent des Newcomers.

Fazit: Totgesagte boxen länger. Creed – Rocky’s Legacy schafft das Unglaubliche – einem Filmklassiker neues Leben einzuhauchen. Mit Rocky als Trainer und einem Newcomer, der auch künftige Boxfilmfans begeistern wird.

Creed – Rocky’s Legacy (USA 2015)

Regie:

Ryan Coogler

Drehbuch:

Ryan Coogler, Aaron Covington

Darsteller:

Michael B. Jordan, Sylvester Stallone, Tessa Thompson

Länge: 

133 Minuten

Die besten Filme 2016 für Männer: Deadpool
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Die besten Männerfilme 2016: Deadpool

Superheld mit großer Klappe

Tumor ist, wenn man trotzdem lacht. Marvels Comic-Star Deadpool wurde durch mutierte Krebstumoren unsterblich: Söldner und Ex-Soldat Wade Wilson (Ryan Reynolds) erfährt, dass er Krebs im Endstadium hat. Seine letzte Chance: Der zwielichtige Ajax (Ed Skrein) verspricht Wade nicht nur Heilung, sondern auch einen Superhelden aus ihm zu machen. Doch Bösewicht Ajax will aus Wade einen Supersklaven schaffen und foltert ihn so lange, bis dieser zu einem mit Tumoren übersäten Supermonster mutiert. Wade kann allerdings entkommen und zwängt seinen entstellten Körper fortan in einen rot-schwarzen Leder-Onesie, um Rache zu üben. Im Gegensatz zu seinen Kollegen von den X-Men ist der Anti-Held im roten Lederdress aber auf Krawall gebürstet, stiftet hauptsächlich Chaos und ist sich für keinen noch so blöden Witz zu schade: Großmaul Deadpool macht sich über seine Gegner, Superheldenfilme, die Filmbranche, aber vor allem über sich selbst und sein Aussehen lustig.

Fazit: Mit den anderen Comic-Verfilmungen und Action-Blockbustern von Marvel hat das wenig zu tun. Zum Glück! Denn Deadpool ist eine herrlich unterhaltsame, absurde und bitterböse Parodie derselben – mit viel schwarzem Humor, Klamauk und Splatter-Action.

Deadpool (USA/Kanada 2016)

Regie:

Tim Miller

Drehbuch:

Rhett Reese, Paul Wernick

Darsteller:

Ryan Reynolds, Morena Baccarin, Ed Skrein

Länge: 

108 Minuten

4 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: Spotlight

Die besten Männerfilme 2016: Spotlight

Journalisten gegen die Kirche

Guter Journalismus entdeckt, enthüllt, und klärt auf. Das braucht Zeit, Mut und vor allem gute Journalisten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Stellenkürzungen bei den renommierten Medien, zu denen auch der Boston Globe gehört, wirkt der Film Spotlight fast wie ein Weckruf an die Medienbranche. Darin geht’s um eine der Sternstunden guten Journalismus. 2001 deckte ein Team von Reportern des Boston Globe den sexuellen Missbrauchsskandal der katholischen Kirche in Neuengland auf. Ein Skandal, der weltweit zu weiteren Enthüllungen führte. Regisseur Tom McCarthy hat aus dem heiklen Stoff jetzt einen packenden Thriller gemacht. Spotlight ist kein reißerisches Drama, welches das Leid der Opfer thematisiert. Stattdessen heftet er sich an die Fersen der Reporter bei ihrer investigativen Recherche.

Fazit:Spotlight ist nicht nur ein brillanter Thriller, sondern auch ein gelungenes Plädoyer für guten Journalismus, eine hochspannende Detektivgeschichte mit brillanten Schauspielern.

Spotlight (USA/Kanada 2015)

Regie:

Tom McCarthy

Drehbuch:

Josh Singer, Tom McCarthy

Darsteller:

Mark Ruffalo, Michael Keaton, Rachel McAdams, Liev Schreiber

Länge: 

128 Minuten

5 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: The First Avenger: Civil War

Die besten Männerfilme 2016: The First Avenger: Civil War

Captain America vs. Iron Man

Wenn alle Superschurken besiegt sind, bleibt den selbsternannten Weltrettern und Superhelden nichts übrig, als sich mit sich selbst zu beschäftigen. Aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit wird da schnell mal handfester Beef. Wie im neuen Marvel-Blockbuster The First Avenger: Civil War. Im dritten Film der Captain America Reihe geraten der Captain und Iron Man aneinander. Folge: Die Superhelden verprügeln sich kurzerhand gegenseitig.

Fazit:The First Avenger: Civil War ist der beste Action-Kracher des Jahres. Eine perfekte Mischung aus Action, Komik und einer spannenden, zeitgemäßen Story. Wer braucht da schon Superschurken? Der Schlagabtausch der Avengers untereinander ist viel unterhaltsamer als eine Materialschlacht gegen einen übermächtigen Endgegner.

The First Avenger: Civil War (USA 2016)

Regie:

Anthony Russo, Joe Russo

Drehbuch:

Christopher Markus, Stephen McFeely

Darsteller:

Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Paul Rudd, Tom Holland

Länge: 

148 Minuten

6 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: The Nice Guys

Die besten Männerfilme 2016: The Nice Guys

Die Trottelschnüffler von L.A.

Sie ist noch lange nicht tot: die Kumpel-Komödie. Mit The Nice Guys feiert eines der erfolgreichsten Männerfilm-Genres der 80er sein Comeback. Und was für ein Comeback! Regisseur und Kult-Autor Shane Black überrascht alle Fans von Lethal Weapon (1987) oder Last Boy Scout (1991) mit einer durchgeknallten tiefschwarzen Buddy-Komödie, die man so ewig nicht gesehen hat. Die gute Nachricht: Die uralte Formel geht sogar auf. Russell Crowe und Ryan Gosling mischen in The Nice Guys als trotteliges – und grandios besetztes – Schnüfflergespann die Pornobranche der 70er auf.

Fazit:The Nice Guys lebt von herrlich pointierten Dialogen und durchgeknallten Drehbuchideen: Die Trottelschnüffler entsorgen bei ihren Chaos-Ermittlungen lästige Leichen auf vollbesetzten Festtafeln, tauchen auf Pornopartys mit den Meerjungfrauen oder purzeln in unpassenden Gelegenheiten vom Balkon. Das ist zwar idiotisch, aber auch unheimlich komisch. Die beste Komödie des Jahres.

The Nice Guys (USA 2016)

Regie:

Shane Black

Drehbuch:

Shane Black, Anthony Bagarozzi

Darsteller:

Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Kim Basinger

Länge: 

116 Minuten

7 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: Star Trek Beyond

Die besten Männerfilme 2016: Star Trek Beyond

8 Fäuste für die Sternenflotte

Die Neuauflage des Science-Fiction-Klassikers Star Trek setzt insgesamt auf durchschlagende Schauwerte: eine wackelnde und vibrierende Kamera sowie jede Menge rasante Action, bei der die gute alte Enterprise mal wieder ordentlich zerlegt wird. Während einer Rettungsmission gerät die Enterprise-Crew in Gefangenschaft des Schurken Krall, der es auf ein dubioses Artefakt abgesehen hat, das Captain Kirk zufällig in die Hände bekommt und der Schlüssel zu einer allesvernichtenden Waffe ist. Kirk, Spock, Pille und Scotty scherzen, zicken, prügeln und ballern sich in bester Bud-Spencer-Manier durch ein spaßiges, aber niemals einfallsloses Action-Spektakel mit Herz.

Fazit: Faszinierend, Star Trek ist in der Oberliga des Actionkinos angekommen. Die Frischzellenkur, die Regisseur J.J. Abrams dem Star Trek-Universum 2009 verpasste, verfehlt auch im jüngsten Abenteuer nicht seine Wirkung. Star Trek Beyond ist Sci-Fi-Action in Warp-Geschwindigkeit: spannend, sexy, humorvoll und zeitgemäß.

Star Trek (USA 2016)

Regie:

Justin Lin

Drehbuch:

Simon Pegg, Doug Jung

Darsteller:

Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Simon Pegg, Zoe Saldana

Länge: 

123 Minuten

8 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: Don't Breathe

Die besten Männerfilme 2016: Don't Breathe

Der Alptraum aller Einbrecher

Ein hastiger Atemzug, eine knarrende Bodendiele und schon ist es aus. Wer nicht mucksmäuschenstill bleibt, ist bald mausetot. Das haben sich die 3 Teenie-Einbrecher im Horror-Thriller Don’t Breathe garantiert anders vorgestellt, als sie ins Haus eines alleinstehenden Kriegsveterans einsteigen, um ihm sein dort angeblich gehortetes Geld abzunehmen. Doch der alte Mann ist zwar blind, aber nicht hilflos. Ganz im Gegenteil: Die Einbrecher werden selbst zu Opfern und Gejagte. Irgendwo zwischen Keller und Dachboden des Horror-Hauses versuchen sie die Nacht zu überleben.

Fazit:Don’t Breathe ist ein grandios spannendes Versteckspiel auf engstem Raum. 90 Minuten intelligenter und nie vorhersehbarer Schrecken. Der beste Horrorfilm des Jahres.

Don’t Breathe (USA 2016)

Regie:

Fede Alvarez

Drehbuch:

Fede Alvarez, Rodo Sayagues

Darsteller:

Stephen Lang, Jane Levy, Dylan Minnette

Länge: 

88 Minuten

9 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: Dr. Strange

Die besten Männerfilme 2016: Dr. Strange

Ein Magier wird Superheld

Marvels Superhelden-Universum geht in die nächste Runde. Nachdem Hulk, Captain America, Iron Man, und Thor eher mit brachialer Gewalt ganze Landstriche in Schutt und Asche gelegt haben, wird jetzt gezaubert. Der Neurochirurg Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) gerät bei der Suche nach Heilung seiner zerstörten Hände an die Magierin The Ancient One (Tilda Swinton), die ihn kurzerhand zum Zauberer ausbildet. Strange soll den fiesen Ex- Schüler des Magier-Ordens Kaecilius (Mads Mikkelsen) in Schach zu halten. Denn der will finstere Mächte aus der "Dark Dimension" entfesseln.

Fazit: Dass Dr. Strange nicht zum albernen Budenzauber wird, liegt an den atemberaubenden CGI-Effekten, sowie jeder Menge Witz und Selbstironie. Ein visuelles Meisterwerk, das sich durchaus mit Christopher Nolans Inception (2010) messen kann.

Doctor Strange (USA 2016)

Regie:

Scott Derrickson

Drehbuch:

Jon Spaihts, Scott Derrickson, C. Robert Cargill

Darsteller:

Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Tilda Swinton, Rachel McAdams, Mads Mikkelsen

Länge: 

115 Minuten

10 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: Arrival

Die besten Männerfilme 2016: Arrival

Die Sprache von Aliens

Die Ausgangsituation ist altbekannt: Wieder einmal landen diverse Alien-Raumschiffe auf der Erde. Wieder einmal sind Regierungen und Militär ratlos, wie sie darauf reagieren sollen. Doch dieses Mal retten nicht irgendwelche beinharten Actionhelden den Tag, sondern eine Sprachwissenschaftlerin. Arrival ist auch gar kein Action-Spektakel, sondern ein brillanter Thriller, der Sie garantiert überraschen wird. Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) versuchen anhand von seltsamen Tintenkleksen, mit denen die Aliens kommunizieren, deren Sprache zu decodieren. Denn die ganze verunsicherte Welt will endlich wissen, ob die Außerirdischen Freund oder Feind sind.

Fazit:Arrival ist ein kunstvoll inszenierter Mystery-Thriller, spannend bis zur letzten Sekunde, der immer wieder überrascht und geschickt zum Nachdenken anregt. Der beste Science-Fiction-Film des Jahres.

Arrival (USA 2016)

Regie:

Denis Villeneuves

Drehbuch:

Eric Heisserer

Darsteller:

Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker

Länge: 

116 Minuten

11 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: Sully

Die besten Männerfilme 2016: Sully

Der Held vom Hudson River

Im Januar 2009 landete ein Flugzeug in einer Notsituation mitten im Hudson River in New York. Der Pilot Chesley "Sully" Sullenberger hatte sich entschieden, nach dem Ausfall der Treibwerke nicht zum Flughafen zurückzukehren. Er wählte aus einem Bauchgefühl heraus stattdessen den eiskalten Hudson River für seine Landung. Alle Insassen konnten gerettet werden. In Clint Eastwoods Drama Sully muss der Held vom Hudson (Tom Hanks) nicht nur mit Albträumen und Zweifeln, sondern auch mit den Fragen der Behörde für Transportsicherheit klar kommen, die ihm den Absturz in die Schuhe schieben wollen. Der Grund: Flugsimulationen zeigen, dass er es zum Flughafen geschafft hätte.

Fazit: Eastwood erzählt in Sully ohne Kitsch und Pathos, sondern sehr nüchtern eine echte Heldengeschichte. Unser Bauchgefühl: ein großartiger Film über die Überlegenheit des Menschen gegenüber der Maschine.

Sully (USA 2016)

Regie:

Clint Eastwood

Drehbuch:

Todd Komarnicki

Darsteller:

Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney

Länge: 

96 Minuten

12 / 62 | Die besten Filme 2016 für Männer: Nocturnal Animals

Die besten Männerfilme 2016: Nocturnal Animals

Rache mit Style

Galeristin Susan Morrow (Amy Adams) führt scheinbar das perfekte und makellose Leben. Mit dem perfekten Job, dem perfekten Mann, der perfekten Luxuswohnung. Doch auf den zweiten Blick ist sie weder mit ihrem Job noch ihrem Leben zufrieden. Plus: Sie ahnt, dass auch noch ihr Mann sie betrügt. Doch dann sendet Susans erster Mann Edward (Jake Gyllenhaal) ihr das Manuskript seines ersten Romans zu. Als Film im Film liest sie eine düstere Geschichte über einen Familienvater, der zusammen mit seiner Frau und Tochter bei einem Roadtrip durch Texas von Rednecks überfallen wird. Der Roman hat durchaus Parallelen zu Susans realer Vergangenheit. Ist das Buch ein perfider Racheakt für die Dinge, die Susan ihrem Ex-Mann angetan hat?

Fazit: Nocturnal Animals ist ein stylischer, tiefschwarzer Thriller über Schuld und Hilflosigkeit mit einem mysteriösen Ende, das nachhaltig verstört.

Nocturnal Animals (USA 2016)

Regie:

Tom Ford

Drehbuch:

Tom Ford

Darsteller:

Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon

Länge: 

116 Minuten

13 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)

Die besten Männerfilme 2015: Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)

Superheld in Unterhosen

Superhelden dominieren das Blockbuster-Kino. Doch was wird eigentlich aus den Schauspielern, die ihr Gesicht für Batman, Spider-Man oder Superman hergeben? In Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) versucht ein abgehalfterter Superhelden-Darsteller im Theater verzweifelt ein Comeback zu starten. Ex-Batman Michael Keaton spielt darin die Rolle seines Lebens und mit den Erwartungen der Zuschauer. Hat er wirklich Superkräfte? Warum rennt er in Unterhosen über den Times Square? Keaton spielt den heruntergekommen Hollywoodstar Riggan nicht nur grandios komisch, er nimmt im Vorbeifliegen gleich das Superhelden-Kino und die gesamte Filmbranche aufs Korn. Das Besondere: Wie in einer einzigen Einstellung gefilmt, weicht die Kamera den agierenden Darstellern nicht von der Seite. Digitale Schnitte fallen kaum auf.

Fazit: Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) ist Superhelden-Kino ohne Remmi-Demmi-Action, eine schrille Komödie, eine böse Satire, ein Meisterwerk.

Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)  (USA  /Kanada 2014)
Regie:
 Alejandro González Iñárritu
Drehbuch: Alejandro González Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris, Armando Bo
Darsteller: Michael Keaton, Zach Galifianakis, Edward Norton, Naomi Watts, Emma Stone
Länge: 119 Minuten

14 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Whiplash

Die besten Männerfilme 2015: Whiplash

Trommeln in der Musik-Folterkammer

Von wegen Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll. Der Nachwuchs-Drummer im Musikfilm Whiplash sieht vor allem Blut, Schweiß und Tränen auf dem Weg zum Erfolg. Wie in einer Militärakademie schreit und prügelt ein unbarmherziger Musiklehrer auf das junge Schlagzeugtalent ein, das überhaupt nicht daran denkt aufzugeben. Whiplash ist ein sehr intensiver Musikfilm, der seine Zuschauer vom ersten Schlagzeugsolo bis zum letzten Trommelwirbel in den Bann zieht. Das ist zwar brutal anzusehen, aber auch unglaublich mitreißend und packend. J.K. Simmons spielt den erbarmungslosen Drill Sergeant derart überzeugend, dass man bereits zusammenzuckt, wenn er den Raum betritt. Schnitt, Dialoge und Musik unterstützen den perfekt durchgetakteten Rhythmus von Whiplash.

Fazit: Trommelwirbel! Whiplash ist ein intensives und packendes Psychoduell, das Sie nicht so schnell vergessen werden. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob man jetzt Jazzmusik mag oder nicht.

Whiplash (USA 2014)
Regie:
 Damien Chazelle
Drehbuch: Damien Chazelle
Darsteller: Miles Teller, J.K. Simmons, Melissa Benoist
Länge: 107 Minuten

15 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Mad Max: Fury Road

Die besten Männerfilme 2015: Mad Max: Fury Road

Heavy-Metal-Konzert in der Wüste

Eine kurzgeschorene Kriegerin mit Armprothese (Charlize Theron) rast mit einem Schrott-Tanklaster durch eine postapokalyptische Wüste, um ein paar entflohene Sklavinnen in Sicherheit zu bringen. Auf Ihren Fersen: ein ganzer Fuhrpark von Schrottwagen und Monstertrucks mit Freaks, Mutanten und feuerspuckenden Heavy-Metal-Gitarren. Ach ja, der schweigsame Rächer und Miesepeter Mad Max (Tom Hardy) ist auch irgendwie mit von der Partie. 30 Jahre nach seiner legendären Mad-Max-Filmreihe hat Regisseur Roger Miller noch einen drauf gesetzt. Mad Max: Fury Road ist ein lautes, schrilles, gigantisches und vor allem grandios gelungenes Action-Endzeit-Spektakel mit Explosionen, Karambolagen und Auto-Stunts, die man so noch nie gesehen hat. Das Erstaunliche: Der Film – eine  einzige, lange Verfolgungsjagd – funktioniert hervorragend.

Fazit: Gegen Millers rasante und exzessive Adrenalin-Apokalypse sehen alle anderen Actionfilme der letzten Jahre lahm aus. Mad Max: Fury Road ist ein brillant geschnittenes Meisterwerk.

Mad Max: Fury Road (Australien, USA 2015)
Regie:
 George Miller
Drehbuch: George Miller, Brendan McCarthy, Nick Lathouris
Darsteller: Tom Hardy, Charlize Theron, Nicholas Hoult
Länge: 120 Minuten

16 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Spy: Susan Cooper Undercover

Die besten Männerfilme 2015: Spy: Susan Cooper Undercover

Agentin in Übergröße

Strickjacke, Übergewicht, Katzenfan. Das sind nicht gerade typische Merkmale einer Topagentin. Doch warum kann eine pummelige Schreibtischtäterin nicht auch Superspionin sein? Fragt Regisseur Paul Feig in Spy: Susan Cooper Undercover. Und nimmt dabei jede Menge Geschlechter- und Genre-Klischees aufs Korn. Tatsächlich ist Feigs Agenten-Komödie mit der großartigen Melissa McCarthy in der Hauptrolle richtig witzig.  Vermutlich weil Spy: Susan Cooper Undercover auf allzu ausgelutschte Witze-Klischees verzichtet und mit originellen und teilweise sehr skurrilen Ideen überrascht.

Fazit: Schmierige Gentleman-Spione und Action-Großmäuler können einpacken. Vorerst zumindest. Melissa McCarthy stiehlt ihnen in Spy: Susan Cooper Undercover gehörig die Show. Eine gelungene, klamaukige Agentenparodie – die beste Komödie des Jahres.

Spy: Susan Cooper Undercover (USA 2015)
Regie: Paul Feig
Drehbuch: Paul Feig
Darsteller: Melissa McCarthy, Rose Byrne, Jude Law, Jason Statham
Länge: 120 Minuten

17 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: It Follows

Die besten Männerfilme 2015: It Follows

Mit Sex gegen das Böse

In einer amerikanischen Vorstadt hat die 19-jährige Jay (Maika Monroe) mit einem flüchtigen Bekannten Sex auf der Rückbank seines Autos. Dann beginnt der Horror: Der Typ behauptet doch tatsächlich, er werde von einem unbekannten Wesen verfolgt, das ständig sein Aussehen ändere. Bekommt das Horrorwesen einen zu fassen, stirbt man auf grausame Weise. Einzig über Sex lasse sich der Fluch an andere weitergeben. Heißt: Nun wird Jay von der unheimlichen Erscheinung im Schlurftempo verfolgt, bis sie das Unheil an den nächsten überträgt. It Follows ist gleichzeitig eine Hommage an die Horror- und die Coming-of-Age-Filme der 80er. Dabei weiß Regisseur David Robert Mitchell genau, wie er den Zuschauern konstant einen Schauer über den Rücken jagen kann. It Follows ist ein ruhiger und simpler Film, der viel mit Stille und dem eindringlichen Synthesizer-Soundtrack erreicht. Aber genau diese traumartige Atmosphäre lässt den Zuschauer nicht mehr los.

Fazit: It Follows ist zeitloser, intelligenter und vor allem nervenaufreibender Horror.  Schon jetzt ein Klassiker.

It Follows (USA 2015)
Regie: David Robert Mitchell
Drehbuch: David Robert Mitchell
Darsteller: Maika Monroe, Keir Gilchrist, Olivia Luccardi
Länge: 100 Minuten

18 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Straight Outta Compton

Die besten Männerfilme 2015: Straight Outta Compton

Gangster-Rap gegen Polizeigewalt

"Straight Outta Compton" war das Debüt-Album der Rap-Gruppe N.W.A ("Niggaz Wit' Attitude"), das 1988 innerhalb kurzer Zeit zum Megaseller wurde und vor allem wegen seiner derben Texte („Fuck tha Police“) viel Aufsehen erregte. Während sich Dr. Dre, Ice Cube & Co. über Polizeigewalt gegen Schwarze Luft machen wollten, sahen Polizei und FBI die L.A.-Vorstadt-Rapper eher als Staatsfeinde aus der Gosse. In der Verfilmung Straight Outta Compton zeigt Regisseur F. Gary Gray die Erfolgsgeschichte (Höhen und Tiefen) der legendären Rap-Crew, aber auch die Schattenseiten der Hip-Hop-Musikbranche.

Fazit: Straight Outta Compton ist ein eindringlicher und packender Film über die Rap-Szene der US-Westküste, der trotz eindeutiger Heldenverehrung auch die Protestkultur hochhält.

Straight Outta Compton (USA 2015)
Regie: F. Gary Gray
Drehbuch: Jonathan Herman, Andrea Berloff
Darsteller: O'Shea Jackson Jr., Corey Hawkins, Jason Mitchell
Länge: 147 Minuten

19 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Sicario

Die besten Männerfilme 2015: Sicario

Mit allen Mitteln gegen das Kartell

Der Drogenkrieg im Grenzbereich der USA und Mexiko ist brutal und grausam. Sicario (Slang für Auftragskiller) ist eine Art realitätsnahe Bestandsaufnahme dieser Welt aus Gewalt und Tod und damit definitiv kein Gute-Laune-Film. Mittedrin: eine toughe, aber zunehmend hilflose FBI-Agentin und ein verschlagener, wortkarger Killer, der für die Regierung arbeitet. Das Resultat ist ein actiongeladener und überzeugender Thriller, bei dem die Grenze zwischen Gut und Böse immer unklarer wird. In 120 Minuten Hochspannung stellt Sicario die Frage: Wie weit darf man gehen, um Monster zu bekämpfen.

Fazit: Sicario ist einer der spannendsten Filme des Jahres. Atmosphärisch, brutal und nichts für Wohlfühl-Fans.

Sicario (USA 2015)
Regie: Denis Villeneuve
Drehbuch: Taylor Sheridan
Darsteller: Emily Blunt, Josh Brolin, Benicio Del Toro
Länge: 121 Minuten

20 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Die besten Männerfilme 2015: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

MacGyver auf dem Mars

Selbst ist der Weltraumfahrer. Denn wer glaubt, dass ein gestrandeter Astronaut sich im All hilflos in sein Schicksal ergeben muss, den belehrt Botaniker Mark Watney eines Besseren. Mit akribischem Ehrgeiz bastelt sich der findige Wissenschaftler im Sci-Fi-Epos Der Marsianer – Rettet Mark Watney ein Gewächshaus mit Kartoffelbeeten, eine Berieselungsanlage im Chemielabor und sogar einen stummen Chatkanal zur Erde. Und beweist damit vor allem, dass ein Technik- und Do-it-yourself-Nerd im Überlebensmodus locker für 2 Stunden großartige Unterhaltung gut ist. Als eine Art MacGyver oder Robinson Crusoe im All liefert er ein sehr unterhaltsames und spannendes Survival-Handbuch für gestrandete Astronauten.

Fazit: Der Marsianer – Rettet Mark Watney ist ein packender Abenteuerfilm für Tüftler und Do-it-yourself-Fans.

Der Marsianer - Rettet Mark Watney (USA 2015)

Regie:

Ridley Scott

Drehbuch:

Drew Goddard nach dem Roman von Andy Weir

Darsteller:

Matt Damon, Jessica Chastain, Jeff Daniels, Michael Peña, Sean Bean

Länge: 

141 Minuten

21 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Bridge of Spies – Der Unterhändler

Die besten Männerfilme 2015: Bridge of Spies – Der Unterhändler

Der Spion und sein Anwalt

In Spionage-Thrillern über den Kalten Krieg ist meist kein Platz für Optimismus und Heldenfiguren. Sondern eher für zwielichtige Agenten, schäbige Intriganten und aussichtslose Kompromisse. In Steven Spielbergs Bridge of Spies – Der Unterhändler findet sich davon erstaunlicherweise keine Spur. In dem Spionagedrama über einen Agentenaustausch im Berlin der 60er-Jahre werden Spitzel und Unterhändler zu richtigen Sympathieträgern. Und dabei hält sich Spielberg sogar weitgehend an historische Fakten. Der Kalte Krieg war eine Zeit der Paranoia und Propaganda-Hysterie – auf beiden Seiten. Und eben diese Stimmung fängt Spielberg sehr gut ein.

Fazit: Bridge of Spies ist ein großartiger Agentenfilm ohne typische Agenten-Action. Spielbergs Geschichtsstunde ist geradlinig und mit einer eindeutigen Botschaft: Es geht um Gewissen, Rückgrat und den Mut Einzelner, etwas zu verändern.

Bridge of Spies – Der Unterhändler (USA, Indien, Deutschland 2015)

Regie:

Steven Spielberg

Drehbuch:

Matt Charman, Ethan Coen, Joel Coen

Darsteller:

Tom Hanks, Mark Rylance, Sebastian Koch

Länge: 

141 Minuten

22 / 62 |Die besten Filme 2015 für Männer: Star Wars: Das Erwachen der Macht

Die besten Männerfilme 2015: Star Wars: Das Erwachen der Macht

Möge die Geduld mit euch sein

Regisseur J. J. Abrams gelingt mit Star Wars: Das Erwachen der Macht  der schwierige Spagat zwischen Hommage der Original-Trilogie und einem zeitgemäßen Action-Blockbuster. Dabei setzt Star Wars 7 mehr auf Humor als auf Bombast. Denn sowohl Alt-Stars (wie Harrison Ford als gewohnt gut gelaunter Han Solo) als auch die Neuen sind immer zu Scherzen aufgelegt. Auch die Effekte der Sci-Fi-Sause sind galaktisch: atemberaubende Weltraumschlachten, Lichtschwertduelle und halsbrecherische Verfolgungsjagden mit dem schnellsten Schrotthaufen der Galaxie (Solos Rasender Falke aus Teil 4-6). Dabei setzt das gelungene Weltraum-Märchen nicht nur einiges an Vorwissen voraus, auch bleiben viele Fragen (noch) unbeantwortet. Unser Rat an echte Fans: Möge die Geduld mit euch sein!

Fazit: Das Erwachen der Macht ist ein temporeicher, hochspannender Action- und Unterhaltungsmeilenstein, der sich insbesondere an Star-Wars-Fans richtet. Aber auch alle anderen werden einen Riesen-Spaß haben.

Star Wars: Das Erwachen der Macht (USA 2015)

Regie:

J.J. Abrams

Drehbuch:

Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt

Darsteller:

Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac

Länge: 

135 Minuten

23 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: All is Lost

Die besten Männerfilme 2014: All is Lost

Wortlos gegen die Naturgewalten

Keine Dialoge. Keine aufwendigen Action-Szenen. Und nur ein Schauspieler. In All is lost treibt ein Segler in seinem leckgeschlagenen Boot allein auf hoher See – und kämpft wortlos um sein Leben. Dass dieses filmische Experiment funktioniert, liegt vor allem an der schauspielerischen Leistung von Robert Redford. Mit wettergegerbtem Gesicht, mal stoisch gelassen, mal verzweifelt, mal hoffnungsvoll versucht der 77-Jährige das Unvermeidliche so weit wie möglich aufzuschieben, sein Leben so teuer wie nur möglich zu verkaufen. Dabei entsteht das wohl fesselndste Survival-Drama seit Jahren.

All is lost (USA 2013)
Regie:
 J.C. Chandor
Drehbuch: J.C. Chandor
Darsteller: Robert Redford
Länge: 106 Minuten

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24 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: The Wolf of Wall Street

Die besten Männerfilme 2014: The Wolf of Wall Street

Im Rausch des Geldes

Geld, Geld, Geld! Haben, haben, haben! Ich, ich, ich! So kann man die Lebensgeschichte von Raffzahn und Börsenbetrüger Jordan Belfort kurz zusammenfassen. Ende der 80er feiert dieser die Feste wie sie fallen – meistens (be)rauschend und am laufenden Band. Regisseur Martin Scorsese hat Belforts Autobiografie und Brokerkarriere mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle verfilmt. Und der spielt den verurteilten Spekulanten mit zu großem Ego und noch größeren Drogenproblemen herrlich verkommen. The Wolf Of Wall Street zeigt Belforts Leben und Betrügereien als niemals enden wollendes Drogen- und Partyfeuerwerk. Und auch wenn alles an ihm verdorben und unmoralisch ist, sind wir gleichzeitig fasziniert, lachen über seine Ausraster, Koksberge und Sexabenteuer. Kapitalismuskritik hat selten so viel Spaß gemacht. The Wolf Of Wall Street ist eine bitterböse und herrlich überdrehte Satire auf den American Dream.

The Wolf Of Wall Street (USA 2013)
Regie:
 Martin Scorsese
Drehbuch: Terence Winter, Jordan Belfort (Buchvorlage)
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Jonah Hill, Matthew McConaughey, Kyle Chandler
Länge: 180 Minuten

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25 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: Grand Budapest Hotel

Die besten Männerfilme 2014: Grand Budapest Hotel

Verschrobene Reise durch Fantasie-Europa

Wes Andersons Krimikomödie Grand Budapest Hotel ist fantasievoll, manchmal, hintersinnig, verschroben und voller skurriler Überraschungen. Schon der Beginn ist höchst bizarr: Ein Schriftsteller erinnert sich, wie er als junger Mann im Grand Budapest Hotel dessen Besitzer traf, der ihm wiederum erzählt, wie er als junger Mann zu der Immobilie kam. Doch eigentlich geht es um Monsieur Gustave (Ralph Fiennes), dem Concierge des renommierten Hotels, das irgendwo in einer fiktiven Version Mitteleuropas. Gustave verstrickt sich in ein Mord- und Erbschaftskomplott einer reichen Familie und muss plötzlich zusammen mit seinem treuen Pagen quer durch eine kitschige Alpenkulisse mit pastellfarbenen Schlössern und kunterbunten Häuschen fliehen. Ein grandioses Spektakel mit viel skurriler Komik.

Grand Budapest Hotel (USA 2014)
Regie:
 Wes Anderson
Drehbuch: Wes Anderson
Darsteller: Ralph Fiennes, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody, Willem Dafoe, Bill Murray
Länge: 100 Minuten

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26 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: The Lego Movie

Die besten Männerfilme 2014: The Lego Movie

Hier staunen Sie Legoklötze

Ja, The Lego Movie ist ein Film über das beliebte Kinderspielzeug. Und ja, The Lego Movie ist auch ein Kinderfilm. Warum Sie sich diese Dauerwerbesendung für dänische Spielzeugbausteine antun sollten? Ganz klar: Weil der 3D-Animationsspaß der bis jetzt cleverste Action-Unterhaltungsfilm des Jahres ist. The Lego Movie ist temporeich, charmant und erstaunlich einfallsreich erzählt. Wir schwören Legostein und -Bein: Wortwitz, rasante Action und eine durchdachte Story mit Seitenhieben auf die Popkultur und vielen Wendungen und Überraschungen werden auch echte Kerle begeistern. Wir staunen Bauklötze, nein Legoklötze! The Lego Movie ist ein fantasievoller, unglaublich witziger und rasanter Animationsfilm, der zwar die ganze Familie ansprechen will, dabei aber nie kindisch ist. Und hey: Wo spielen schon Batman, Superman, Gandalf und Green Lantern in einem Film mit?

The Lego Movie (USA / Dänemark / Australien 2014)
Regie: Phil Lord, Christopher Miller
Drehbuch: Dan Hageman, Kevin Hageman, Phil Lord, Christopher Miller
Länge: 100 Minuten

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27 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: Boyhood

Die besten Männerfilme 2014: Boyhood

Erwachsenwerden in knapp 3 Stunden

Wenn in Kinofilmen verschiedene Lebensabschnitte von Helden wie etwa Batman oder Indiana Jones gezeigt werden, arbeiten Regisseure immer mit mehreren Schauspielern für eine Rolle – schließlich kann man nicht so lange warten, bis diese mitaltern. Das sieht Regisseur Richard Linklater (bekannt für seine Film-Trilogie Before SunriseBefore Sunset und Before Midnight) zum Glück anders. Für sein Projekt Boyhood drehte er über zwölf Jahre hinweg mit den immer gleichen Darstellern, jedes Jahr für ein paar Tage. Das Ergebnis ist ein Film über die gesamte Kindheit und Jugend eines Jungen – von 6 bis 18 Jahren. Erwachsenwerden in knapp 3 Stunden. Wir sehen dem kleinen Mason beim Aufwachsen zu, wie er seine Persönlichkeit formt und schließlich zum Mann wird. Das klingt erst einmal unspektakulär. Dennoch schafft es Linklater, mit einer faszinierenden Mischung aus Alltagsszenen, großen Lebensfragen und viel Humor einen der besten Film des Jahres abzuliefern.

Boyhood (USA 2014)
Regie: Richard Linklater
Buch: Richard Linklater
Darsteller: Patricia Arquette, Ellar Coltrane, Ethan Hawke, Lorelei Linklater
Länge: 163 Minuten

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28 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: The Raid 2

Die besten Männerfilme 2014: The Raid 2

Die Knochenbrecher sind zurück

Das wird schmerzhaft, Männer. In der Fortsetzung des Martial-Arts-Überraschungshits The Raid geht es noch härter zur Sache als im Original von 2012. Mehr Fights, mehr Blut, mehr Action und vor allem mehr Story. In epischen 2,5 Stunden prügelt sich Undercover-Cop Rama nun nicht mehr durch enge Mietshausflure. Diesmal fliegen Fäuste und Füße in Großküchen, Restaurants, Knasttoiletten, U-Bahnwaggons, Taxis und Matschhöfen. Und das alles vor dem Hintergrund einer mitreißenden Unterweltstory im Stil des Genreklassikers Infernal Affairs (2002) bzw. seines US-Remakes Departed  Unter Feinden (2006). The Raid 2 ist Action am Limit mit perfekten Kampfchoreografien. Tempo, Spannung und – ja – auch Härte sind schwer zu überbieten. Der Martial-Arts-Kracher von Regisseur Gareth Evans ist ein Pflichttermin für echte Kerle.

The Raid 2 (USA / Indonesien 2014)
Regie: Gareth Evans
Drehbuch: Gareth Evans
Darsteller: Iko Uwais, Arifin Putra, Julie Estelle
Länge: 150 Minuten

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29 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: Guardians of the Galaxy

Die besten Männerfilme 2014: Guardians of the Galaxy

Die Underdog-Helden kommen

Ein meckernder Waschbär, ein sprechender Baum, ein grüne Profikillerin und ein Draufgänger mit Walkman mischen das Universum auf. Die Truppe von leicht verpeilten Außenseitern macht die Marvel-Comic-Verfilmung zu einem echten Sci-Fi-Spaßfilm. Guardians of the Galaxy ist vor allem herrlich selbstironisch. Weitere Pluspunkte: mitreißende Actionszenen, kunterbunte Spezialeffekte, viel Humor und ein cooler Retro-Soundtrack.

Guardians of the Galaxy (USA / Großbritannien 2014)
Regie: James Gunn
Drehbuch: James Gunn, Nicole Perlman
Darsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Michael Rooker
Länge: 121 Minuten

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30 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: Gone Girl – Das perfekte Opfer

Die besten Männerfilme 2014: Gone Girl – Das perfekte Opfer

Battlefield Beziehung

Amy und Nick Dunne (Rosamund Pike und Ben Affleck) sind das perfekte Paar. Als beide ihren Job verlieren und notgedrungen in die Provinz ziehen, geht auch ihre Beziehung in die Brüche. Eines Tages meldet Nick seine Frau als verschwunden und alle fragen sich: Hat er sie umgebracht? Regisseur David Fincher hat aus dem Bestseller von Gillian Flynn ein düsteres  und hochspannendes Beziehungsdrama gemacht. Und was für eines! Gone Girl – Das perfekte Opfer zeigt die Ehe als bitteren Kriegsschauplatz. Ein meisterlicher Thriller mit einigen coolen Wendungen.

Gone Girl - Das perfekte Opfer (USA 2014)
Regie: James Gunn
Drehbuch: Gillian Flynn
Darsteller: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris
Länge: 149 Minuten

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31 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: 5 Zimmer Küche Sarg

Die besten Männerfilme 2014: 5 Zimmer Küche Sarg

Mein Nachbar, die Vampir-WG

In der Küche stapelt sich meterhoch das blutige Geschirr und keiner hat ein Einsehen. WG-Alltag – zumindest bei Vampiren. Denn die sind auch nicht mehr das, was sie einst waren. Von wegen cool und attraktiv. Neuerdings zanken sich die Blutsauger um den Abwasch, fahren in abgeranzten Flokati-Jacken Linienbus oder schauen sich Sonnenaufgänge auf YouTube an. In der Komödie 5 Zimmer Küche Sarg begleitet ein Kamera-Team die Bewohner einer Vampir-WG. Eine grandiose Idee. Denn die neuseeländische Mockumentary (= Fake-Dokumentation) macht sich nicht nur gekonnt über Vampir- und Horrorklischees lustig, nebenbei parodiert der Film auch noch das beliebte Reality-TV-Format. Mit Situationskomik, raffiniertem Wortwitz, Klamauk und einigen genialen Pointen ist dabei eine der besten Komödien des Jahres entstanden.

5 Zimmer Küche Sarg (Neuseeland 2014)
Regie & Drehbuch:
 Jemaine Clement, Taika Waititi
Darsteller:
 Jemaine Clement, Taika Waititi, Jonathan Brugh, Stuart Rutherford, Ben Fransham
Länge: 86 Minuten

32 / 62 | Die besten Männerfilme 2014: Weltrettung per Wurmloch

Die besten Männerfilme 2014: Interstellar

Weltrettung per Wurmloch

Interstellar ist kein leichter Film. Regisseur Christopher Nolan (InceptionThe Dark Knight) bombardiert Sie darin 3 Stunden lang mit halbwissenschaftlichen Überlegungen zu Zeitsprüngen, Wurmlöchern, Quantenphysik, Relativitäts- und Gravitationstheorie. Puh…  Zum Glück überzeugt Interstellar auch ohne Astrophysik-Studium. Und zwar mit viel Action und atemberaubenden Bildern aus den Weiten des Weltraums, die man so noch nie gesehen hat. Christopher Nolans galaktische Achterbahnfahrt hat alle Zutaten für einen Science-Fiction-Meilenstein.

Interstellar (USA 2014)
Regie: 
Christopher Nolan
Drehbuch:
 Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Darsteller:
 Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica Chastain, Michael Caine
Länge: 169 Minuten

33 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Django Unchained

Die besten Männerfilme 2013: Django Unchained

Western-Showdown am Mississippi

Wortkarge Revolverhelden, eingängige Musik, fiese Schurken und wilde Schießereien. Quentin Tarantino hat mit Django Unchained einen waschechten Italo-Western gedreht. Mit dem wohl schrillsten Revolverhelden-Duo der Filmgeschichte: Jamie Foxx als Rache suchender, schweigsamer Sklave und Christoph Waltz als verschmitzt höflicher Kopfgeldjäger aus Düsseldorf. Um seine Fans nicht zu enttäuschen, geht Tarantino gewohnt brutal und schräg zu Werke. Vor allem ist Django Unchained aber eine blutige Abrechnung mit Rassenhass und Sklaverei in den USA. Und davon zeigt der Film alle nur erdenklichen Grausamkeiten. Ein starker Magen ist daher eine Grundvoraussetzung, um diesen genialen und blutrünstigen Parforceritt durch die Südstaaten zu ertragen.

Django Unchained (USA 2012)
Regie: Quentin Tarantino
Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller:  Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Samuel L. Jackson
Länge: 165 Minuten


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34 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Zero Dark Thirty

Die besten Männerfilme 2013: Zero Dark Thirty

Auf der Jagd nach Bin Laden

Ermitteln, warten, verhören, foltern. Das ist der jahrelange Alltag von CIA-Agentin Maya (Jessica Chastain) und ihrer Kollegen bei der Suche nach Amerikas meist gesuchtem Terroristen. Der Film Zero Dark Thirty porträtiert diese langwierige Jagd auf Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden als hochspannenden Action-Thriller. Hier vermischt sich Fakt mit Fiktion, Action mit Anspruch. Ergebnis: Ein atemberaubendes Meisterwerk, das beindruckt und zugleich verstört.

Zero Dark Thirty (USA 2012)
Regie: Kathryn Bigelow
Drehbuch: Mark Boal
Darsteller: Jessica Chastain, Joel Edgerton, Chris Pratt
Länge: 157 Minuten

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35 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Side Effects

Die besten Männerfilme 2013: Side Effects

Gefährliche Nebenwirkung: Mord

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Nebenwirkungen der Medikamente, die Sie schlucken? Das sollten Sie aber. In Side Effects ersticht eine Frau, die regelmäßig Antidepressiva nimmt, ihren Mann. Da sie sich an nichts erinnern kann, wird vermutet, dass die Pillen gefährliche Nebenwirkungen haben. Wer trägt jetzt die Schuld? Die Frau? Der Pharmakonzern? Oder der Arzt, der das Medikament verschrieben hat? Regisseur Steven Soderbergh vermischt in Side Effects geschickt unterschiedliche Genres, wie Psycho-Horror, Gerichtsdrama und Wirtschafts-Krimi. Ergebnis: ein hochspannender Thriller im Hitchcock-Stil mit vielen überraschenden Wendungen. Erstklassiger Nervenkitzel.

Side Effects (USA 2013)
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Scott Z. Burns
Darsteller: Rooney Mara, Channing Tatum, Jude Law, Catherine Zeta-Jones
Länge: 106 Minuten

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36 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Star Trek: Into Darkness

Die besten Männerfilme 2013: Star Trek: Into Darkness

Sci-Fi-Action in Warp-Geschwindigkeit

Die Zeit der wohl bedachten Worte und wissenschaftlichen Streitgespräche an Bord der Enterprise ist vorbei. Nun regelt nicht nur Raufbold Captain Kirk, sondern auch Vernunftsvulkanier Spock seine Probleme gerne einmal mit den Fäusten. Die Neuauflage des Science-Fiction-Klassikers Star Trek setzt insgesamt auf durchschlagende Schauwerte: eine wackelnde und vibrierende Kamera sowie jede Menge rasante Action, bei der die gute alte Enterprise ordentlich verbeult wird. Die Frischzellenkur, die Regisseur J.J. Abrams dem Star Trek-Universum 2009 verpasste, verfehlt auch im jüngsten Abenteuer nicht seine Wirkung. Star Trek Into Darkness ist Sci-Fi-Action in Warp-Geschwindigkeit: spannend, sexy, humorvoll und vor allem zeitgemäß. Plus: Der rechte Haken von Spitzohr Spock würde sicherlich selbst Bud Spencer faszinieren.

Star Trek Into Darkness (USA 2013)
Regie: J.J. Abrams
Buch: Roberto Orci, Alex Kurtzman, Damon Lindelof
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Benedict Cumberbatch, Zoe Saldana, Karl Urban, Simon Pegg, John Cho, Anton Yelchin, Peter Weller
Länge: 132 Minuten

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37 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Before Midnight

Die besten Männerfilme 2013: Before Midnight

Wenn Romantik auf Alltag trifft

Eine Autofahrt, ein Essen, ein Spaziergang, eine Unterhaltung im Hotelzimmer. Mehr Szenen braucht der Film Before Midnight nicht, um zu überzeugen. Mehr Szenen gibt es auch gar nicht. Darin wird hauptsächlich geredet, diskutiert und gestritten. Was nach anstrengendem Kunstfilm klingt, ist erstaunlicherweise eines der Film-Highlights des Jahres. Die beiden Streitenden, dargestellt von Julie Delpy und Ethan Hawke, sind zudem alte Bekannte. Before Midnight ist bereits die zweite Fortsetzung der ungewöhnlichen Liebesgeschichte von Jesse und Celine, die vor fast 20 Jahren in einem Zug in Wien begann (Before Sunrise, 1994). 9 Jahre später haben sie sich in Paris wiedergetroffen (Before Sunset, 2004). Gegen alle Vorzeichen ist aus beiden inzwischen ein Paar geworden, das jetzt, weitere 9 Jahre später, in der Krise steckt. Und wir sind für etwas mehr als 100 Minuten Zeuge dieser Lebenskrise. Warum Sie sich das antun sollten? Before Midnight ist zum Glück keine kitschige Romanze mit abgedroschenen Klischees. Die schlagfertigen Wortwechsel sind derart glaubwürdig und lebensnah, dass der Beziehungskrach richtig packend ist. Plus: Es gibt neben den ernsten Momenten auch viel Amüsantes.

Before Midnight (USA 2013)
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Richard Linklater, Julie Delpy, Ethan Hawke
Darsteller Julie Delpy, Ethan Hawke
Länge: 108 Minuten

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38 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Conjuring – Die Heimsuchung

Die besten Männerfilme 2013: Conjuring – Die Heimsuchung

Das wird Sie schocken!

Sie mögen Grusel- und Horrorfilme, die so richtig Angst einjagen? Da haben wir was für Sie. Denn bei der Vorführung hat der Schocker Conjuring – Die Heimsuchung selbst hartgesottenen Journalisten mehr als nur einen gehörigen Schrecken eingejagt. Dabei klingt die Geschichte auf den ersten Blick wie gewohnte Horror-Dutzendware: Eine Familie wird in einem einsamen Haus von Geistern und Dämonen geplagt, so dass nur noch berühmte Geisterjäger helfen können.  Doch Conjuring – Die Heimsuchung ist alles andere als durchschnittlich. Schauspieler, Spannung, Setting – hier passt eigentlich alles perfekt zusammen. Oberndrein gibt’s Schockmomente und Nervenkitzel satt. Und das völlig ohne blutiges Gemetzel und fiese Splatterszenen. Der atmosphärische Gruselschocker, der auf angeblich wahren Begebenheiten beruht, jagt Angst ein mit erfreulich altmodischen Methoden: klappenden Türen, unheimlichen Schatten und flüsternden Stimmen. Ergebnis: Das Gruseligste, was es dieses Jahr zu sehen gab.

Conjuring – Die Heimsuchung (USA 2013)
Regie: James Wan
Drehbuch: Chad Hayes, Carey Hayes
Darsteller: Patrick Wilson, Vera Farmiga, Lili Taylor, Ron Livingston
Länge: 112 Minuten

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39 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Gravity

Die besten Männerfilme 2013: Gravity

Ausweglos im Weltall

Es gibt Filme, die jeder gesehen haben sollte. Der Weltraum-Thriller Gravity gehört definitiv dazu. Denn was Regisseur Alfonso Cuarón mit nur 2 Schauspielern und einer relativ überschaubaren Astronauten-Story in 90 Minuten anstellt, ist schlichtweg meisterhaft. In ewig langen, atemberaubenden Kamerafahrten, die ohne sichtbare Schnitte auskommen, wird aus einer Routine-Weltraum-Mission ein nervenzerreißender Überlebenskampf im Orbit der Erde. Die schwerelose Kamera, die ständig um die gestrandeten Astronauten kreist oder ihre Perspektive einnimmt, gibt dem Zuschauer das Gefühl, mittendrin zu sein. Hinzu kommt eine bedrohliche Sound-Kulisse aus Stille und eindringlicher Musik. Das Ergebnis ist der wohl spannendste Film des Jahres.

Gravity (USA, Großbritannien 2013)
Regie: Alfonso Cuarón
Drehbuch: Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón
Darsteller: Sandra Bullock, George Clooney
Länge: 90 Minuten

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40 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Captain Phillips

Die besten Männerfilme 2013: Captain Phillips

Tom Hanks unter Piraten

Mit Piratenromantik a la Fluch der Karibik hat das nichts zu tun. Die Seeräuber, die im Geiseldrama Captain Phillips ein Containerschiff vor der Küste Somalias entern, sind weder trinkfeste Raufbolde, noch fiese Schurken mit Holzbein. Es sind arme Fischer, die zur Freibeuterei gezwungen werden. Paul Greengrass’ Thriller ist auch kein beliebiges Seemannsgarn, sondern basiert auf dem autobiographischen Buch von US-Kapitän Richard Phillips, dessen Containerschiff 2009 tatsächlich von somalischen Piraten überfallen wurde. Das Ergebnis ist erstklassiger Nervenkitzel: Ein Thriller, der Sie – dank Wackelkamera und einem überragenden Tom Hanks in der Hauptrolle – nicht nur über 2 Stunden vor Spannung in Ihrem Sitz herumrutschen lässt, sondern auch noch zum Nachdenken anregen wird.

Captain Phillips (USA 2013)
Regie:
 Paul Greengrass
Drehbuch: Billy Ray, Richard Phillips (Buchvorlage)
Darsteller: Tom Hanks, Barkhad Abdi
Länge: 134 Minuten

41 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Inside Llewyn Davis

Die besten Männerfilme 2013: Inside Llewyn Davis

Couch-Surfing in Manhattan

Ein Film über angestaubte Folkmusik? Über volkstümliche Kleinbürger mit Vollbärten und Gitarre auf dem Schoß? Zum Glück nicht. Es geht in Inside Llewyn Davis nicht einmal um Bob Dylan, der in den 60ern den Folk mit der Protestbewegung in den USA zum Massenphänomen machte. Die Gebrüder Joel und Ethan Coen (No Country For Old Men, 2007) schicken in ihrem neusten Film stattdessen einen talentierten aber erfolglosen Folksänger auf Schnorrtour durch die Wohnzimmer Manhattans, auf der Suche nach einem Schlafplatz auf der Couch, ein paar Dollar fürs Essen oder dem ersehnten Durchbruch in der Musik-Branche. Das Problem: Llewyn Davis’ Musik ist weder angepasst noch bahnbrechend – damit ist seine Karriere zum Scheitern verdammt. Das klingt zwar schön trist, ist aber auch urkomisch inszeniert – und ähnlich wie O Brother, Where Art Thou? (2000) eine grandiose Hommage an die Popmusik.

Inside Lllewyn Davis (USA, Frankreich 2013)
Regie:
 
Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch: 
Ethan Coen, Joel Coen
Darsteller: 
Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Justin Timberlake
Länge: 
105 Minuten

42 / 62 | Die besten Männerfilme 2013: Der Hobbit – Smaugs Einöde

Die besten Männerfilme 2013: Der Hobbit – Smaugs Einöde

Kleine Helden, große Action

Schluss mit flegelhaften Dinnergelagen, traurigen Zwergenliedern und spaßigen Troll-Prügelleien. Während Teil 1 der Hobbit-Trilogie mit ausholenden Einleitungen und Nebenhandlungen nur sehr langsam in Fahrt kam, geht’s in Der Hobbit – Smaugs Einöde gleich richtig zur Sache. Regisseur Peter Jackson schickt Hobbit Bilbo und seine 13 Zwerge auf eine pausenlose Hetzjagd quer durch Mittelerde. Zeit zum Durchatmen bleibt den kleinen Helden aus J. R. R. Tolkiens Kinderbuch dabei nicht. Stattdessen gibt’s atemberaubende Actionszenen, spektakuläre Verfolgungsjagden und beeindruckende Landschaftaufnahmen im Dauerfeuer. Ergebnis: temporeiches Abenteuerkino und ein Meisterstück der Actionunterhaltung. Sie werden das Finale der Trilogie, das Ende 2014 anlaufen soll, kaum erwarten können.

Der Hobbit – Smaugs Einöde (USA, Neuseeland 2013)
Regie:
 Peter Jackson
Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro
Darsteller: Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage, Orlando Bloom, Lee Pace
Länge: 161 Minuten

43 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: Drive

Die besten Männerfilme 2012: Drive

Er spricht nicht viel, blinzelt nie und kaut auf einem Zahnstocher, wenn er hinter dem Steuer seines getunten Sportwagens sitzt. Der namenlose Fahrer (Ryan Gosling) im Film von Regisseur Nicolas Winding Refn ist Stuntman, Mechaniker und Fluchtwagenfahrer. Stets cool, immer alles unter Kontrolle. Wer jetzt allerdings spektakuläre Verfolgungsjagden und jede Menge verbogenes Metall erwartet, ist schief gewickelt. Drive ist das totale Gegenteil vom schnell geschnittenen Action-Kino der letzten Jahre. In Drive geht’s ruhiger zur Sache: lange Kamerafahrten und Close-Ups, wortkarge Helden, ein Styling wie im Krimi-Kino der 80er-Jahre. Drive ist ein Action-Film in Zeitlupe, mit knallharten Typen, schnellen Knarren und noch schnelleren Karren. Genau: DER Männerfilm schlechthin.

Drive (USA 2011)
Regie: Nicolas Winding Refn
Drehbuch: Hossein Amini, James Sallis (Romanvorlage)
Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Oscar Isaac
Länge: 100 Minuten

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44 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: The Artist

Die besten Männerfilme 2012: The Artist

Dieser Stummfilm wird Sie sprachlos machen. The Artist von Michel Hazanavicius ist Komödie, Melodram, vor allem aber eine Ode an Hollywood der 20er und 30er Jahre. Der Film erzählt die Geschichte des eitlen Stummfilmstars George Valentin (Jean Dujardin), der vom Erfolg des Tonfilms regelrecht überrollt wird. Bei einem Casting verliebt er sich in die junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Béjo), die plötzlich als neuer Star in Hollywood gehandelt wird. Obwohl The Artist in Schwarz/Weiß gedreht ist und nur über die Kraft des Bildes und Musik funktioniert, ist er unglaublich mitreißend. Nicht nur für Nostalgiker ein absoluter Pflichtfilm.

The Artist (USA, Frankreich, Belgien 2011)
Regie: Michel Hazanavicius
Drehbuch: Michel Hazanavicius
Darsteller: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, John Goodman
Länge: 100 Minuten

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45 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: Ziemlich beste Freunde

Die besten Männerfilme 2012: Ziemlich beste Freunde

Philippe (François Cluzet) ist vom Kopf abwärts gelähmt und stellt den arbeitslosen Driss (Omar Sy), ein junger Schwarzer aus den trostlosen Pariser Vorstadtghettos, als Pfleger ein. Gegen den Rat seiner Verwandten, versteht sich. Erstaunlicherweise kommen sich die beiden ungleichen Außenseiter näher, werden sogar Freunde. Das Besondere: Ziemlich beste Freunde ist nicht rührselig, sondern sarkastisch. "An Ihrer Stelle würde ich mir die Kugel geben", sagt Driss über  Philippes Schicksal. Und genau das zeichnet den Film aus (natürlich auch die großartigen Darsteller). Aus dem Drama eines Rollstuhlfahrers wird eine tragikomische Komödie, die übrigens auf einer wahren Geschichte beruht.

Ziemlich beste Freunde (Frankreich 2011)
Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano
Drehbuch: Olivier Nakache, Eric Toledano
Darsteller: François Cluzet, Omar Sy
Länge: 112 Minuten

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46 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: Marvel’s The Avengers

Die besten Männerfilme 2012: Marvel’s The Avengers

4 Jahre und 5 Kinofilme mussten wir warten: Endlich steht das große Gipfeltreffen der Superhelden von Comic-Schmiede Marvel ins Haus. Nach dem exzellenten Iron Man (2008) und den soliden Verfilmungen von Captain America (2011), Thor (2011), Der unglaubliche Hulk (2008) und Iron Man 2 (2010) war der Erwartungsdruck für Marvel’s The Avengers hoch. Das Problem: Das Comic-Universum von Marvel ist mit seinen unterschiedlichen Welten und Zeitebenen nicht gerade übersichtlich. Und die Helden-Figuren könnten unterschiedlicher nicht sein: ein egozentrischer Playboy mit Basteltick, ein Hammer-schwingender Gott aus dem All, ein muskelbepackter Kriegsveteran aus der Vergangenheit und ein verkannter Wissenschaftler mit viel Wut im Bauch. Kann diese Kombination, die in Marvel-Comics seit 1963 ein Riesenerfolg ist, auch im Kino funktionieren? Die Antwort lautet zum Glück: Auf jeden Fall. Denn Regisseur Joss Whedon ist mit The Avengers ein kleines Meisterwerk gelungen: ein Superhelden-Spektakel mit mitreißender Story, coolen 3D-Special-Effects-Schlachten und jeder Menge witziger Wortgefechte.

Marvel’s The Avengers (USA 2012)
Regie: Joss Whedon
Drehbuch: Joss Whedon, Zak Penn, (Comicvorlage: Stan Lee, Jack Kirby)
Darsteller: Robert Downey Jr., Chris Evans, Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Jeremy Renner, Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson
Länge: 142 Minuten

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47 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: The Dark Knight Rises

Die besten Männerfilme 2012: The Dark Knight Rises

Der dritte Teil von Regisseur Christopher Nolans Batman-Trilogie ist kein knallbunter Action-Kracher. Düster, pessimistisch und sozialkritisch blickt The Dark Knight Rises in den Abgrund unserer Gesellschaft: Ein verbitterter Rächer im Fledermauskostüm stolpert durch eine Welt, in der man nichts und niemanden trauen kann. Damit ist der Blockbuster ein harter Brocken für Fans leichter Action-Unterhaltung. Gut so. Denn trotz apokalyptischer Stimmung und bedrückender Gesellschaftskritik ist Nolan eine hochspannende und vor allem sehenswerte Comic-Verfilmung mit einem fulminanten Finale gelungen.

The Dark Knight Rises (USA 2012)
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan         
Darsteller: Christian Bale, Michael Caine, Tom Hardy, Gary Oldman, Joseph Gordon-Levitt, Anne Hathaway, Morgan Freeman
Länge: 165 Minuten

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48 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: Expendables 2

Die besten Männerfilme 2012: Expendables 2

Durchatmen, Jungs. Neben Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger geben sich in The Expendables 2 auch noch Jean-Claude Van Damme und Chuck Norris (Ja, genau: der bei Liegestütze sich nicht selbst nach oben, sondern die Erde nach unten drückt) die Ehre. Mehr müsste man zur Fortsetzung von Stallones Gipfeltreffen der Legenden des 80er- und 90er-Actionkinos eigentlich nicht sagen. Denn die Namen halten, was sie versprechen: Ehrliche Schieß- und Prügel-Action der alten Schule mit markigen Sprüchen und der gewohnten Ausrede einer Story. Plus: die Abmachung mit dem Publikum, dass Logik und Glaubwürdigkeit für die Dauer des Spektakels außer Kraft gesetzt werden. Hier kann man mit Motorrädern Hubschrauber abschießen oder mit einem Flugzeug in einem Bergwerkstollen landen. Und Kugeln treffen natürlich nur die namenlosen Bösewichte, die sich den Action-Opas in den Weg stellen. Jetzt nicht falsch verstehen. Genau so muss es sein. Und The Expendables 2 legt im Vergleich zum ersten Teil noch eine Schippe drauf: mehr Stars, mehr Krawall und mehr Witz. Ergebnis: Gute Laune im Dauerfeuer. Männer, da gibt’s keine Ausreden.

Expendables 2 (USA 2012)
Regie: Simon West
Drehbuch: Richard Wenk, Sylvester Stallone     
Darsteller: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Terry Crews, Randy Couture, Nan Yu
Länge: 103 Minuten

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49 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: The Raid

Die besten Männerfilme 2012: The Raid

Das wird hart, Männer: 20 Elitepolizisten stürmen einen 15-stöckigen Apartmentblock voller Gangster und alles geht schief. Was dann folgt, ist wohl DER Action- und Martial-Arts-Kracher des Jahres. The Raid ist ein geradliniger Adrenalin-Schocker, bei dem es in unzähligen Mann-gegen-Mann-Fights knüppelhart zur Sache geht – und zwar mit Füßen, Knien, Fäusten, Messern, Macheten, Pumpguns und was sonst gerade so herumliegt. Einzige Voraussetzung: Sie brauchen starke Nerven und Mägen. Denn The Raid ist nicht nur temporeich, sondern auch blutig. Und an Spannung und Härte schwer zu überbieten. Plus: The Raid ist vermutlich der beste Kampfsport-Film des Jahres. Wenn das kein Pflichtfilm für echte Kerle ist…

The Raid (USA / Indonesien 2011)
Regie: Gareth Evans
Drehbuch: Gareth Evans
Darsteller: Iko Uwais, Ray Sahetapy, Joe Taslim
Länge: 101 Minuten

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50 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: Skyfall

Die besten Männerfilme 2012: Skyfall

Auch ein Superspion wird mal alt. Im neusten Bond-Abenteuer Skyfall muss Großbritanniens Mann fürs Grobe nach einer Verletzungspause um seinen Job beim Geheimdienst MI6 bangen. Ist es Zeit, die Walther PPK an den Nagel zu hängen und mal einen Jüngeren ran zu lassen? Von wegen! 007 beweist trotz Augenringe und Burnout, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Einzige Ausnahme: Frauen. Da klappt’s offenbar nicht mehr so wie früher. Statt Sex gibt’s im 23. Bond-Film tiefe Einblicke in die Psyche des härtesten Spions Englands. Und: Skyfall ist erstmals wieder auf das Wesentliche reduziert: kein technischer Schnickschnack wie explodierende Kugelschreiber und Unterwasserfahrzeuge. Stattdessen erstklassige Stunts, knallharte Action, eine spannende Story. Erstmals darf der harte Hund auch Gefühle zeigen. Aber, keine Angst: weich ist 007 nicht geworden, nur interessanter. Skyfall ist spannend, zeitgemäß und sogar mal wieder mit etwas britischem Humor.

Skyfall (USA / Großbritannien 2012)
Regie: Sam Mendes
Buch: Neal Purvis, Robert Wade, John Logan
Darsteller: Daniel Craig, Javier Bardem, Judi Dench,  Naomie Harris, Ralph Fiennes
Länge: 143 Minuten

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51 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: Argo

Die besten Männerfilme 2012: Argo

Es klingt wie aus einem schlechten Hollywoodthriller: Um 6 US-Bürger aus dem von Revolution und Umsturz geprägten Iran zu befreien, erfindet die CIA eine kanadische Filmfirma für den trashigen Science-Fiction-Film Argo – inklusive Produktionsbüro, Drehbuch, Filmplakat und Castings. Bei einer angeblichen Drehortbesichtigung in Teheran soll der angebliche Produzent die untergetauchten Amerikaner als falsches Filmteam aus dem Land schaffen. Absurd, aber im Jahr 1980 genauso passiert. Ben Affleck hat aus dem Stoff jetzt einen unfassbar spannenden Film gemacht, der Sie von der ersten bis zur letzten Minute fesseln wird. Und das selbst wenn Sie wissen, wie die Aktion damals ausgegangen ist.  Argo ist der spannendste Film des Jahres.

Argo (USA 2012)
Regie: Ben Affleck
Buch: Chris Terrio, Joshuah Bearman (Vorlage)
Darsteller: Ben Affleck, John Goodman, Alan Arkin
Länge: 120 Minuten

52 / 62 | Die besten Männerfilme 2012: Der Hobbit – eine unerwartete Reise

Die besten Männerfilme 2012: Der Hobbit – eine unerwartete Reise

Am besten Sie vergessen alles, was Sie über Peter Jacksons Hobbit-Verfilmung, der Vorgeschichte zum Herr der Ringe-Welterfolg, im Vorfeld gelesen und gehört haben. Denn lange Diskussionen über die Treue zur Vorlage von J.R.R. Tolkien, die neuartige Bildtechnik oder die epische Länge des meist erwarteten Films des Jahres sind im Grunde zweitrangig. Die einzig relevante Frage ist doch: Soll ich mir das wirklich antun? Die Antwort: Ja, Sie müssen sogar. Denn Der Hobbit – eine unerwartete Reise ist wohl das Spektakulärste, was seit Avatar im Kino zu sehen war und dürfte so ziemlich jeden Kinofan perfekt unterhalten: eine spannende Story, tolle Charaktere, halsbrecherische Action, atemberaubende Landschaften und Kulissen. Und das Ganze in einer nie dagewesenen messerscharfen Optik. Das muss man auf der großen Leinwand sehen. Einzige Voraussetzung: Sie mögen actionreiche Fantasy-Abenteuer und haben etwas Sitzfleisch. Dann erwartet Sie nichts weniger als das Kino-Highlight des Jahres.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (USA, Neuseeland 2012)
Regie: Peter Jackson
Buch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro, J.R.R. Tolkien (Vorlage)
Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage
Länge: 166 Minuten

53 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: Black Swan 

Die besten Männerfilme 2011: Black Swan

In "Black Swan" schwebt Natalie Portman auf Zehenspitzen übers harte Parkett, bis die Knochen brechen. Nun ist die erbarmungslose Welt des Ballets nicht unbedingt ein typisches Männerthema. Aber zum Glück ist Regisseur Darren Aronofskys "Black Swan" kein typischer Tanzfilm, sondern ein knallharter Psychothriller: Beklemmend, sexy und unglaublich nervenaufreibend.

Black Swan (USA 2010)
Regie: Darren Aronofsky
Drehbuch: Mark Heyman, Andres Heinz, John J. McLaughlin
Darsteller: Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel, Barbara Hershey

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54 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: 127 Hours

Die besten Männerfilme 2011: 127 Hours

Wie weit würden Sie gehen, um sich aus einer aussichtslosen Situation zu befreien? Sich den Arm brechen, oder sogar ganz abschneiden? Was unmöglich klingt, hat Bergsteiger Aron Ralston getan. Sogar ein Buch darüber geschrieben, das von Regisseur Danny Boyle (Slumdog Millionär) verfilmt wurde. Ralston steckte fünf Tage in einer Felsspalte fest, bis er das Undenkbare tat. In Boyles Film "127 Hours" geht es aber nicht um das Wie und Ob. Denn eigentlich ist von Beginn an klar, in welcher drastischen Maßnahme Ralstons Überlebenskampf endet. 127 Hours ist eine erstaunlich spannende und emotionale Ein-Mann-Show von James Franco, der als Draufgänger Ralston zeigt, was in einem Menschen vorgehen muss, bis er sich zu einer unfassbaren Entscheidung durchringen kann. Boyle verlangt vom Zuschauer zwar gegen Ende seines klaustrophobischen Kammerspiels einen robusten Magen – 127 Hours ist allerdings derartig zwingend, dass Sie das durchaus ertragen sollten.

127 Hours (USA/Großbritannien 2010)
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Danny Boyle, Simon Beaufoy, Aron Ralston (Buchvorlage)
Darsteller: James Franco, Kate Mara, Amber Tamblyn
Länge: 94 Minuten

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55 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: True Grit

Die besten Männerfilme 2011: True Grit

Im Western True Grit (auf Deutsch: echter Schneid oder Mumm) gibt’s keine heroischen Revolverhelden, die gegen Unrecht kämpfen und in den Sonnenuntergang reiten. Ihre Zeit ist abgelaufen. Vorhang auf für eine starrsinnige 14-Jährige, einen trotteligen Kopfgeldjäger und einen versoffenen US-Marshall. Wir befinden uns im Universum der Coen-Brüder. So wie bereits in No Country For Old Men (2007) machen Joel und Ethan Coen in True Grit wieder einmal das, was sie am besten können: eine herrlich verschrobene Geschichte erzählen – mit hinreißend schrägen Charakteren.

True Grit – Vergeltung (USA 2010)
Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen, Charles Portis (Buchvorlage)
Darsteller: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin
Länge: 110 Minuten

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56 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: The Fighter

Die besten Männerfilme 2011: The Fighter

The Fighter erzählt die sportliche Karriere des Boxers Micky Ward, der als Underdog nach diversen Rückschlägen im Jahr 2000 den Weltmeistertitel im Halbweltergewicht holt. Regisseur David O. Russell gelingt das kleine Wunder, aus diesem Stoff einen mitreißenden Box- und Milieufilm zu machen. Dabei muss sich Mark Wahlberg als Ward hauptsächlich gegen seine anstrengende Familie durchboxen. Nicht zuletzt durch die sensationellen schauspielerischen Leistungen von Christian Bale (als Mickys Bruder) und Melissa Leo (als seine Mutter) haut das den Zuschauer trotzdem um.

The Fighter (USA 2010)
Regie: David O. Russell
Drehbuch: Scott Silver, Paul Tamasy, Eric Johnson
Darsteller: Mark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams, Melissa Leo
Länge: 115 Minuten

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57 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: X-Men: Erste Entscheidung

Die besten Männerfilme 2011: X-Men: Erste Entscheidung

Für die erfolgreichen Mutanten-Superhelden X-Men der Comic-Schmiede Marvel geht es zurück zu den Ursprüngen. Das erste X-Men-Prequel Wolverine (2009) brachte zwar nichts Aufregendes für Comic-Fans, aber immerhin solide Unterhaltung für Action-Fans. In der diesjährigen Film-Adaption X-Men: Erste Entscheidung erfahren wir, wie aus den einstigen Freunden Erik und Charles die Rivalen Magneto und Professor X werden. Und das vor dem Hintergrund des kalten Krieges und der Kuba-Krise. Ergebnis: Zum Glück kein x-beliebiger Action-Krawumm, sondern ein fantastischer Agentenfilm, der ein wenig an die frühen James-Bond-Werke erinnert.

X-Men: Erste Entscheidung (USA 2011)
Regie: Matthew Vaughn
Buch: Ashley Miller, Zack Stentz, Jane Goldman, Matthew Vaughn
Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Kevin Bacon, Jennifer Lawrence, January Jones
Länge: 132 Minuten

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58 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: Insidious

Die besten Männerfilme 2011: Insidious

Es gibt sie also doch noch! Filme, die angenehm unblutig und ohne fiese Splattermomente daherkommen, den Zuschauer aber vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Hinter Insidious stecken die Macher von Saw und Paranormal Activity. Und wieder kriegen die Zuschauer ein spannungsgeladenes Werk angeboten, das sie so schnell nicht vergessen werden – im Gegensatz zu Saw aber komplett ohne perverse Gewaltausbrüche, das Grausame spielt sich vor allem im Kopf des Betrachters ab.  Wenig Blut, viel Spannung: Insidious ist ein Gruselkino der ganz alten Schule, an der nicht nur Genre-Fans ihren Spaß haben werden.

Insidious (USA 2010)
Regie: James Wan
Drehbuch: Leigh Wannell
Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey
Länge: 102 Minuten

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59 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: Captain America

Die besten Männerfilme 2011: Captain America

Steve (Chris Evans) hat Asthma, ist kleinwüchsig, schwächlich und darf nicht in den Krieg ziehen, um fiese Nazis umzuhauen. Damit ist der Außenseiter der sympathischste Held, den die Comic-Schmiede Marvel jemals auf die große Leinwand brachte. Doch für Steve erfüllt sich ein Traum, den bestimmt jeder Mann schon einmal hatte. Durch ein Superserum verwandelt sich der schmalbrüstige Hänfling in null Komma nichts in einen ansehnlichen Muskelprotz – inklusive Sixpack, XL-Arme und Superkräfte. Captain America heißt das in den Farben der Flagge der Vereinigten Staaten gekleidete Comic-Urgestein, das 1941 vor allem für Kriegspropaganda gegen die Nazis sorgte. Zum Glück hat Regisseur Joe Johnston den ursprünglichen Patriotismus zurückgefahren und einen großartigen altmodischen Abenteuerfilm geschaffen.

Captain America (USA 2011)
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely, Joe Simon & Jack Kirby (Comic-Vorlage)
Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Stanley Tucci, Sebastian Stan, Tommy Lee Jones
Länge: 124 Minuten

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60 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: Source Code

Die besten Männerfilme 2011: Source Code

In Source Code soll Jake Gyllenhall ein Attentat vereiteln, das bereits geschehen ist. Er hat nur acht Minuten Zeit – immer und immer wieder. Klingt wirr? Ist es – aber auch super spannend! Source Code lässt zwar ein paar Fragen offen, und auch die ein oder andere Logiklücke ist nicht zu übersehen. Aber nichtsdestotrotz ist Regisseur Duncan Jones wie schon mit seinem gefeierten Erstling Moon (2009) ein ganz besonderer, ein sehr beeindruckender Film gelungen. Während Moon ein melancholisches Ein-Mann-Stück war, ist "Source Code" Vollgas-Kino, die 93 Minuten sind vollgepackt mit Action, Handlungswendungen, spannenden Charakteren und einem überraschenden Finale.

Source Code (Frankreich, USA 2011)
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Ben Ripley
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga, Jeffrey Wright
Länge: 93 Minuten

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61 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: Die Abenteuer von Tim und Struppi

Die besten Männerfilme 2011: Die Abenteuer von Tim und Struppi

James Bond, Indiana Jones und MacGyver in einer Person: Hergés Comic-Held Tim hat zwar schon über 80 Jahre auf dem Buckel (1929 erschien das erste Comic), ist aber erst jetzt endlich auf der Kinoleinwand angekommen. Die Hollywood-Schwergewichte Steven Spielberg und Peter Jackson haben aus den beliebten Comic-Geschichten von Tim und seinem Hund Struppi per Motion-Capture-Animation in 3D einen großartigen Action- und Abenteuerfilm geschaffen, in dem ein Höhepunkt den nächsten jagt.

Die Abenteuer von Tim und Struppi (USA/Neuseeland 2011)
Regie:
 Steven Spielberg              
Drehbuch: Steven Moffat, Edgar Wright, Joe Cornish
Darsteller: Jamie Bell, Andy Serkis, Daniel Craig
Länge: 107 Minuten

62 / 62 | Die besten Männerfilme 2011: The Ides of March – Tage des Verrats

Die besten Männerfilme 2011: The Ides of March – Tage des Verrats

Politik ist ein schmutziges Geschäft. Das ist selbst hierzulande kein Geheimnis mehr. Findet auch George Clooney und kehrt mit seinem neuen Kinofilm The Ides of March – Tage des Verrats ordentlich vor der eigenen Haustür: dem US-Präsidentenwahlkampf der Demokraten. Ides of March - Tage des Verrats zeigt eindrucksvoll, was ein Politiker über sich ergehen lassen muss, um überhaupt die Chance auf einen Platz im Weißen Haus zu bekommen. Ein fesselnder Abgesang auf Anstand, Moral und das zynische Polit-Establishment – mit einem fantastischen Ryan Gosling in der Hauptrolle.

The Ides of March – Tage des Verrats
Regie: 
George Clooney
Drehbuch: 
George Clooney, Grant Heslov, Beau Willimon
Darsteller: 
Ryan GoslingPaul Giamatti, George Clooney, Philip Seymour Hoffman
Länge: 
101 Minuten

 
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