Jobs fürs Wohlgefühl: Die besten Jobs in der Wellness-Branche

Wellness-Hotels höherer Preiskategorie
Wellness und Fitness als Beruf

Die Fitness- und Wellness-Welle spült ganz neue Berufe auf den Arbeitsmarkt – wir stellen Ihnen die fünf interessantesten vor.

Wenn Sie jeden Tag die Stunden bis zu Ihrem Feierabend zählen, um sich endlich beim Sport auszutoben, dann machen Sie doch einfach Fitness zu Ihrem Beruf. Seit Jahren vermelden die ungefähr 86.000 Sportvereine und 6.500 kommerziellen Fitness-Studios steigende Mitgliederzahlen; gut geschulte, praxisorientierte Mitarbeiter sind dort gefragter denn je. Wir stellen Ihnen Fitness-Jobs vor und sagen, wie Sie in der Branche Fuß fassen können.

TRENDY: WELLNESS-TRAINER
Was ist das? Ein WellnessTrainer kombiniert den Sport mit Spaß, also aktive Bewegung mit Entspannung, Fitness mit Pflege, Ernährung mit Verwöhnen. Dazu ge-hören Atemgymnastik und Zen-Meditation, Massage oder Aquatraining plus Aromatherapie. Heilkundliche oder medizinische Anwendungen gehören nicht dazu.

Wie wird man das? Die meisten Ausbilder verlangen einen (gesundheitsorientierten) Berufsabschluss oder die Fachhochschulreife. Neben Interesse am Körpertraining sollten Bewerber ein Faible für die psychologische Seite der Gesundheit besitzen.

Wo wird man das? Wellness-Trainer ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Institute lehren nach eigenen Vorstellungen. „Wir arbeiten gerade an Qualitätsrichtlinien“, so Lutz Hertel, der Geschäftsführer des Deutschen Wellness-Verbandes in Düsseldorf. Es ist geplant, bis zum Jahr 2003 eine standardisierte Prüfung zu diesem Beruf einzuführen.

„Wir bilden berufsbegleitend neun Monate im Fernstudium mit neun mehrtägigen Seminaren aus“, sagt Peter Schöpel vom Wellness-Institut in Frankfurt. Kostenpunkt: rund 2500 Euro. Das Düsseldorfer Studieninstitut für Sport, Freizeit und Touristik (IST) bietet eine Maßnahme, die über insgesamt 16 Monate läuft und 2880 Euro kostet. Für Studenten, Auszubildende und Arbeitslose werden Ermäßigungen angeboten.

Wo kann man arbeiten? Wellness-Trainer tummeln sich in Fitness- und Wellness-Studios, Wellness- und Sporthotels, Ferienclubs, in Kur- und Bädereinrichtungen oder Day-Spas.

Was verdient man? Der Bereichsleiter einer Wellness-Anlage oder eines Hotels bekommt bis zu 2500 Euro im Monat. Der Stundensatz selbständiger Trainer liegt bei 25 Euro.

MIT KÖPFCHEN: TRAINER FÜR MENTALE FITNESS
Was ist das? Im Leistungssport längst fester Bestandteil des Trainingsplans, erobert die mentale Komponente jetzt den Amateurbereich. Ein Trainer für mentale Fitness kennt sich aus mit Lerntechniken, Neurolinguistischem Programmieren (NLP), Physiologie der Bewegungsabläufe (Kinesiologie), Stressbewältigung, Meditation, Gesprächsführung.

Wie wird man das? Zum Teil wird eine Berufsausbildung vorausgesetzt. Die Lizenz zum Brain-Trainer bieten Wellness- und Fitness-Akademien mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Lerninhalte, Ausbildungsdauer und auch die Kosten variieren dementsprechend.

Wo wird man das? Für einen neunmonatigen Lehrgang (Fernkursus mit neun Wochenendtreffen und maximal 21 Teilnehmern) nimmt die Brainlight GmbH im bayerischen Goldbach knapp 3000 Euro. Arbeitslose, Studenten und Frühbucher bekommen hier zehn Prozent Ermäßigung. 3 Abschluss: eine praktische und eine schriftliche theoretische Prüfung, diese werden von der Deutschen Gesellschaft für mentales Training anerkannt.

Wo kann man arbeiten? Überall, wo Kommunikation und Motivation von Bedeutung sind: im Reha- oder im medizinischen Bereich genauso wie in der freien Wirtschaft.

Was verdient man? Das ist Verhandlungssache. Wer zum Beispiel in diesem Bereich Seminare gibt, kann mit einem Stundensatz von rund 30 bis 40 Euro kalkulieren.

STAATLICH GEPRÜFT: FITNESS-FACHWIRT IHK
Was ist das? Fitness/Wellness professionell zu managen, das ist die Aufgabe des Fitness-Fachwirts IHK. Dazu wird er in Betriebswirtschaftslehre, Sport und Fitness umfassend geschult, auf dem Programm stehen: Personalmanagement, Verkauf, Organisation, Marketing und Werbung sowie Sportmedizin, Trainings- und Ernährungswissenschaften, Gymnastik und Geräte-Handling. Der IHK-Titel ist bundesweit anerkannt.

Wie wird man das? Voraussetzungen: eine kaufmännische Ausbildung und zwei Jahre Praxis im Fitness-Bereich; oder eine Verwaltungslehre plus drei Jahre Berufserfahrung im Fitness-Sektor; oder eine Ausbildung als Physiotherapeut, Masseur, staatlich geprüfter Gymnastiklehrer und drei Jahre Berufspraxis; oder ein Hochschulabschluss und zwei Jahre Praxis in der Fitness-Branche.

Wo wird man das? Industrie- und Handelskammern, aber auch private Institute haben die berufsbegleitende Weiterbildung auf akademischem Niveau im Programm. Die erforderlichen 312 theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden bietet zum Beispiel das IHK-Bildungszentrum Südlicher Oberrhein in Offenburg im Rahmen eines einjährigen Lehrgangs (ganztägig donnerstags) für rund 4350 Euro an. Andere Anbieter strecken Unterrichtseinheiten über zwei Jahre.

Wo kann man arbeiten? In fast allen sportlichen und kaufmän-nischen Bereichen, insbesondere in kommerziellen Fitness-Anlagen. Außerdem schaffen Sie sich so eine optimale Basis, um sich mit einem Fitness-Studio selbständig zu machen.

Was verdient man? Kommt ganz drauf an. Tarife gibt’s hier nicht, die Einstiegsgehälter liegen bei 1800 bis 2000 Euro.

EINFACH LÄSSIG: ENTSPANNUNGS-TRAINER
Was ist das? Er kennt alle Kniffe der Stressbewältigung: Yoga, Tai-Chi, Feldenkrais, Progressive Muskelrelaxation. Der Entspannungs-Trainer bindet diese Methoden in ein gesundheitsorientiertes FitnessTraining ein oder erstellt spe-zielle Programme für Berufsalltag, Leistungssport oder bei Rücken- und Kopfschmerzen.

Wie wird man das? Keine Voraussetzungen gefordert.

Wo wird man das? Die BSA-Akademie im saarländischen Mandelbachtal bildet in einem dreimonatigen Aufbaumodul im Bereich Mentale Fitness zum EntspannungsTrainer aus. Kostet 714 Euro.

Wo kann man arbeiten? In Vereinen, Studios, Unternehmen, Volkshochschulen etc.

Was verdient man? Das Nord-Süd-Gefälle beschert den Entspannungstrainern eine Verdienstspanne, die zwischen 15 und 50 Euro pro Stunde liegt.

LEHRBERUF: SPORT- UND FITNESS-KAUFMANN
Was ist das? Gesundheits-, Fitness- und Wellness-Angebote verkaufen, vermarkten und organisieren, das sind die Aufgaben dieser Sport-Fachleute. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Sportanbietern und den Mitgliedern oder Kunden.

Wie wird man das? Eine bestimmte Schulbildung ist hier nicht vorgeschrieben.

Wo wird man das? Die Ausbildungsbetriebe können Fitness-Center, Sportvereine oder kommunale Sportstätten (-verwaltungen) sein. Die Lehre dauert drei Jahre und erfolgt im Betrieb und in der Berufsschule. Die Vergütung der Azubis unterliegt keinem Tarif, sondern freier Vertragsvereinbarung. Zwischen 250 und 550 Euro monatlich ist alles drin.

Wo kann man arbeiten? Überall dort, wo es um Sport geht.

Was verdient man? Dieses Jobprofil wurde erst im August letzten Jahres als staatlich anerkannter Ausbildungsberuf eingeführt, das erste Lehrjahr geht also eben zu Ende. Ob später die Gehaltsabrechnungen überzeugen werden, ist noch unklar.

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